Muyira (2019)

Bau von drei Klassenräumen, Büro und einer Zisterne

Standort:

Muyira (Ruanda/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Koordinationsbüro Rheinland-Pfalz/Ruanda

Das Projekt wird in Kooperation mit der Ruandahilfe Hachenburg umgesetzt.

Hintergrund und Problemstellung:

Die Ecole Primaire Muyira (S 02˚37.882‘ E 029˚46.834‘ Alt.1725m) befindet sich in der Südprovinz Ruandas, einige Kilometer hinter Butare in Richtung dem Distriktort Gisagara. Sie ist auf den letzten Kilometern über eine gut befahrbare Piste zu erreichen. Von Kigali beträgt die Fahrzeit ca. 2,5 Stunden. Die Schule wurde von der Distriktverwaltung Gisagara als besonders förderungswürdig vorgeschlagen.

Die EP Muyira wurde im Jahr 1952 von der katholischen Kirche gegründet und 1967 vom ruandischen Bildungsministerium MINEDUC anerkannt. Heute besuchen 1.185 Kinder (512 Mädchen und 673 Jungen) die Grundschule in Muyira. Von den Kindern sind 98 Waisen. Der Unterricht wird von 12 Lehrkräften geleitet. Lehrergehälter werden vom Distrikt bezahlt.

Die Ecole Primaire Muyira hat ein sehr großes Einzugsgebiet. Sie bietet den vom ruandischen Staat vorgegebenen Unterricht der ersten sechs Klassen. Es besteht Schulpflicht und der Besuch der Grundschule ist frei von Schulgebühren. Die Schule würde gern mehr Schüler aufnehmen. Ausreichend Klassenräume für die ständig steigende Schülerzahl sind allerdings nicht vorhanden. Dazu soll auch die Grundschule in Muyira das Unterrichtsangebot auf „9-years-basic-education“ erweitern. Die Bereitstellung zusätzlicher Infrastruktur wird damit dringend erforderlich.

Die Schule besteht aus sechs Gebäuden mit insgesamt 22 Klassenräumen. Nur ein Gebäude mit drei Klassenräumen entspricht den Child-Friendly-School-Standards und den heutigen Bauvorgaben des ruandischen Bildungsministeriums. Die restlichen Gebäude in Muyira sind alt, in Ziegelbauweise oder aus Lehmziegeln gebaut und zumindest renovierungsbedürftig. Zwei Gebäude mit sechs Klassenzimmern in Lehmziegelbauweise müssen dringend abgerissen werden, da sie kaum noch für den Unterricht zu nutzen sind. Die Klassenräume sind klein und dunkel. Die Fenster mit Holzläden ermöglichen auch in geöffnetem Zustand keine gute Belichtung. Die Ziegel-Dachdeckung auf den unbearbeiteten Holz-Dachträgern ist undicht. Eindringendes Regenwasser hat Schulmöbel und den abgenutzten Betonboden weiter beschädigt. Bei einem weiteren Gebäude fehlt das Dach.

Nur 12 Klassenräume bieten eine halbwegs akzeptable Lernumgebung für die über 1.100 SchülerInnen. Generell findet der Unterricht der Primarstufe in zwei Tagesschichten am Vor- und am Nachmittag statt. Die Klassengrößen liegen trotzdem oft bei 50 Kindern pro Klasse, Tendenz steigend.

Für die gesamte Schülerzahl stehen in Muyira 24 Latrinenkabinen zur Verfügung, deren Zustand als mangelhaft angegeben wird.

Lösungsvorschlag:

Zusammen mit den Verantwortlichen der Schule wurden der Bau und die Ausstattung von einem Gebäude mit drei Klassenräumen und einem Büro und die Installation einer Regenwasserzisterne als dringendste Maßnahme definiert.

Ziel ist die Verbesserung der Unterrichtsbedingungen für die jungen Schülerinnen und Schüler und die Verbesserung der Lehrbedingungen an der Ecole Primaire Muyira. Die Schaffung neuer Schulinfrastruktur kann den angestrebten Wechsel der Grundschule zur „9-years-basic-education“ erleichtern und ermöglichen.

Die Schule wird, zusammen mit der Elterngemeinschaft, die Vorbereitung des vorgesehenen Baugeländes für den Neubau organisieren.

Eine Zisterne mit 10m³ fängt abfließendes Regenwasser der Dachflächen auf und stellt es als Brauchwasser bereit. Damit wird auch verhindert, dass Regenwasser unkontrolliert abfließt, wodurch Schäden an umliegenden Alt- und Neubauten entstehen können.

Fördervolumen: 39.077 Euro

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nachher

Einweihung

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