Leyte (2016)

Wiederaufbau von zwei Klassenräumen an einer zerstörten Grundschule

Standort:

Leyte (Philippinen/Asien)

Projektpartner vor Ort: World Vision

Das Projekt liegt in der Provinz Leyte im Ort Bantigue Ormoc / Purok.

Die Provinz Leyte ist eine der am häufigsten von Taifunen heimgesuchten Provinzen der Philippinen. Der Supertaifun Haiyan war die größte und verheerendste Naturkatastrophe in der Geschichte des Landes. Das Unglück forderte tausende Opfer, verwüstete die Infrastruktur, zerstörte Häuser, Ernten und landwirtschaftliche Flächen. Bevor der Sturm die Provinz traf, hatten die lokalen Behörden mit verschiedenen lokalen und internationalen Partnerorganisationen einen Katastrophenschutzplan erstellt. Teil dieses Plans war ein sicheres Evakuierungszentrum für Familien, die in nicht bebaubaren Gebieten leben. Diese sind besonders gefährdet, von Erdrutschen, Spring- und Sturmfluten betroffen zu sein.

Zu den sicheren Evakuierungszentren in den einzelnen Gemeinden und Städten zählen Schulgebäude, Gesundheitszentren, Versammlungshallen, Turnhallen usw. Der häufigste Gebäude-Typ, der die meisten Evakuierten aufnehmen kann, ist das örtliche Schulgebäude. Die Bildungsbehörden können nicht alle Schulen in der Provinz Leyte, die vom Taifun Haiyan getroffen wurden, versorgen. Die Schulleiter und Lehrkräfte suchen daher selbst nach finanzieller Unterstützung, um Schulgebäude instandzusetzen. Die Grundschule Lorenzo Y. Palou, Purok 1 im Bantigue Ormoc (City Leyte) wurde teilweise zerstört und hat ebenfalls noch keine Unterstützung beim Wiederaufbau erhalten. Dort fehlt es an Klassenräumen, um alle 374 Kinder und 12 Lehrer aufnehmen zu können. Gleichzeitig würden durch einen Neubau neue mögliche Evakuierungsräume für die rund 2.500 Einwohner der Gemeinde Bantigue entstehen. Im Katastrophenfall können von hier aus außerdem 10.000 Menschen aus den benachbarten Barangays (Dörfer) versorgt werden.

Förderumfang:

Es sollen zwei neue Unterrichtsgebäude gebaut werden, um die Grundschulausbildung in einem sicheren und geschützten Umfeld zu verbessern. Es wird in mehreren Schichten in dem Gebäude gelernt – so kommt die oben genannte Schülerzahl zustande.

Ein internationales Architektenbüro wird das Projekt beratend begleiten und Zeichnungen sowie technische Spezifikationen anfertigen. Denn bei der Gestaltung der Klassenräume werden die Grundsätze des Katastrophenschutzes (Disaster Risk Reduction, DRR) berücksichtigt, damit sie künftigen Unglücken standhalten können. Im Zuge des Wiederaufbaus der Klassenzimmer werden zusätzlich Sanitäreinrichtungen („WASH facilities“) getrennt für Mädchen und Jungen gemäß den Vorgaben des Bildungsministeriums gebaut.

Von der neuen Schule profitieren die bedürftigen Familien vor Ort. Viele ortsansässige Personen können beim Bau mitarbeiten und damit zum Familieneinkommen beitragen. Die Baustoffe werden im Gebiet gekauft. Die Kommunalbehörden und andere staatliche Stellen sind im Gebiet vertreten und können bei Problemen angesprochen werden. Es wird eng mit den lokalen Behörden zusammengearbeitet.

Förderumfang: 34.571 Euro

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