Kimelok - Kimotorok (2019)

Sanierung und Fertigstellung von insgesamt 9 Räumen

Standort:

Kimelok - Kimotorok (Tansania/Afrika)

Projektpartner vor Ort: upendo

Hintergrund:

Die Schule befindet sich im Dorf Kimetorok; eines der 3 Dörfer im Bezirk Loiborsiret und liegt 36 km südlich von Loiborsiret, entlang der Hauptstraße nach Babati, dem wirtschaftlichen Zentrum der Manyara Region. Der Bezirk Loiborsiret hat 13.560 Einwohner (Volkszählung 2012). Das Dorf Kimotorok besteht aus 4 Teilorten und hat 4.973 Einwohner (3100 Frauen, 1873 Männer); 1.491 davon sind Kinder.

Ungefähr 800 dieser Kinder sind bereits 7 Jahre alt und könnten eingeschult werden. In Tansania muss ein Kind 7 Jahre alt sein, um die erste Klasse der Primarschule besuchen zu dürfen. Heutzutage erfolgt die Einschulung, nachdem ein Kind den Kindergarten besucht hat.

Der Schulname Kimelok bedeutet "Etwas Süßes und Köstliches", eine Anspielung auf die Früchte, die die Schule in Zukunft tragen soll. 

Die Kimelok-Primarschule hat 293 Schüler, 104 Mädchen und 189 Jungen; aber keinen Kindergarten, obwohl ein solcher in Tansania gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Schule hat derzeit nur 3 männliche Lehrer.

Der Schulbetrieb begann 2002 mit 4 Klassenräumen. Kinder aus dem Dorf Kimotorok mussten 36 km zur Schule in Loiborsiret laufen. Viele dieser Kinder wohnten notgedrungen bei Verwandten, da sie nicht jeden Tag von ihrem Dorf zur Schule in Loiborsiret und nach Hause gehen konnten. Es gibt/gab auch Kinder, die teils ohne Begleitung durch die Wildnis gehen mussten, um zur Schule zu gelangen. Die Gemeinde wollte eine Schule in ihrem Dorf haben, um die Situation der Kinder zu verbessern, daher die Gründung der Kimelok Primarschule. Die Zahl der damals gebauten Klassenzimmer war anfangs nicht genug, um den Anforderungen gerecht zu werden, und so erhöhte die Gemeinschaft kontinuierlich die Anzahl der Räume trotz ihrer begrenzten Ressourcen und Fähigkeiten.

Über die Zeit kamen so 5 weitere Klassenräume dazu, die jedoch nicht fertig gestellt wurden. Die vorhandenen 9 Klassenräume sind der derzeitigen Anzahl an Schülern angemessen. Die vorhandenen Gebäude sind in unterschiedlichem Zustand: Die 4 ursprünglichen Klassenräume wurden nie renoviert. Die Farbe ist von den Wänden abgeblättert, die Böden sind stark abgenutzt und sandig und daher renovierungsbedürftig. Die Fensterrahmen sind instabil und der Betonsturz ist teilweise abgebröckelt.

Die 5 zusätzlichen, unfertigen Gebäude werden – so wie sie sind – als Klassenräume genutzt. Diese Gebäude haben weder Türen noch Fenster, und auch keinen gebrauchsfertigen Fußboden (manche Räume sehen eher wie ein Sandkasten aus); die Wände müssten fertiggestellt und gestrichen werden. Die Giebelseite der Dächer ist ebenfalls nicht fertig gestellt. 

Es gibt derzeit insgesamt nur 8 Grubenlatrinen, welche von Jungen, Mädchen und Lehrern gleichermaßen benutzt werden müssen. Diese haben keine Türen und die Gruben sind bereits voll. Dieser Zustand stellt bereits jetzt ein Gesundheitsrisiko dar und muss daher dringend behoben werden.

Es gibt insgesamt 4 Schulgebäude, welche die 9 Klassenräume beherbergen. Neben einem der Gebäude stehen 2 Wassertanks mit einer Kapazität von jeweils 10.000 Litern. Das zweite Gebäude besitzt Dachrinnen, die in die 2 Wassertanks münden. Die Schule besitzt 2 Gebäude, die keine Dachrinnen haben. Viele Kubikmeter saisonalen Regenwassers gehen jedes Jahr verloren, weshalb Regenwasser in Zukunft gesammelt und gelagert werden soll. Die Schulgemeinschaft benötigt Regenwasser, da Wassermangel herrscht und andere Wasserquellen fehlen. Die Einrichtung hat keine anderen Möglichkeiten, Wasser zu nutzen, und die nächste verfügbare Wasserquelle im Dorf ist eine unvollständige Bohrung, die 7 km entfernt ist.

