Gihundwe (2014)

Bau und Ausstattung von drei Klassenzimmern und einer Zisterne

Standort:

Gihundwe (Ruanda/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Koordinationsbüro Partnerschaft Rheinland-Pfalz / Ruanda

Die Ecole Primaire Gihundwe liegt im gleichnamigen Sektor nahe des Stadtzentrums von Cyangugu an der südwestlichen Grenze Ruandas zum Kongo. Die Schule wurde 2008, im Rahmen der Soforthilfen nach dem großen Erdbeben, gemeinsam von der Stadt Speyer und dem Land Rheinland-Pfalz durch den Bau von Klassenräumen, einem Büro und der Errichtung von Toilettenblöcken gefördert. Seither ist die EP Gihundwe stets um einen regen Austausch bemüht und pflegt die Kontakte zu seinen Partnern.

Nach wie vor besuchen sehr viele SchülerInnen die EP Gihundwe. Seit 2008 ist deren Anzahl von 1.785 bis heute auf über 1.900 angewachsen. Man erwartet spätestens in zwei Jahren mehr als 2.000 Kinder in Gihundwe zu errichten.

Im Oktober/November 2012 wurde Ruanda von sehr starken Regenfällen und Unwettern heimgesucht. Selbst für die (kleine) Regenzeit waren die Niederschläge ungewöhnlich hoch und mit den zusätzlichen Stürmen traten landesweit mehr oder weniger große Schäden an Gebäuden (egal welcher Bausubstanz) auf und eine Vielzahl von Menschen kamen bei Hauseinstürzen und Erdrutschen ums Leben.

Einer der leidtragenden dieser Naturkatastrophe war die Ecole Primaire Gihundwe, neben anderen privaten wie öffentlichen Gebäuden. Fast das gesamte Dach der Schule wurde weggerissen. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, obwohl sich alles während der Unterrichtszeit zutrug.

Bis zu diesem Zeitpunkt konnte die Primarschule in Gihundwe die größten Schäden in Eigenregie beseitigen und teilweise die Dächer neu eindecken. Eine Hilfe des Partners aus Speyer kam leider auf Grund mangelnder finanzieller Möglichkeiten nicht zu Stande. Trotz Unterstützung durch Distrikt und Sektor sind für die komplette Schulrenovierung nicht genügend Mittel vorhanden, so dass ein Block mit 5 Klassenräumen nach altem Baustandard nun schon seit über einem Jahr ohne Dach der Witterung und den Regenzeiten ausgesetzt ist. Eine Renovierung ist hier nicht mehr zielführend, so dass die Gebäude, auch aus Sicherheitsgründen, abgebrochen und durch neue ersetzt werden sollten.

Um die EP Gihundwe zu unterstützen und den Verlust der beschädigten und nicht renovierten Klassenräume zu kompensieren, sollen drei Klassenräumen nach den aktuellen ruandischen Schulbaustandards gebaut werden (Erdebeben- und Unwettersicher nach den Vorgaben der UN „Child Friendly Schools“).

Als Ergänzung wird eine Regenwasserzisterne von 10m³ installiert. So kann das Dachflächenwasser nutzbar gemacht und ggfs. bei zu großen Niederschlagsmengen kontrolliert abgeführt werden.

Fördervolumen: 32.792 Euro

Gihundwe

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