Ibondo (2023)

Bau von 3 Klassenräumen

Standort:

Ibondo (Tansania/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Moyo kwa Tanzania e.V.

Land, Region

Ibondo ist ein Dorf mit 2.005 Einwohnern im Kreis Sengerema in der Region Mwanza in Tansania. Die Kreisstadt ist ca. 96 km und die Hauptstadt der Region Mwanza 193 km entfernt.

Allgemeiner Hintergrund

Tansania ist ein sehr armes Land. Die meisten Bewohner leben von der Landwirtschaft mit all ihren Problemen, verursacht durch den Klimawandel oder fehlende Bildung. Schon die jüngsten Kinder müssen auf den Feldern mitarbeiten oder Ziegen hüten, wie die Kinder der Massai.

Obwohl es eine Schulpflicht in Tansania gibt, besuchen viele Kinder nicht die Schule. Die staatlichen Schulen verlangen keine Schulgebühren, jedoch müssen die Schuluniform und die Bücher, Hefte, Stifte von den Familien finanziert werden. Dies ist für viele Familien nicht zu finanzieren, da die Familien meist sehr kinderreich sind.

Obwohl die tansanische Regierung sich um das Kindeswohl bemüht, zeigen soziale Indikatoren weiterhin eine soziale und wirtschaftliche Verschlechterung der Lage. Auch der niedrige Bildungsstand in der gesamten Bevölkerung hat dazu beigetragen, dass es mehr benachteiligte Kinder in Folge von HIV/Aids und schlechter gesundheitlicher Versorgung gibt. Das Problem der Kinderarmut ist groß und verschlechtert sich zunehmend.
Hintergrund zum Projekt und aktuelle Herausforderungen

Speziell im Dorf Ibondo, in dem wir den Schulkomplex bauen wollen, gibt es sehr viele kinderreiche Familien. Die staatliche Schule ist überfüllt mit bis zu 90 Kindern in einem Klassenzimmer. Ein Lernen in solch großen Klassen ist nicht effizient und bietet kein gutes Lernklima. Die staatliche Vorgabe für Klassengrößen liegt normal bei 40 bis 45 Kindern. Durch Migration und ständig wachsende Bevölkerung hat sich die Situation in der Schule in Ibondo so entwickelt. Alternativ müssen die Kinder weite Wege gehen, bis sie eine Schule im Nachbardorf erreichen.

Dies wollen wir durch den Bau einer Vor- und Grundschule mit 7 Klassen verbessern, in der ein Klima der Liebe und des Respektes herrscht. Höchste Priorität in einer guten Lernumgebung für Mädchen und Jungen ist, eine Ausbildung anzubieten, Lebenskompetenz zu vermitteln und die Gesundheitsvorsorge zu gewährleisten.

Es sollen Waisenkinder und Straßenkinder Aufnahme finden. Aber auch Kinder aus etwas besser gestellten Familien, welche Schulgebühren für die Finanzierung der Schule bezahlen werden, sollen kommen können. Eltern legen viel Wert auf eine gute Erziehung ihrer Kinder und schicken diese vorwiegend in eine Privatschule, in der gut ausgebildete Lehrer unterrichten und die Kinder einen anerkannten Abschluss machen können. Durch diese Schulgebühren werden die laufenden Kosten der Schule bezahlt werden. Die Schulgebühren betragen 700.000 TZS (ca. 300 Euro) pro Jahr.

Das Verhältnis soll ungefähr so sein, dass die Hälfte der Kinder Schulgebühren zahlen und die andere Hälfte aus armen Kindern und Waisenkindern besteht, die keine Gebühren zahlen müssen und die auch die Uniformen, Hefte und Stifte zur Verfügung gestellt bekommen, wenn sie das selbst nicht kaufen können.

Der Orden der SCIM (Servants of the Immaculate Heart of Mary) Brothers, ein katholischer Orden, wird Träger der Schule sein. Dieser Orden wurde im Jahr 1949 gegründet und engagiert sich überwiegend im Bildungswesen und Gesundheitsbereich. Der Orden wird sich in die laufende Finanzierung einbringen.

Mitglieder des Ordens werden auch die armen Familien im Dorf besuchen, um die bedürftigsten Kinder für die Aufnahme auszuwählen.

Es wurde auf dem Grundstück bereits ein Haus gebaut, in dem die S.C.I.M. Brüder wohnen und derzeit notdürftig auch schon ein paar Vorschulkinder unterrichten.

Folgende Anzahl schulpflichtiger Kinder sind in Ibondo gemeldet:
4-5 Jahre: 215 Kinder
6-8 Jahre: 195 Kinder
9-14 Jahre: 190 Kinder

Projektmaßnahmen / Projektbeschreibung

Bau einer Schule mit 7 Klassenräumen, Toilettenanlage für die Schüler, eine Küche mit Lagerräumen für die Lebensmittel und ein Verwaltungsgebäude mit Lehrerzimmer und Toiletten.

Damit eine Schule in Tansania eine Zulassung erhält, müssen mindestens 7 Klassenräume vorgewiesen werden. Bis zur Fertigstellung der 7 Klassenräume wird der Orden – auch mithilfe der Schulgebühren – die laufenden Kosten tragen, danach können Zuschüsse vom Staat beantragt werden.
Der Eigentümer des Baugeländes ist der Orden der SCIM Brüder.

Fördervolumen: 32.103 Euro

überfüllte Schulen in der Umgebung

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