Kagnibara (2019)

Bau einer Grundschule mit drei Klassenräumen, Büro, Lager/Sekretariat und Latrinen

Standort:

Kagnibara (Togo/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Aktion PiT - Togohilfe e.V.

Hintergrund und Problemstellung:

Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation vor Ort – der Aktion PIT – Togohilfe e.V. – fördern wir schon seit vielen Jahren die Schulbildung in entlegenen Orten in Togo.

Es gibt leider noch viele Dörfer in Togo, die kein Schulgebäude besitzen. Da dem Staat das Geld fehlt, im ganzen Land genügend Schulgebäude zu errichten, konzentriert sich die Regierung auf den Bau von Schulen in den Städten. Die kleinen Dörfer auf dem Land haben kaum eine Chance auf gute Bildung.

Das Dorf Kagnibara liegt völlig vergessen in einer Enklave zwischen der Grenze zu Ghana und einem Gebirgszug und ist nur von Bassar aus über eine mühsame Piste zu erreichen. Für die letzten 50 Kilometer benötigt man ca. 2 Stunden Fahrt.

Die Grundschule in Kagnigbara wurde 2009 gegründet und umfasst derzeit 6 Jahrgänge. Es besuchen 214 Schüler im Alter zwischen 6 und 12 Jahren die Schule (114 Jungen, 100 Mädchen), die von 5 Lehrern in sehr primitiven Stroh-Schulhütten unterrichtet werden (siehe Fotos).

Wenn es regnet – was in der Regenzeit häufig der Fall ist – werden alle Schüler und ihr Schulmaterial nass. Die Schule muss dann geschlossen werden. Im Sommer ist es unerträglich heiß und staubig unter dem Strohdach. So ist kein produktiver Unterricht möglich.

Morgens vor dem Unterricht müssen die Strohdächer abgeklopft werden, damit Schlangen und Skorpione aus den Dächern verschwinden.

Viele Kinder haben daher den Schulbesuch abgebrochen. Anfang des Schuljahres hatten sich 300 Schüler angemeldet. Jetzt einige Monate später sind davon nur noch 214 Schüler übrig geblieben.

Daher ist der Bau eines festen Gebäudes in diesem Dorf sehr wichtig. Wir möchten, dass mindestens diese 300 Kinder einen guten Platz zum Lernen erhalten.

Es wird anschließend in zwei Schichten in den Klassenräumen unterrichtet, damit alle 6 Jahrgänge Platz finden.

Es gibt momentan noch keine Latrinen in Kagnibara. Die hygienischen Bedingungen sind katastrophal, was oft zu Krankheiten führt.

Projektziele:

  • Die 300 Mädchen und Jungen in Kagnibara sollen nicht nur gern zur Schule gehen, sondern auch ein sicheres und angenehmes Umfeld vorfinden, das zum Lernen anregt und auch die Eltern motiviert, ihre Kinder zur Schule zu schicken.
  • Die hygienischen Bedingungen sollen verbessert und damit Krankheiten reduziert werden durch den Bau von Latrinen.

Geplante Maßnahmen:

  • Bau eines neuen soliden Schulgebäudes mit drei Klassenräumen, einem Büro, einem Lagerraum/Sekretariat
  • Ausstattung der Schule mit Möbeln
  • Bau eines Latrinen-Gebäudes mit 4 Latrinen.

Nach Fertigstellung wird das Schulgebäude an das Dorf und die Regierung übergeben.

Der Staat stellt die Lehrer ein und bezahlt diese. Manchmal reicht das Geld des Staates nicht zur vollständigen Finanzierung aller Lehrer. Den zusätzlichen Bedarf an Lehrergehältern bezahlt die Dorfgemeinschaft, die auch für den Unterhalt des Gebäudes zuständig ist.

Das ist in den Dörfern in Togo so üblich. Die Kosten sind für die Dorfgemeinschaft gemeinsam tragbar.

Wirkungsbeobachtung:

Während der Baumaßnahmen findet eine permanente Überwachung vor Ort durch unseren lokalen Projektpartner statt. Wir verfolgen den Bauprozess und sind hier im ständigen Austausch und Kontakt mit den Bauverantwortlichen. Sie erhalten während der Bauphase regelmäßige Fortschrittsberichte.

Die Nachhaltigkeit unserer Projekte ist uns sehr wichtig. Die Schule wird sofort nach Beendigung der Bauarbeiten an den Staat und die Dorfgemeinschaft übergeben. Sie ist staatlich anerkannt und die Lehrer werden ebenfalls vom Staat angestellt und unterrichten nach staatlichem Lehrplan.

Wie bereits erwähnt, ist die Regierung und die Dorfgemeinschaft ab diesem Zeitpunkt für den Erhalt und die laufenden Kosten (Lehrergehälter etc.) der Schule verantwortlich.

Das Dorf verpflichtet sich dazu, die Nutzungsart als Schulgebäude auf Dauer sicherzustellen.

Die Qualität der Gebäude ist so angelegt, dass in den kommenden Jahrzehnten keine großen Renovierungsarbeiten zu erwarten sind. Wenn irgendwann ein Antrag auf Renovierung einer unserer Schulen eingereicht wird, behandeln wir diesen Antrag präferiert.

Allen Spendern wird die Möglichkeit eingeräumt, das Projekt auf eigene Kosten zu besuchen. Unser lokaler Partner besucht die Projekte auch punktuell. Und bei unseren Delegationsreisen besuchen wir ebenfalls immer mehrere Projekte.

Fördervolumen: 53.015 Euro

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nachher

Einweihung

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