Syangwa/Kitui (2017)

Bau sieben weiterer Klassenräume

Standort:

Syangwa/Kitui (Kenia/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Welthungerhilfe
In Kooperation mit der DER Touristik Foundation e.V.

Hintergrund

Die Grundschule wurde 2011 eröffnet und 2014 im Bildungsministerium registriert. Es werden SchülerInnen bis zu sechsten Klasse unterrichtet, von nur vier staatlichen Lehrenden und vier Hilfslehrern, die von der Schulgemeinschaft beschäftigt werden.

Der Unterricht findet unter inakzeptablen Bedingungen statt: Unter Affenbrotbäumen sind Lernende und Lehrende den Witterungsverhältnissen ausgesetzt. Insbesondere während der Regenzeit und an heißen Tagen leiden die Kinder. Die Lehrenden und ihre Schüler/innen wandern im Laufe des Tages mit dem Schatten des Baumes. Aufgrund dieser unhaltbaren Zustände wurde bereits ein erster Projektantrag bei der Reiner Meutsch FLY & HELP Stiftung gestellt, um drei Klassenräume zu errichten und Latrinen zu bauen. Bei diesem Bau helfen schon jetzt fast 70 Eltern, deren Kinder momentan noch nicht zu dieser Schule gehen, die aber gerne in Zukunft ihre Kinder in die Syangwa Schule schicken möchten. Doch die Kapazitäten reichen nicht aus.

Wegen der großen Armut haben die meisten Haushalte untertags nichts zu essen. Die Eltern schicken ihre Kinder auch aus diesem Grund in die Schule, wo sie zumindest eine Mahlzeit am Tag (Lunch) erhalten. Diese besteht meistens aus gekochtem Mais und Bohnen.

Die nächste Wasserstelle ist am Fluss Tiva in sieben Kilometer Entfernung. Das Wasser wird aus handgegrabenen Flachbrunnen entnommen, die Menschen und Tiere teilen, was ein Gesundheitsrisiko darstellt. Dasselbe Wasser wird, ohne Aufbereitung, als Trinkwasser, zum Kochen und für andere Haushaltsbedürfnisse verwendet.

Der Schulbesuch erfolgt unregelmäßig. Manche Kinder bleiben beispielsweise zuhause, da ihre Eltern sich die Schulentwicklungsgebühr nicht leisten können, die für die Infrastruktur erhoben wird. Die Kinder sind mit vielen Schwierigkeiten konfrontiert:

  • Fehlende Vorbilder innerhalb des Dorfes, was Schulbildung betrifft, da die meisten Eltern die Schule abgebrochen haben,
  • Unwissenheit der Eltern aufgrund von Analphabetentum,
  • Armut auf Haushaltsebene,
  • Mangelhafte Sanitärversorgung
  • Missachtung grundlegender Kinderrechte, darunter des Rechts zu spielen, des Rechts auf Bildung sowie des Rechts auf Grundversorgung.

Trotz all dieser Schwierigkeiten sind die Eltern motiviert, mit der Errichtung der notwendigen Infrastruktur zu beginnen und so diesen Teufelskreis aus Armut und Analphabetentum zu durchbrechen, der die Zukunft ihrer Kinder und zukünftiger Generationen bedroht. Sieben Klassenzimmer (zwei für den Kindergarten und fünf für die Grundschule) sollen gebaut und ausgestattet werden. Auch Schulbücher werden angeschafft. Hygienetrainings werden durchgeführt. Es werden Trainings zu konservierender Landwirtschaft und Ernährung sowohl für Lernende als auch für Eltern durchgeführt.

Geplante Maßnahmen

  • Bau von sieben Klassenräumen (zwei für den Kindergarten und fünf für die Grundschule).
  • Bau eines Verwaltungsraumes (für Lehrer, für Schulmaterial)
  • Ausstattung von sieben Klassenräumen mit Standard-Schreibtischen und Lehrbüchern.
  • Ausstattung des Schulspielplatzes mit Sportgeräten.
  • Schulung der Eltern in Management und Organisation sowie Diversifizierung der Existenzgrundlagen.
  • Hygieneschulung für Lernende, insbesondere für Mädchen bezüglich Themen in Zusammenhang mit der Pubertät.
  • Kapazitätenaufbau hinsichtlich konservierender Landwirtschaft und Ernährung für Lernende und Eltern.
  • Sammeln von Regenwasser inkl. Speicherkapazität.

Förderumfang: 77.300 Euro

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nachher

im Bau

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