El Adelanto (2016)

Erweiterung einer Schule

Standort:

El Adelanto (Guatemala/Südamerika)

Projektpartner vor Ort: Freundeskreis Zentralamerika 1992 e. V.

Es geht bei diesem Projekt um den Ausbau der Schule „Escuela Oficial Rural Mixta El Adelanto“ im Ort Caserío El Adelanto, Cantón Pujujil, Gemeinde Sololá. Das liegt ca. 137 km von Guatemala-Stadt entfernt.

Während des 36-jährigen bewaffneten Konfliktes in Guatemala wurde der Bezirk, in dem die Schule liegt, vom guatemaltekischen Militär zur “roten Zone” erklärt. Infolgedessen wurde der Bereich ausgegrenzt und gemieden, was unter anderem auch in Bildungsrückständen der Bevölkerung resultierte.

Der Ort Caserío El Adelanto hat 2.406 Einwohner, von denen 1.503 Kinder sind. Die Muttersprachen sind Maya Kakchiquel und Spanisch.

Die Schule läuft über das offizielle Programm “Curriculo Nacional Base” des Bildungsministeriums. In dem Programm werden Grundschulen berücksichtigt und die Lehrer werden vom Ministerium angestellt und bezahlt. Die Eltern der Kinder bezahlen nichts, jedoch wird die Einrichtung nicht vom Ministerium instandgehalten.

Der Mehrzahl der Schulen der Region fehlen deshalb Räume und Sanitäranlagen. Häufig wird diese Verantwortung den Eltern übertragen, die sich dann Hilfe bei staatlichen Organisationen suchen müssen, wie den Sozialfonds des Entwicklungsministeriums. Leider können diese oft ihre Funktion nicht ausfüllen und führen an, dass nicht genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Als Konsequenz wenden sich die Eltern an Nichtregierungsorganisationen, die gegen die Armut und fehlende Bildung in den ländlichen Gemeinden von Guatemala kämpfen.

Die Eltern wählen hierzu einen Schulrat, der dafür Sorge trägt, dass die Schule funktioniert, und der gemeinschaftliche und soziale Aktivitäten begleitet. Außerdem ruft er die Eltern dazu auf ihre Kinder zur Schule zu schicken.

Die Vorschule der „Escuela Oficial Rural Mixta El Adelanto“ wird von 70 Schülern (22 Mädchen und 37 Jungen) besucht. An der Grundschule (7-12 Jahre) werden 360 Kinder (186 Mädchen und 174 Jungen) unterrichtet. Insgesamt gibt es 20 Lehrkräfte.

Problemstellung:

Aktuell hat die Schule nicht genügend Klassenräume für die Schüleranzahl, so dass einige Stufen in kleinen Behelfs-Räumen untergebracht sind. Diese Räume sind nicht groß genug und es dringt kein natürliches Licht herein. Obwohl es eine offizielle Schule ist und das Ministerium die Lehrpläne überwacht, wird die Einrichtung wie oben schon beschrieben, vom Staat nicht beachtet.

Lösungsvorschlag:

Der geplante Bau von drei Klassenräumen und einem Lehrerzimmer ist nötig, um bessere Arbeitsbedingungen für die Schüler und Lehrer(-innen) zu schaffen und damit eine höhere Bildungsqualität zu gewährleisten. Der Bau soll erdbebensicher gebaut werden und ist konform mit den Baunormen, die im guatemaltekischen Normencode “COGUANOR” festgelegt sind.

Das Fehlen von Freiflächen auf dem Schulgelände macht ein zweites Stockwerk auf dem schon existierenden Bau notwendig. Dafür muss das erste Stockwerk strukturell mit Säulen und Balken verstärkt werden. Auf diesen ersten Stock wird eine Zwischenplatte gebaut, auf die die neuen Räume gebaut werden. All das wird in einem sogenannten lokalen Mix gebaut, mit Wänden aus Zement- und Sandblöcken, Säulen und Balken aus Beton mit Zement und verstärkt mit Stahlstäben.

Es werden Türen und Fenster mit Metallprofil und rostfreier Farbe installiert. Das Halbgeschoss wird aus einer gerippten Platte gebaut und als finales Dach des zweiten Stockwerks wird eine Metallkonstruktion und eine Abdeckleiste verwendet, deren Farbe im Ofen für mehr Haltbarkeit gebrannt wurde.

Es werden Elektroinstallationen vorgenommen, um Strom und künstliches Licht zu erzeugen.

Fördermaßnahmen:

  • Verstärkung des ersten Stockwerkes
  • Bau von 3 Klassenräumen für insgesamt 120 Schüler(innen)
  • Bau eines Lehrerzimmers
  • 1 Betontreppe

Fördervolumen: 46.182 Euro

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