Projektbeschreibung Phase 1:

An der Kimelok-Primarschule müssen Klassenräume, Büros und Toiletten renoviert werden und das System zur Regenwassernutzung muss verbessert werden.

Der Zustand der 9 Klassenräume hat zu schlechten Schulleistungen beigetragen, weil er unter den geforderten Standards liegt, die nötig sind, um den Schülern ein optimales Lernumfeld zu bieten.

Um die Qualität des Gebäudes und der Umwelt zu verbessern, benötigen 4 der Klassenräume und 1 Büro zwischen Klassenzimmern in einem der Gebäude größere Renovierungen der Böden Fenster, Türen und Wandanstriche. Die Fenster und Türen müssen ersetzt und/oder mit Gittern und Glas verstärkt werden.

Die restlichen 5 Klassenräume benötigen eine dringende Fertigstellung der Dächer sowie des Wandanstrichs, damit die Schüler in einer geschützten Atmosphäre lernen können. Die Konstruktion dieser Klassenzimmer ist teilweise fertig, die Dächer müssen fertiggestellt werden, es ist notwendig, die Böden, die nicht fertiggestellt wurden, mit Bodenbelag auszustatten, die Wände und Fensteröffnungen zu verputzen und Türen einzubauen.

Wo noch nicht vorhanden, müssen Dachrinnen installiert werden, um Regenwasser zu sammeln. Insgesamt wird das Projekt sicherstellen, dass die benötigten 9 Klassenräume und 1 Lehrerbüro in gutem Zustand sind, um eine produktive Lernumgebung in der Schule zu bieten. Das Büro muss auch mit Tischen und Stühlen ausgestattet werden.

Die Bereitstellung von Kindergarteneinheiten in dieser Schule wird ein erster Schritt sein, um von der großen Anzahl von Kindern zu Hause wegzukommen.

Die derzeitigen 8 Grubenlatrinen dienen der gesamten Schule. Die Schulgemeinschaft benötigt 2 neue Latrinenblöcke mit je 16 Grubenlatrinen, die den Schülern und Lehrern zur Verfügung stehen.

Es besteht die Möglichkeit, Regenwasser zu nutzen, wenn das Wassergewinnungssystem verbessert wird.

Der Vorschlag sieht auch die Renovierung von zwei bestehenden Betonwassertanks mit jeweils 10.000 Litern und die Installation von Dachrinnen vor. Dadurch wird das vorherrschende Problem der Wasserknappheit in der Kimelok-Primarschule weitgehend reduziert, ohne dass in Phase 1 der Renovierung ein neuer, dritter Wassertank gebaut werden muss.

Phase 2:

Im zweiten Schritt ist der Bau eines Doppelwohnhauses und eines Wassertanks für Lehrer geplant.

Die Schule hat derzeit nur 3 männliche Lehrer; ein Lehrer ging in Rente und ein weiterer an eine andere Schule. Die Kimelok-Primarschule ist weit abgelegen und isoliert; es mangelt in der Gegend an grundlegender Infrastruktur wie Trinkwasser, Einkaufs- oder Transportmöglichkeiten; es gibt zu wenige Wohnhäuser und es fehlt auch an anderen Dingen des täglichen Bedarfs; zudem gibt es keine ausreichende Gesundheitsversorgung. All dies erschwert es den Lehrern, sich dafür zu entscheiden, in dieser Schule zu bleiben. Die Lehrer/Schüler-Quote liegt derzeit bei 1:98.

Der Mangel an angemessenem Wohnraum für Lehrer ist eine große Herausforderung der Schule. Die Gemeinde konnte keine Lehrerhäuser bauen. Dies ist einer der Hauptgründe, warum Lehrer nicht in Kimelok bleiben und leben wollen. 

Laut den Aufzeichnungen des Dorfes Kimotorok gibt es dort ungefähr 800 Kinder im schulfähigen Alter. Die Gesamtzahl der Schüler in dieser Schule beträgt nur 293. Die restlichen (mehr als 500) Kinder sind nicht in der Schule eingeschrieben. Jeder der 3 verfügbaren Lehrer ist jeweils direkt für 98 Kinder verantwortlich; diese Quote ist mehr als doppelt so hoch wie der empfohlene Wert von 1:45.

Die Phase 2 sieht vor, einen Regenwassertank und ein Wohnhaus für 2 Lehrerfamilien zu bauen. Dies wird den Lehrern ausreichend Raum bieten, sich psychologisch auf die Erziehung der Kinder zu konzentrieren und dazu beitragen, die Lehrer an der Schule zu halten. Die Angestelltenhäuser haben Toilette (Gruben), Küche und Abstellraum im Hinterhof.

Fördervolumen: 99.000 Euro

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nachher

Einweihung

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Utilili

Bau einer Grundschule mit fünf Klassenzimmern

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