Eshkesh (2023)

Phase I: Bau von zwei Klassenzimmern, Schulmöbel, provisorischen Küche, Toilettenblock Phase II: Bau von zwei Klassenzimmern, Schulmöbel, Toiletten, Regenwassersammelanlage Phase III: Bau von zwei Klassenzimmern, Schulmöbel, Lehrerwohnhaus

Standort:

Eshkesh (Tansania/Afrika)

Projektpartner vor Ort: upendo e.V.

Das Projekt ist im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative "1000 Schulen für unsere Welt" des Deutschen Städtetages, Deutschen Landkreistages und Deutschen Städte- und Gemeindebundes entstanden.

Land, Region

Das Dorf Eshkesh wurde 1996 im Rahmen der tansanischen Villagization-Politik gegründet, bei der Menschen in von der Regierung zugewiesene Dörfer umgesiedelt wurden. Das Dorf wurde von der tansanischen Regierung im Bezirk Mbulu in der Region Manyara registriert.

Eshkesh ist eines der 76 Dörfer im Bezirk Mbulu in der Region Manyara. Der Distrikt Mbulu, der laut der Volkszählung in Tansania im August 2012 320.279 Einwohner hat, soll 1905 gegründet worden sein, obwohl die Geschichte besagt, dass die Deutschen ihr Hauptquartier in der heutigen Stadt Mbulu im Jahr 1892 errichtet haben.

Im Dorf selbst leben laut der Volkszählungsstatistik 2012 4.202 Menschen mit 1.352 Kindern. Die Fläche des Dorfes ist riesig, sie beträgt etwa 280 Quadratkilometer. Die Einwohner des Dorfes Eshkesh sind das Volk der Datoga, die ähnlich wie die Massai ursprünglich Viehzüchter sind.

Die Datoga, die von Zeit zu Zeit saisonal mit ihren Viehherden umherziehen, sind Nachbarn der Hadzabe. Die Hadzabe leben bis heute von der Jagd auf wilde Tiere und dem Sammeln von wilden Früchten und Wurzeln, um sich aus dem Busch zu ernähren. Beide Stämme sind ziemlich isoliert von anderen Stämmen und gelten als einer der rückständigsten Stämme Tansanias. Die Mitglieder beider benachbarter Stämme sind Analphabeten, da die Mehrheit dieser Volksgruppen keine Schulbildung erhalten hat. In ihren Gebieten gibt es nur sehr wenige Schulen.

Allgemeiner Hintergrund

Aus dem Bericht des Dorfes Eshkesh geht hervor, dass 310 Kinder aus der Gegend jeden Tag einen bis zu 16 km langen Schulweg zur einzigen Primarschule, der Nyamusta Primary School zurücklegen, welche von fünf verschiedenen Dörfern in der Nähe gemeinsam genutzt wird.

Diese Primarschule wurde vor fünf Jahren von Gesso Bajuta gebaut, einem aus Datoga stammenden, im Dorf Endamilai lebenden, erfolgreichen Geschäftsmann, der mit seinen Leuten in ihrem Dorf lebt, da ihm seine Leute am Herzen liegen. Gesso selbst ist nie zur Schule gegangen.

Die Regierung unterstützt den Bau von Schulen nur in geringem Maße. Den wird die Verantwortung übertragen, ihre eigenen Primarschulen zu bauen und auch in größerem Umfang zur Bereitstellung anderer notwendiger sozialer Dienste beizutragen, obwohl sie dazu gar nicht in der Lage sind und nur sehr begrenzte Möglichkeiten haben.

Die Schule hat sechs Klassenräume (Klasse eins bis sechs) und ein Lehrerhaus. Die Zahl der Mädchen in dieser Schule ist etwas höher als die der Jungen, da sich die Jungen um das Vieh kümmern müssen. Die Kinderstatistiken in der Region zeigen, dass die meisten von ihnen überhaupt nicht zur Schule gehen, insbesondere die Kinder der Hadzabe, die am Rande des Dorfes in der Nähe des Busches leben.

