Kirerema II (2020)

Bau von vier Klassenräumen und zwei Zisternen

Standort:

Kirerema II (Ruanda/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Partnerschaft Rheinland-Pfalz/Ruanda 

Hintergrund:

Der derzeitige Zustand der meisten ländlichen Schulen in Ruanda ist sehr schlecht.

Entweder fehlt es an Klassenräumen für die ständig wachsende Anzahl an Kindern, so dass die Klassenzimmer sehr überfüllt sind und die Kinder teilweise draußen unter Bäumen lernen müssen.

Oder die bestehenden Gebäude sind so marode, dass Einsturzgefahr besteht. Sie bestehen meist aus gebrannten Ziegeln und Holzträgern für das Wellblech-Dach. Aufgrund kleiner Fenster fällt kaum Licht in die Räume.

Die Dächer sind oft undicht, so dass die Schüler bei Regen nass werden. Und manchmal werden auch bei Sturm ganze Dächer abgedeckt.

Die sanitären Verhältnisse sind oft unzumutbar. Fehlende Waschgelegenheiten und Toiletten sind keine Seltenheit.

Die Ecole Primaire Kirerema befindet sich im Kanzenze Sektor, Nyaruguru Rubavu in der West Provinz von Ruanda. Die Fahrt über Musanze dauert ca. 2 ½ bis 3 Stunden. Die Schule ist leicht erreichbar, da sie sich direkt an der Hauptstraße nach Gisenyi befindet.

Die Grundschule in Kirerema wurde 1984 von der AGEG (Association des Eglises Baptiste au Rwanda) gegründet und hat heute den Status "free state supported". Die Schule wird von der AGEG geführt. Der Staat bezahlt die Gehälter der 6 Lehrerinnen und 4 Lehrer und stellt Unterrichtsmaterialen zur Verfügung. 

Derzeit besuchen 823 Schülerinnen und Schüler (404 Mädchen und 419 Jungen) die Grundschule. 57 der Kinder sind Waisenkinder oder kommen aus sehr armen Verhältnissen. Der Unterricht findet in zwei Schichten am Morgen und Nachmittag statt und wird von 10 Lehrerinnen und Lehrern geleitet. 

Während der letzten Reise der “Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP” und “vos amis d'Allemagne” wurden die zwei fertigen Klassenzimmer mit Büro besichtigt. Es bestand der Wunsch, ein weiteres Projekt zu planen: Das alte Dach des bestehenden Gebäudes sollte renoviert werden.

Dass fast alle Dächer mit asbesthaltigen Faserzementplatten gedeckt waren, stellt ein Problem dar, denn seit einiger Zeit hat die ruandische Regierung gefordert, dass diese ersetzt werden.

Wenige Wochen nach der Besichtigung reparierte das Bezirksamt Rubavu das Dach des alten Gebäudes. Jedoch ist es dadurch in den Klassenzimmern dunkel geworden, da zu wenig Licht durch die kleinen Fensteröffnungen fällt. Das alte Gebäude hat keine Verglasung und nur einfache Holzfensterläden. 

Das Bezirksamt versprach aber die gesamte Renovierung fortzusetzen, um den heutigen Schulstandards zu entsprechen. Heutzutage werden die Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter in zwei Schichten unterrichtet. Mit Beginn des Schuljahres 2018 wurde diese Struktur verändert. Man begann Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse in nur einer Schicht über den ganzen Tag zu unterrichten. Diese Struktur wird nun auch für die fünfte Klasse umgesetzt und wird im kommenden Jahr 2020 auch für die vierte Klasse übernommen.

Seit Beginn dieses Bildungssystems bekam die Schule nur zwei zusätzliche Klassenzimmer. Aufgrund des veränderten Schulalltags braucht die Ecole Primaire Kirerema jedoch noch viele weitere. 

Für die 823 Schülerinnen und Schüler und 10 Lehrerinnen und Lehrer stehen momentan 11 Latrinenhütten zur Verfügung.

Es gibt nur eine Regenwasserzisterne auf dem neuen Grundstück, aber man hat Zugang zu einer Süßwasserquelle. Die Schule benutzt nun auch die öffentliche Stromversorgung.

Angesichts der steigenden Schülerzahlen und der ständigen Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Bildung ist es dringend notwendig, die Schulinfrastruktur an der Ecole Primaire Kirerema zu verbessern.

Projektmaßnahmen: 

Ein Gebäude mit vier Klassenzimmern soll nach heutigem Schulstandard errichtet werden. Zwei 10 m³ Zisternen werden gebaut, um zu verhindern, dass unkontrolliert Regenwasser von den Dachflächen fließt und Gebäude beschädigt werden.

Zusammenfassung Aktivitäten

- Bau und Ausstattung von 4 Klassenräumen

- Installation von 2 Regenwasserzisternen à 10 m³

Fördervolumen: 54.078 Euro

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