Nakibanga (2019)

Bau von drei Klassenräumen für Grundschule

Standort:

Nakibanga (Uganda/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Visions for Children e.V.

Hintergrund:

Uganda wird auf Platz 162 (von 189 Ländern) des Human Development Index der Vereinten Nationen eingestuft. Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist unter 15 Jahre alt – ca. 32% der Gesamtbevölkerung sind Analphabeten. 

Die Schulbildung wird leider oft sekundär behandelt, da Kinder häufig gezwungen sind, arbeiten zu gehen, um den Lebensunterhalt ihrer Familie zu sichern. Zudem weist Uganda eine hohe Zahl von Waisenkindern auf, denen Zugang zu Bildung leider oftmals ein Leben lang verwehrt wird. Die Kinder, die es dennoch zur Schule schaffen, erzielen selten Erfolge aufgrund der schlechten Unterrichtsbedingungen. So leider auch in der Nakibanga Primary School.

Die Nakibanga Primary School liegt in Nakibanga, Mukono District, Uganda. Aufgrund der HIV-Epidemie aus den 1980er Jahren sind viele der SchülerInnen Waisen oder Halbwaisen und stammen größtenteils aus sehr armen Verhältnissen. Der Unterricht an der Nakibanga Primary School ist für diese mittellosen Kinder kostenfrei und ermöglicht ihnen im großen Umkreis den einzigen Zugang zu Bildung. Es werden 152 Mädchen und 130 Jungen von insgesamt neun LehrerInnen unterrichtet.

Das Grundstück gehört der Kirche, die die Schule erbaut hat, und umfasst eine Fläche von sieben Hektar. Momentan gibt es für die 282 Schüler acht Klassenräume verteilt auf drei Gebäude. Zwei der Gebäude beherbergen jeweils drei Klassenräumen, das dritte Gebäude zwei Klassenräume. Alle Gebäude sind marode und spärlich eingerichtet. Konzentriertes Lernen ist daher selten möglich.

Eines der Gebäude wurde 1954 gebaut und ist schwer baufällig, sodass es dringend durch einen Neubau ersetzt werden muss – eine Sanierung ist hier nicht mehr zielführend. Die momentane Situation ist gefährlich für die Kinder, weil das Gebäude einsturzgefährdet ist.

Eigentlich gibt es zwei Latrinenanlagen, da aber die Decke der einen eingebrochen ist, teilen sich die 282 SchülerInnen und die neun LehrerInnen eine Latrine. Die hygienischen Verhältnisse sind dementsprechend katastrophal und können die Verbreitung von Krankheiten begünstigen.

Es gibt keinen Brunnen an der Schule, die Kinder müssen das Wasser vom Dorfbrunnen holen. Es gibt zwei Wassertanks, einer ist jedoch kaputt.

Einige der neun Lehrer können aufgrund zu weniger Schlafmöglichkeiten nicht in der Schule wohnen, sodass permanent ihre Abwanderung droht.

Projektmaßnahmen:

Neubau:
Geplant ist der Bau eines neuen Klassenblocks mit drei Klassenräumen. Es wird ein Mauerwerksbau mit Putzfassade, einem Satteldach und einem überdachten Vorbau / Veranda. Die Klassen sind knapp 80qm groß und die vielen Fenster sorgen für genügend Tageslichteinfall. Eine niedrig geneigte Rampe ermöglicht die barrierefreie Erschließung der Klassenräume.

Sanierung:
Die Böden, Wände und Decken der fünf Bestandsklassen sollen von innen und außen saniert und renoviert werden. Insgesamt betrifft dies zwei Gebäude.

Einrichtung:
Alle Klassenräume sollen mit Lehrerpult, Sitzbank und Tischen ausgestattet werden.

Neubau Toiletten:
Es werden zwei neue geschlechtergetrennte Latrinenanlagen mit jeweils sechs Kabinen entstehen. Eine der Kabinen wird behindertengerecht ausgeführt. Zukünftig sollen auch die Lehrer eigene Toiletten bekommen

Brunnen:
Es soll weiterhin eine Wasserversorgung (Brunnen) implementiert und die Wassertanks repariert werden, sodass lange Strecken zum Wasserholen vermieden werden können.

Langfristig werden Workshops für die Eltern organisiert, welche Bewusstsein für Bildung schaffen sollen. Es werden Komitees eingerichtet, um Wege kennenzulernen, wie sie die Schule instand halten, unterstützen und Verantwortung übernehmen können.

Darüber hinaus ist die Durchführung von WASHWorkshops geplant, um für Hygiene und Gesundheit zu sensibilisieren und das Krankheitsrisiko zu mindern.

Die Sanitäranlagen und der Brunnen können voraussichtlich von einem anderen Spender unseres Projektpartners sowie aus Eigenmitteln des Projektpartners finanziert werden.

Fördervolumen: 50.000 Euro

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