Die Nyamusta Primary School, die einzige Schule im Dorf, entspricht nicht den Bedürfnissen der großen Anzahl von Kindern im schulpflichtigen Alter in der Gegend - ganz abgesehen von den vielen Kinder, die sogar mehr als 16 km von der Schule entfernt leben.

Gesso Bajuta hörte von den Bemühungen unseres Projektpartners zur Entwicklung von Gemeinden. Er lud die Organisation ein, sich mit ihm auszutauschen und die Menschen zu unterstützen, da er einen dringenden Bedarf an weiteren Schulen in der Region Datoga sieht. Bei einem Treffen mit der Gemeinde 26.06.2022 im Dorf Eshkesh begrüßte die Mehrheit der Dorfbewohner unter der Leitung des Dorfvorsitzenden unseren Projektpartner und bat um Hilfe beim Bau einer neuen Primarschule. Keines der Gemeindemitglieder, die an dem Treffen teilnahmen, konnte Kiswahili sprechen oder lesen und schreiben. Nur ein junger Mann hat als Erwachsener eine Ausbildung erhalten. Mehrere Personen, Männer und Frauen, wollten, dass ihre Kinder zur Schule gehen, obwohl sie selbst nicht zur Schule gingen, und baten um den Bau der Schule.

Hintergrund zum Projekt und aktuelle Herausforderungen

In Anbetracht der Anzahl der Kinder im Dorf und der Entfernungen, die die Kinder zu Fuß zur Schule zurücklegen müssen, ist eine neue Primarschule im Dorfzentrum von Eshkesh dringend erforderlich.

Das Dorfzentrum von Eshkesh, in dem die neue Primarschule gebaut werden soll, liegt etwa 8 bis 10 km von der bestehenden Primarschule entfernt. Somit wird die neue Schule weitere Kinder anziehen, die derzeit keine Chance auf eine Schulbildung haben. Die Eshkesh-Gemeinde beschloss, eine neue Primarschule zu beantragen, um sicherzustellen, dass zukünftig deutlich mehr ihrer Kinder zur Schule gehen.

Zudem stellt die Anwesenheit von Wildtieren auf dem Dorfgelände von Zeit zu Zeit eine Bedrohung für die kleinen Kinder dar, wenn sie auf dem Weg zur Schule sind. Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren sind in Eshkesh an der Tagesordnung. Jährlich werden viele Fälle gemeldet, in denen Menschen vor allem von Elefanten und Büffeln getötet werden. Dies ist ein weiterer Grund, warum eine Primarschule in dem Unterdorf eingerichtet werden muss.

Projektmaßnahmen / Projektkosten

Es werden folgende infrastrukturelle Maßnahmen benötigt, die der Priorität nach in mehreren Phasen umgesetzt werden sollen:

Phase I 
- Bau von zwei Klassenzimmern
- Bereitstellung von Mobiliar
- Bau eines Toilettenblocks mit 16 Latrinen
- Bau einer provisorischen Küche

Phase II 
- Bau von zwei Klassenzimmern
- Bereitstellung von Mobiliar
- Bau eines Toilettenblocks mit 16 Latrinen
- Regenwassersammelanlage

Phase III 
- Bau von zwei Klassenzimmern
- Bereitstellung von Mobiliar
- Bau eine eines Doppelwohnhauses für Lehrer

Alle Infrastruktureinrichtungen werden gemäß den technischen Empfehlungen und den Standards und Anforderungen der tansanischen Regierung für den Bau von Schulen errichtet. Der Bau der Schule wird voraussichtlich in vier Phasen erfolgen.

Nach der Projektdurchführung werden folgende Ziele erreicht sein:
- Verkürzte und sichere Fußwege für die Kinder
- Vorhandensein einer Schule mit neuen Gebäuden, die ein gutes Lernumfeld bieten
- Vorhandensein eines gut installierten Wassersammelsystems
- Eine viel höhere Anzahl von Kindern, die die Primarschule besuchen

Fördervolumen: 168.824 Euro

vorher - traditionelle Siedlung

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