Savanne Longue (2017)

Bau einer Gemeindeschule

Standort:

Savanne Longue (Haiti/Südamerika)

Projektpartner vor Ort: Welthungerhilfe

Hintergrundinformationen

Savanne Longue ist eine Gemeinde (Communal Section) in Ouanaminthe im Bezirk (Département) Nord-Ost und liegt ca. 25 Kilometer von Ouamaminthe Stadt entfernt. Die Gemeinde umfasst 37,7 Quadratkilometer und hat ca. 25.000 Einwohner, welche in 74 kleinen Dörfern leben, die über die gesamte Fläche verteilt sind.

Das Dorf Doge, in welchem die neue Schule gebaut werden soll, hat ca. 3.000 Einwohner (1.100 Männer und 1.900 Frauen), die in 600 Haushalten leben. 72% der Bevölkerung sind zwischen 12 und 25 Jahren alt.

Die Gemeinde Savanne Longue leidet unter sehr schlechten Schulbedingungen:

  • Die Schulgebäude sind alle sehr marode und baufällig
  • Es fehlt an Schulmaterial und Möbeln
  • Es fehlt an gut ausgebildeten Lehrern
  • Es fehlt an Schulküchen

Wegen dieser katastrophalen Unterrichtsbedingungen schneiden die Kinder der Region bei den Prüfungen extrem schlecht ab. Viele Kinder müssen eine Klasse wiederholen oder brechen die Schulausbildung komplett ab.

In Savanne Longue gibt es keine weiterführende Schule (Secondary School) und auch keine Möglichkeit zur Berufsausbildung. Es gibt für die 74 Dörfer insgesamt 6 Grundschulen – eine staatliche Schule, vier Privatschulen und eine Gemeindeschule (Community School) in Doge. Auf diese Gemeindeschule bezieht sich der Projektantrag.

Informationen zur Schule in Doge

Die Schule hat sieben Klassen, aber nur sechs Lehrer, weshalb ein Lehrer sich auf zwei Klassen aufteilen muss. Die Schule wurde im Jahr 2000 eröffnet und besteht seitdem aus einer einfachen Holzhütte mit Blechdach, welche vorher als Lager für Erdnüsse verwendet wurden.

Mittlerweile findet der Unterricht in der benachbarten Kirche statt, da die Hütte nicht mehr genug Raum für die Schüleranzahl bot. Nur die Vorschulklasse ist noch in der Hütte geblieben. Alle sechs Klassen werden in der Kirche in nur einem Raum unterrichtet – die Klassen werden durch Bettlaken abgetrennt (siehe Foto).

Die Initiative für den Neubau eines Schulgebäudes kam von einer Gruppe junger Menschen, welche die Unterrichtsbedingungen der Region verbessern möchten.

Derzeit werden 85 Kinder (41 Mädchen und 44 Jungen) an der Schule unterrichtet. Es gibt sechs Schulklassen und eine Vorschulklasse. Es gibt keine Büroräume für die Lehrer und auch keine Lagerflächen für Schulmaterial.

Die Schulmöbel sind in einem sehr schlechten Zustand, aber es war in der Vergangenheit kein Geld vorhanden, um die Möbel zu reparieren. Die Schule verfügt nur über eine sehr baufällige Latrine aus Blech.

In staatlichen Schulen ist das Alter der Schüler streng begrenzt. In der Gemeindeschule in Doge wird erlaubt, dass auch Kinder über 12 Jahren noch die Grundschulklassen besuchen. Viele Schüler über 12 Jahren hatten bislang keine Chance auf eine Grundschulbildung. Der Großteil der Kinder ist aber zwischen 5 und 12 Jahren (inklusive der Vorschule).

Fördermaßnahmen

Folgende Maßnahmen sollen umgesetzt werden:

  • Errichtung eines Schulgebäudes mit sechs Klassenräumen
  • Errichtung eines Latrinenblocks nach SPHERE Standards
  • Errichtung eines Büros und Lagerraums
  • Installation einer Solaranlage
  • Installation eines handbetriebenen Brunnens
  • Installation einer kleinen Zisterne, um Regenwasser aufzufangen

Da die Kapazität der alten Schule sehr limitiert war, besuchen viele Kinder der Gemeinde derzeit andere weiter entfernte Schulen und müssen dafür lange Schulwege in Kauf nehmen. Nach dem Neubau der Schule können sie ebenfalls hier unterrichtet werden. Man erwartet eine Schülerzahl von 150-180 Kindern für das Schuljahr 2017 (ca. 25-30 Kinder pro Klasse).

Förderumfang: 70.000 Euro

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