Oltepeleki (2023)

Bau von 6 Klassenräumen, Büros inkl. Möbeln, 2 Toilettenblöcke, Lehrerhaus und Wassersystem

Standort:

Oltepeleki (Tansania/Afrika)

Projektpartner vor Ort: upendo e.V.

Land, Region

Die neue Schule soll in Oltepeleki gebaut werden, das ist ein Unterdorf des Dorfes ist Loibor-Siret und liegt ca. 4 km entfernt. Es gibt sieben weitere Unterdörfer von Loibor-Siret und vier sollen von der neuen Schule in Oltepeleki mitprofitieren.

Oltepeleki und die umliegenden vier Unterdörfer haben eine Bevölkerung von 5.046 Menschen.
724 Kinder, darunter 574 besuchen die Loibor-Siret Primary School, die einzige Grundschule in der Umgebung mit mehr als 1.230 Schülern. Über 150 Kinder aus der Unterdörfern gehen überhaupt nicht zur Schule.

Allgemeiner Hintergrund

Unser Partner arbeitet viel mit den Urvölkern der Massai zusammen. Durch Sensibilisierungsarbeit werden die Menschen an den Gedanken herangeführt, ihre Kinder beschulen zu lassen. Und die Erfolge sind gut.

Diese Gemeinschaften haben ein Stadium erreicht, wo sie erkennen, dass Bildung ein Werkzeug sein kann, um Entwicklungsveränderungen herbeizuführen. Der Wandel von Denkweisen, Einstellungen und Wahrnehmungen dieser Menschen gegenüber Bildung verändert sich. Sie fangen an, über den Bau von Schulen nachzudenken, um Bildung zu etablieren. Loibor-Siret ist ein Beispiel dafür.

Das Problem ist jedoch, dass Loibor-Siret mit 15.000 Einwohnern im Umkreis die einzige Grundschule hat – dort werden aktuell 1.230 Schüler unterrichtet.

So konnten bisher nicht alle Kinder in Loibor-Siret beschult werden, weil es keine Schulen in den jeweiligen Unterdörfern gibt, es zu weit bis zur einzigen Grundschule ist und die weiten Schulwege wegen wilder Tiere oder saisonal überfluteter Flüsse zu gefährlich für die Kinder sind.

Im Februar 2022 gab es bereits zwei Unfälle am Fluss. Eine Person ist ertrunken, die Leiche wurde später am Flussufer gefunden. Und einige Wochen später ist eine Schülerin fast ertrunken, sie konnte gerettet werden.

Hintergrund zum Projekt und aktuelle Herausforderungen

Das Unterdorf Oltepeleki hatte versucht, selbst eine Vorschule für die Kleinsten zu bauen, jedoch reichten die private Mittel nur für den halben Rohbau. Die Gemeinde bemüht sich aber, den Bau aus eigenen Mitteln fertigzustellen.

Schulen müssen in Tansania von der Kommune gebaut werden, der Staat übernimmt und betreibt sie dann. Die Kommunen haben aber oft nicht das Geld, eine Schule zu bauen. Oft fängt eine Dorfinitiative an, Geld für eine Schule zu sammeln und beginnt auch mit dem Bau. Selbst nach Jahren sieht man aber nur halbfertige Gebäude.

Eine vollständige Grundschule besteht aus acht möblieren Klassenzimmern mit drei Lehrerbüros, zwei Toilettenblöcken für Mädchen und Jungen, zwei Lehrerhäusern 2-in-1 und der Installation von Solar- und Wassersystemen bestehen.

In sehr abgelegenen ländlichen Gegenden ist es üblich und notwendig, den Lehrern Unterkünfte zur Verfügung zu stellen, damit sie dauerhaft an der Schule bleiben und ihre Familien zu sich hole können.


Eine der wichtigsten Infrastrukturen in einer neu gegründeten Schule ist der Bau von Grubenlatrinen für Schüler und Lehrer. Zu diesem Zeitpunkt reicht ein Toilettenblock mit 16 Grubenlatrinen aus.

Das Regenwassernutzungssystem umfasst die Installation von Dachrinnen um die Dachfläche herum sowie die Installation von genügend Wassertanks.

Alle Infrastrukturmaßnahmen entsprechen den technischen Anforderungen der tansanischen Regierung für den Schulbau. Der Bau der Grundschule wird in Phasen vorgeschlagen, Schritt für Schritt, abhängig von der Bereitstellung der Mittel.

Projektmaßnahmen / Projektbeschreibung

Es sollen sechs  neue Klassenzimmer mit zwei Lehrerbüros, zwei Toilettenblöcken mit 32 Grubenlatrinen und einem Lehrerhaus 2-in-1 entstehen. Die Klassen und das Büro werden mit Möbeln ausgestattet. Außerdem wird ein Wassersystem errichtet.

Nach Fertigstellung der Klassenräume werden diese an die Bezirksregierung zur Verwaltung und zum Eigentum übergeben und der Unterricht beginnt. Lehrer werden von der Bezirksregierung gestellt und bezahlt.

Projektziele:
● Reduzierte Gehwege für Kinder, die in Makuyuni Juu und anderen Unterdörfern leben;
● Reduzierung der Gefahr für die Kinder auf dem Schulweg bei überfluteten Flüssen
● Steigende Zahl von Schülern mit Zugang zu Schuleinrichtungen;
● Eine Schule mit modernen Gebäuden, die eine gute Lernumgebung bieten;
● Ein gut installiertes Wassergewinnungssystem;
● Ein gut installiertes Solarstromsystem für die Beleuchtung;

Fördervolumen: 182.342 Euro

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