Kikpeou (2021)

Bau von vier Klassenräumen und Büro

Standort:

Kikpeou (Togo/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Ossara e.V.

Hintergrund

Die Einwohner in Kikpeou gehören den ethnischen Gruppen Lamba, Kabye, Nawdeba und Bassar an. Sie leben von der Landwirtschaft und Viehzucht und bauen u. a. Mais, Hirse, Maniok sowie Yams an. Zum Vieh gehören in diesem Dorf Hühner, Ziegen und Schafe. Die Erträge aus der Landwirtschaft werden teilweise auf dem wöchentlichen Marktplatz unter freiem Himmel veräußert.

Wegen des tropischen Klimas besteht das Jahr nur aus zwei Jahreszeiten: einer Trockenzeit (von Mitte Oktober bis Mitte April) und einer Regenzeit (von Mitte April bis Mitte Oktober). Die Dorfbewohner*innen können wegen dieser durch das Klima bestimmten Gegebenheit und der fehlenden Bewässerungstechniken die Landwirtschaft nicht ganzjährig betreiben.

Der aktuelle Klimawandel wirkt sich zudem negativ auf die Ernten aus, weil es in der Regenzeit immer seltener regnet und die Ernte kaum zur Selbstversorgung reicht. In Kikpeou gibt es weder Strom noch eine Gesundheitsstation, wobei das ursprünglich noch größere Problem der Dorfbewohner*innen bei der Wasserversorgung lag. Um der Dorfgemeinde den Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen, hat unser Partner bereits im Februar 2019 einen Pumpbrunnen neben dem Schulstandort bohren lassen. Der alte Brunnen in der Dorfmitte wurde ebenso saniert, sodass nun genügend Wasser auch für weitere Bauvorhaben vorhanden ist. Das Dorf beteiligte sich damals sowohl finanziell als auch personell.

Das Dorf Kikpeou ist eines der während der Kolonialzeit entstandenen Dörfer zwischen der Kleinstadt Bassar und dem Kanton Kabou. Das Dorf zählt heute etwa 780 Einwohner*innen und liegt ca. 460 km nördlich von der Hauptstadt Lomé. Kikpeou ist dank einer neu asphaltierten Straße gut erreichbar.

Seit 1993 hat das Dorf eine relativ kleine Grundschule, die durch die Dorfinitiative aus Lehmziegeln gebaut wurde. Das Gebäude muss jedes Jahr nach der Regenzeit neu verputzt werden, damit es nicht zusammenbricht. Es verfügt lediglich über 3 Klassenräume für die Klassen 1 bis 6 – und eine weitere Lehm-Blechhütte für die Vorschulkinder. Die Schule zählt im Schuljahr 2019/2020 insgesamt 142 Schüler/innen, die aufgrund der mangelnden Klassenräume zweizügig unterrichtet werden.

Die provisorischen Bauten bieten kaum Schutz vor dem stürmischen Regen. In der Regenzeit fällt daher der Unterricht öfter aus. Zudem haben Kinder und Lehrkräfte keine ausreichenden Sitzmöglichkeiten und sind Stichen bzw. Bissen von Insekten ausgesetzt. Mit dem vorhandenen Pumpbrunnen strebt nun die Gemeinde in Kikpeou den Bau eines modernen Schulgebäudes für die wissensdurstigen Kinder dieses Dorfes an. Die Grundschule verfügt bereits über Sanitäranlagen.

Die prekären Verhältnisse erschweren erheblich die Lernqualität und beeinträchtigen folglich den Schulbesuch der Kinder in Kikpeou.

Projektmaßnahmen:

An der Grundschule Kikpeou soll ein Schulgebäude mit 4 Klassenräumen, Büro- und Lagerraum gebaut werden, damit Schüler*innen an dieser Schule bessere und vor allem sichere Lernbedingungen haben.

Die Dorfgemeinde bzw. der Elternrat erklärt sich – wie schon beim Brunnenprojekt – bereit, mitzuwirken, indem sie neben dem Grundstück Kies, Sand und Wasser zur Verfügung stellt. Außerdem übernimmt das Dorf die Versorgung sowie die Unterbringung der Bauarbeiter und hilft mit ungelernten Arbeitskräften bei der Fundamenterstellung.

Dieses Projekt würde zur Verbesserung der Lernbedingungen an der Grundschule Kikpeou beitragen, indem die Schüler*innen und das Lehrpersonal adäquate Schulklassen mit Sitzmöglichkeiten bekommen.

Fördervolumen: 38.667 Euro

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