Silay City (2020)

Bau eines Vorschul-Gebäudes

Standort:

Silay City (Philippinen/Asien)

Projektpartner vor Ort: Habitat for Humanity

Hintergrund:

Der Inselstaat mit fast 100 Millionen Einwohnern hat vor allem in den letzten Jahren mit einer Anhäufung von tragischen Naturkatastrophen zu kämpfen. Die Bevölkerung wird, nach Verbesserung um die Jahrtausendwende, stetig ärmer.

Am 8. November 2013 traf einer der stärksten je gemessenen tropischen Wirbelstürme, Taifun Haiyan, mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 300km/h auf die Inselgruppe der Philippinen und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Die Bilanz der Katastrophe waren neben vielen Todesopfern und Verletzten etwa 16 Millionen betroffene Menschen in 44 Provinzen der Philippinen – davon mussten ca. 4 Millionen Menschen ihr Zuhause verlassen.

Der Wiederaufbauplan unseres Projektpartners in enger Zusammenarbeit mit den philippinischen Behörden sowie lokalen Partnern beinhaltete nachhaltige Hilfe durch eine Vielzahl von Programmen: Schulungen, Bildung und Unterstützung beim Existenzaufbau der Familien, aber vor allem der nachhaltige Wiederaufbau von bis zu 30.000 neuen und sturmsicheren Häusern.

Silay City liegt in der Provinz Negros Occidental im Nordosten der Insel Negros. 

In Silay City entsteht in Zusammenarbeit mit den kommunalen Behörden ein umfassendes und nachhaltiges Pilotprojekt mit einem Umfang von insgesamt USD 5,6 Millionen und der Zielsetzung Familien mit Kleinsteinkommen eine stabilere Zukunft zu sichern.

Innerhalb des Stadtgebietes von Silay City leben circa 10.000 Einwohner in informellen Siedlungen. Silay City liegt in einer Gefahrenzone, die häufig von Naturkatstrophen wie Überschwemmungen und Erdbeben betroffen ist. Doch nicht nur die Naturgewalten bedrohen die Einwohner: auch Vertreibungen von Familien, die sich aus der Not heraus und ohne eine legale Grundlage auf privatem Grund niederlassen mussten, soll mit diesem Projekt entgegengewirkt werden.

Durch den Bau von 546 Häusern im sogenannten Bonbon Village, wird ein Angebot für informelle Siedler geschaffen, die Gefahrenzonen zu verlassen und sich innerhalb des neugeschaffenen Bonbon Village eine sichere Zukunft aufzubauen. Aktuell wird bereits die dritte Phase des Projektes umgesetzt.

Auf einer der öffentlichen Hand gehörenden Fläche von insgesamt 76.732 m², wird neben dem Bau privaten Wohnraums eine umfassende Infrastruktur geschaffen. Darunter Gemeinschaftsgebäude und ein Marktplatz zur Stärkung des Gemeinschaftslebens. Durch den Bau von Straßen, eines Drainage-Systems zur Ableitung großer Wassermassen und septischen Tanks zur Kanalisation, unterstützt die philippinische Regierung die Kommune in diesem Projekt.

Eine Schule innerhalb des Bonbon Village ist ebenfalls angesiedelt worden. Im Rahmen eines partizipatorischen Ansatzes mit lokalen Behörden und Bürgern, können sich Familien im Bonbon Village ansiedeln. Die Voraussetzung ist, dass sie bisher in von Naturkatastrophen betroffenen informellen Siedlungen lebten und sich darüber hinaus in Gefahr befinden, aufgrund ungeklärter Landrechte aus ihren Wohnunterkünften vertrieben zu werden.

Diese Familien sind überwiegend als Tagelöhner tätig und gehen Tätigkeiten wie Rikscha-Fahrer, Erntehelfer, Verkäufer, u.a. nach.

Um im Bonbon Village eine starke Gemeinschaft aufzubauen, wird ein holistischer Ansatz mit

folgenden Maßnahmen verfolgt:

  • Bau von katastrophensicheren, umweltfreundlichen und innovativen Häusern aus einem

Bambusgerüst und Beton

  • Bau von Infrastruktur innerhalb des Bonbon Villages: Straßen, Gemeinschaftsgebäude,

Kindertagesstätte und andere öffentliche Einrichtungen

  • Stärkung der Gemeinde durch verschiedene Trainings und Gemeinschaftsaktivitäten

Projektmaßnahmen:

Wir möchten den Aufbau des Bonbon Villages unterstützen, indem wir eine Vorschule bauen oder die Grundschule um Klassenräume erweitern.

Alle Gebäude dort werden mit einer innovativen Zement-Bambus Technologie gebaut:

Durch die innovative Bauweise und den Einsatz von Zement und Bambusrahmen können die einfachen Häuser und öffentlichen Gebäude innerhalb des Projektes sowohl Erdbeben als auch Taifunen standhalten. Diese Art des Bauens bedient sich lokaler Ressourcen und ist somit besonders umweltverträglich.

Schule und Vorschule im Bonbon Village:

In Zusammenarbeit mit dem philippinischen Bildungsministerium (DepEd) und der örtlichen Verwaltungseinheit wurden bereits landesweit Klassenräume gebaut und repariert, hauptsächlich in von Katastrophen betroffenen Gebieten.

Auch im Bonbon Village soll in Koordination mit der lokalen Verwaltung eine Schule gebaut werden. Die Schule ist bereits im Plan, aber sie weist momentan noch nicht genügend Klassenräume auf, um alle Kinder des Ortes aufnehmen zu können.

Damit die Kinder bereits eine frühe Bildung erfahren und dann betreut werden können, wenn ihre Eltern einer Arbeit nachgehen, ist neben Schulräumen auch eine Vorschule in Planung. In dieser Einrichtung werden die Kinder bereits spielerisch auf die Schule vorbereitet. Aus diesem Grund wird neben dem Bau des Gebäudes auch für das Mobiliar und die erste Grundausstattung der Vorschule gesorgt. Diese besteht aus 35 Stühlen, 8 Tischen, 6 Ventilatoren, 4 Bücherregalen, einem Lehrertisch und -stuhl, 2 Tafeln und Unterrichtsmaterialien (Kinderbücher, Karten, Lernspielzeug, Turnmatten…)

Fördervolumen: 34.500 Euro

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