Paya Gi (2017)

Bau einer Oberschule

Standort:

Paya Gi (Myanmar/Asien)

Projektpartner vor Ort: Welthungerhilfe

Hintergründe zur Projektregion

Die Zielgemeinde liegt im Township (Landkreis) Nam Hsan, das zusammen mit dem Township Man Ton die selbstverwaltete Region der Ethnie Palaung (Ta’ang) bildet. Es handelt sich dabei um eine Bergregion deren Hauptprodukt Tee ist. Die Region wird immer noch von Konflikten zwischen ethnischen Milizen und der burmesischen Armee heimgesucht.

Die Palaung waren frühe Einwanderer in der heutigen Region Shan State (vor den Burmesen und den Shan), sie gehören der Mon-Khmer Volksgruppe an. Durch weitere Einwanderungs-wellen (besonders der Shan) und weil sie keine größeren zusammenhängende Reiche bildeten, wurden sie in der Region zerstreut, in die Bergregionen verdrängt und von Shan Fürsten regiert.

Die einzige Ausnahme war das Fürstentum Tawngpeng mit der Hauptstadt Nam Hsan, das von einem Palaung Fürsten regiert wurde. In der Region wird seit ca. 900 Jahren Tee angebaut, der immer noch die Haupt-Einnahmequelle der lokalen Bevölkerung darstellt. Aufgrund der wenig entwickelten Infrastruktur und Mangel an Bildungseinrichtungen und Einkommensmöglichkeiten wandern viele der jüngeren Generation ab.

Projektvorhaben

Der ‚village tract‘ (Verwaltungseinheit in Myanmar, die mehrere Dörfer umfasst) Paya Gyi umfasst vier Dörfer mit einer Gesamtbevölkerung von 3.788 Personen (1.917 weiblich). 1997 wurde dort die erste Grundschule (Grade 1-5) für den village tract gebaut (in Eigenleistung, Wellblech für das Dach wurde von UNICEF bereitgestellt). Im Jahre 2004/2005 kam eine Mittelschule dazu, die auch zum größeren Teil in Eigenleistung (plus ca. 5000 USD vom dem Ministerium für Grenzgebiete und je ca. 1000 USD von zwei privaten Spendern) in Selbsthilfe gebaut wurde. Die Mittelschule bietet Bildungsmöglichkeiten bis ‚Grade 9‘ (Vorschule + 8 Schuljahre), für weitere Bildung müssen die Schüler entweder in die Stadt Nam Hsan oder in weiter entfernte Internate gehen, was dazu führt, dass nur ca. 25% der Schüler eine vollständige Schulbildung erfahren.

Die Gemeinde trat nun an uns heran mit der Bitte um den Bau eines Gebäudes für die oberen Schulklassen (Grade 10-11), was der 9. und 10. Schulklasse entspricht. Derzeit besuchen 209 Schüler die bestehende Mittelschule (Grade 6-9), weitere ca. 120 Schüler würden die Oberschule besuchen (davon gehen derzeit nur 25 in die Stadt Nam Hsan), wenn diese in Phaya Gyi angeboten würde.

Beantragt wird der Bau eines zweistöckigen Schulgebäudes (der Bauplatz ist in der Bergregion begrenzt, ein einstöckiger Bau wäre nicht ausreichend) mit den Außenmaßen 30 x 60 Fuß (9,14 auf 18,3 m) plus Treppenhaus. Jedes Stockwerk umfasst zwei Klassenzimmer von ca. 7 x 7 Metern Innenmaß und ein kleineres Zimmer von ca. 3 auf 7 Metern, das in einem Stockwerk als Lehrerzimmer, im anderen als Bibliothek und Computerraum dienen soll.

Zudem sollen zwei zusätzliche Latrinen errichtet werden (drei Schülerlatrinen und zwei Lehrerlatrinen gibt es schon auf dem Gelände).

Die Gemeinde hat sich bereit erklärt, ungelernte Arbeitskraft für den Bau des Schulgebäudes bereitzustellen und auch die Schulmöbel und Innenausstattung der Schule in Eigenleistung zu erbringen.

Unser Projektpartner vor Ort wird alle organisatorischen und technischen Aufgaben übernehmen (Bauplanung, Auftragsvergabe, Materialbegutachtung, Fortschrittskontrolle, Koordination mit den Behörden).

Derzeit gibt es an den Schulen in Paya Gyi 17 Lehrer. Das Schulamt hat der Gemeinde bereits die Bereitstellung von vier weiteren Lehrern für die höheren Klassen in Aussicht gestellt (falls es ein angemessenes Schulgebäude gibt). Die zusätzlichen Lehrer würden die Grade 10 und 11 in jeweils zwei Klassen mit je ca. 30 Schülern unterrichten.

Fördervolumen: 60.000 Euro

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