Kirerema I (2018)

Bau und Ausstattung von zwei Klassenzimmern, Büro und Zisterne

Standort:

Kirerema I (Ruanda/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Koordinationsbüro Partnerschaft Rheinland-Pfalz / Ruanda

Hintergrund:

Die Ecole Primaire Kirerema liegt im Sektor Kanzenze im Distrikt Rubavu. Die Anfahrt über Musanze dauert etwa 2 ½ bis 3 Stunden. Die Schule ist gut erreichbar, da sie direkt an der Hauptverbindungsstraße Richtung Gisenyi liegt.

Die Grundschule in Kirerema wurde 1984 durch die AEBR (Association des Eglises Baptiste au Rwanda) gegründet und hat heute den Status „frei-staatlich unterstützt“. Die Schule ist in Trägerschaft der AEBR, der Staat übernimmt Kosten für Lehrergehälter und stellt Unterrichtsmaterialien.

Zurzeit besuchen 791 Schülerinnen (380) und Schüler (411) die Grundschule. 181 der Kinder sind Waisen oder stammen aus sehr armen Verhältnissen. Der Unterricht ist in zwei Schichten am Vor- und Nachmittag organisiert und wird von 8 Lehrkräften geleitet.

Der Direktor hat bei der letzten Reise der Reiner Meutsch Stiftung den Kontakt zu FLY & HELP gefunden und seine Schule vorgestellt.

Nach Eingang und Prüfung der ruandischen Anfrage vom Februar 2017, wird das Projekt als förderungswürdig befunden.

Problemstellung:

Die Grundschule in Kirerema hat fast 800 SchülerInnen und verfügt über nur 6 Klassenräume, die stark renovierungsbedürftig sind. Das älteste Schulgebäude, mit dem die Schule gegründet wurde, ist aus Ziegelmauerwerk errichtet und stellt 4 Klassenräume. Über die Jahre gab es einfache Anbauten in Lehmziegelbauweise, mit zwei Klassenräumen und einem kleinen Raum, der als Büro und Lager für Unterrichtsmaterialien verwendet wird.

Die Anbauten aus Lehmziegeln weisen eine sehr schlechte Baustruktur auf. Zwei Klassen haben zumindest Fenster und gute Dachbleche, aber das Dachtragwerk ist aus unbearbeitetem Rundholz. Die Dachdeckung der anderen Räume ist undicht, was die Fortsetzung des Unterrichts bei Regen fast unmöglich macht. Die Wände, Tafeln, Verputz und Böden sind in allen Räumen schadhaft.

Die Grundschule verfügt über kein Gebäude, das heutigen Schulbaustandards gerecht wird. Die Klassenzimmer sind dunkel, weil durch die kleinen Fensteröffnungen zu wenig Licht einfällt. Der Block mit 4 Klassen hat keine Verglasung und nur einfache Holzläden.

Die hygienische Situation ist problematisch. Für die gesamte Schülerzahl und die Lehrer stehen nur 11 Latrinenkabinen zur Verfügung, die baulich in sehr schlechtem Zustand sind.

Die Schule hat noch keinen Stromanschluss. Die öffentliche Stromversorgung liegt allerdings nur ca. 100 Meter entfernt. Da das neue Gebäude eine Beleuchtung und Stromanschlüsse vorsieht, kann die Schule unkompliziert den Anschluss an die Stromleitung organisieren.

Lösungsvorschlag:

Neubau und Ausstattung von einem Gebäude nach heutigen Schulbaustandards, mit zwei Klassenräumen und einem Büro.

Damit das anfallende Regenwasser nicht unkontrolliert von den Dachflächen abfließt, was Schäden am Neubau und der umliegenden Bebauung verursachen kann, wird eine Zisterne mit 10m³ errichtet.

Fördervolumen: 30.870 Euro

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