Mpungwe (2015)

Bau und Ausstattung von drei Klassenzimmern und einer Zisterne

Standort:

Mpungwe (Ruanda/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Koordinationsbüro Partnerschaft Rheinland-Pfalz / Ruanda

Die Groupe Scolaire Mpungwe im Sektor Huye ist von Butare, im Distrikt Huye der Südprovinz aus, nach ca. weiteren 20 Minuten Fahrt Richtung Osten zu erreichen.

Die Schule wurde 1930 von der katholischen Diözese Butare gegründet. Die laufenden Kosten und die Gehälter werden durch den Staat bezahlt.

Derzeit besuchen 832 Schülerinnen und Schüler die Schule. Davon 62 die Vorschule, 573 die Primarstufe und 197 die Sekundarstufe im Rahmen der „9-years-basic-education“. Der Unterricht wird von 22 Lehrerinnen geleitet.

Über 150 der Schülerinnen und Schüler sind Waisen, fast 400 gelten als bedürftig. Die Schüler zahlen kein Schulgeld, sie sind angehalten nur eine kleine Gebühr für das Schulessen zu zahlen. Auch das können viele von ihnen nicht leisten. Einige der ärmsten Schüler werden regelmäßig von einer amerikanischen Organisation mit Schulkleidung und Schulmaterialien unterstützt.

Der Groupe Scolaire Mpungwe stehen zurzeit 15 Klassenräume zur Verfügung. Nach der Gründung der Schule 1930 wurde sie im Rahmen der gemeinschaftlichen Arbeit Umuganda mit Lehmziegelbauten erweitert. Neuere Gebäude wurden durch den Distrikt errichtet und bieten eine angemessene Lernumgebung.

Die traditionelle Herstellungsweise der alten Klassenräume von 1930 und 1984 erfordert einen ständigen Unterhalt der Bausubstanz. Über die Zeit verfallen die bestehenden Klassen immer mehr. Mittlerweile stellt die marode Baustruktur eine Gefahr für Schüler und Lehrer dar. Die Dächer sind undicht und immer wieder herabfallende Ziegel könnten Kinder verletzen. Ein Gebäude mit drei Klassen ist mittlerweile nicht mehr benutzbar. Das andere Gebäude mit Lehmziegelwänden, dem Ziegeldach auf Holz-Dachträgern und einem Lehmstampfboden bietet schon lange keine gute Lernumgebung für die Primarschüler.

Sechs der 15 bestehenden Klassen sind dringend zu ersetzen, wobei der Distrikt den Bau von drei Klassenräumen versprochen hat. Der Distrikt kann sich aber den Bau aller sechs benötigten Klassenräume nicht leisten. Latrinen sind vorhanden, aber es gibt keine Trinkwasserversorgung.

Der Beitrag der Gemeinde besteht im Abriss eines der Lehmziegel-Gebäude und der Vorbereitung des Baugrunds.

Förderumfang:

Teilweiser Abriss der alten Unterrichtsräume und Neubau und Ausstattung von drei Klassenräumen nach ruandischen Schulbaustandards. Errichtung einer Zisterne à 10m³, um anfallendes Regenwasser als Brauchwasser nutzbar zu machen und um zu verhindern, dass durch das Abfließen von den Dachflächen Schäden an umliegenden Alt und Neubauten entstehen.

Fördervolumen: 40.195 Euro

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