Joa Amazonas (2022)

Bau von 3 Klassenräumen, 2 Lehrerzimmern, 1 Gruppenraum, 4 Toiletten

Standort:

Joa Amazonas (Brasilien/Südamerika)

Projektpartner vor Ort:GlobalSocial-network e.V. 

Land, Region

Das Dorf der ehemals Landlosen heißt Joa Amazonas und liegt im Bundesstaat Bahia, Großraum Ilheus mit Flughafen, die Schule gehört zum Kreisgebiet und Schulverwaltungsbehörde Urucuca. Das Dorf liegt auf 2 Plantagen, die Hauptplantage nennt sich Bom Fin am Fluss Almada.


Allgemeiner Hintergrund zum Projektland

Der Bau der Grundschule ist als Teil eines Weiterbildungs- Kultur- und Umweltzentrums für ehemals Landlose in Bahia geplant.

Das Grundstück gehört der Kommune bzw. der Landesbehörde. Es liegt zudem eine Zusage der Landesbehörde für die Einstellung von Pädagogen vor.

Hintergrund zum Projekt und aktuelle Herausforderungen

Die Menschen, aus denen sich die ländlichen Siedlungen zusammensetzen, bringen einen Reichtum an Wissen, Kampf und Widerstand mit, der durch ihre Unsichtbarkeit und ihren mangelnden Zugang zu einer angemessenen formalen Bildung entwertet wird, wodurch sie letztendlich von ihren Rechten und Möglichkeiten ausgeschlossen werden. Ausgehend von dieser Annahme wird die Schule zu einem Umfeld, das die Berufe und das lokale Wissen fördert und verbessert, um Möglichkeiten für die Demokratie in Wissenschaft und Technologie auf der Grundlage von regionalem Wissen zu schaffen, das den Besonderheiten jeder Gemeinschaft und ihren traditionellen Werten Rechnung trägt. Die Umweltbildung wird zu einem wichtigen pädagogischen Instrument für den sozialen und wirtschaftlichen Übergang einer Gemeinschaft, die große Zukunftserwartungen in Bezug auf das Überleben der Umwelt und der dort lebenden Menschen hat.

Anders ausgedrückt, verstehen GlobalSocial-network e.V. und c/o Weltsichten Umweltbildung nicht nur als Antwort auf die aktuellen Herausforderungen, sondern auch aus der Perspektive einer kritischen und transformativen Bildung, die in der Lage ist, die Entwicklung von Werten und Einstellungen zu fördern, die die Menschen dazu bringen, sich in demokratische Prozesse der Umgestaltung der Modalitäten und der Nutzung der natürlichen und sozialen Ressourcen einzubringen. Soziale Technologien sind von großem Wert, wenn es um die Vorteile geht, die sich aus dem Aufbau neuer Gewohnheiten und Alternativen ergeben, die Umweltschutz und Einkommenserzielung miteinander verbinden.

Um ein Umwelterziehungsprojekt mit bäuerlichen Familien umzusetzen, ist es notwendig, kollektive Bau- und Lernräume zu schaffen, damit das vorhandene Wissen im Kontext der lokalen Bevölkerung geteilt werden kann und als Grundlage für den Veränderungsprozess dient, der vom Denken zum Handeln führt, was eine der Grundannahmen einer Sozialtechnologie ist. Daher gewinnt eine Schule, die innerhalb der Siedlung gebaut wird, noch mehr an Bedeutung, da sie für alle, die dort leben, und für alle, die die Möglichkeit haben, diesen Raum kennenzulernen, der die Praxis der Freiheit mit der Praxis einer engagierten Pädagogik ermöglicht, zu einem Umfeld der Überschreitung und Transformation wird (Hooks, 2013).

Es ist wichtig zu betonen, dass die Entwicklung von Maßnahmen mittel- und langfristig erfolgen sollte, da die Entwicklung von Technologien und Methoden mit der modernen Technologie bricht, andererseits aber auch mit verschiedenen Paradigmen aus der agrarökologischen Praxis, wie Agroforstsysteme, Integration zwischen Kulturen, Viehzucht und anderen, die zur Erhaltung der einheimischen Arten, der biologischen Vielfalt und der ökologischen und nachhaltigen Produktion beitragen. Die Bildung für sesshafte Arbeitnehmer könnte große Veränderungen herbeiführen, ohne je-doch ihre Identität zu beeinträchtigen; schließlich entstehen die Sozialtechnologien aus diesem Wissen und den instinktiven Überlebenspraktiken.

Die hohe Analphabetenrate muss jedoch gesenkt werden, denn ein großer Teil der Bevölkerung in den ländlichen Siedlungen kann weder lesen noch schreiben. Der Bau einer Schule in der Siedlung João Amazonas zielt darauf ab, Kindern im schulpflichtigen Alter den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Dazu gehören die Vorschulerziehung (Gruppe 2 bis Gruppe 5), die Grundschule I (1 Jahr bis 5 Jahre), die EJA (Bildung für Jugendliche und Erwachsene), der Kultursaal und der Mata atlântica-Saal, die exklusiven Vorschläge des Projekts sind und wichtige Zwecke im Zusammenhang mit der Einkommensgenerierung innerhalb der lokalen Gemeinschaft erfüllen.

Projektmaßnahmen / Projektbeschreibung

Das Projekt soll als „Gemeinschaftszentrum“ der sich sesshaft gemachten landlosen Bevölkerung dienen. In diesem Areal leben ca. 500 ehemals land- und mittellose Einwohner.

Sie leben in kleinen, verstreuten Häusern entlang der Straße. Es fehlt jedoch ein gemeinschaftliches Zentrum bzw. ein Ort der Begegnungen für diese Menschen.

Das Gemeinschaftszentrum soll in verschiedenen Schritten erbaut werden. Ein Teil des Zentrums bildet die zu errichtende Grundschule.

Das Projekt ist von heimischen Fachleuten geplant. Im Vordergrund der Planung und des Baus stehen die nachhaltige Bauweise und die Selbstbeteiligung der Bewohner an diesem Projekt.

Ein erster Schritt wurde schon getan: mithilfe der Architekten, Bauingenieure und Studenten wurde den Bewohnern die Herstellung von Lehmbausteinen aus vorhandenen Rohstoffen erläutert und eine Anleitung zum Selbstbau gegeben.

Fördervolumen: 40.000 Euro

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