Kaasya (2018)

Bau von zwei Klassenräumen, Latrinen, Wassertank sowie Sanierung von 4 Räumen

Standort:

Kaasya (Kenia/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Welthungerhilfe

Projektbegründung und Kontext

Das County Makueni erstreckt sich über eine Fläche von 8.034,7 Km² und ist eines der 47 Countys des Landes. Das County gehört zu den Dürregebieten der östlichen Landesregion. Zu den landschaftlichen Besonderheiten des County Makueni gehören die vulkanischen Chyulu Hills, die sich entlang der County-Grenze im Südwesten im Wahlkreis Kibwezi West erstrecken, sowie die Mbooni Hills im Wahlkreis Mbooni und die Kilungu Hills im Wahlkreis Kaiti, die bis zu 1.900 Meter über dem Meeresspiegel liegen. Im Allgemeinen liegt das County eher tief, in Tsavo im Süden etwa auf 600 Meter über dem Meeresspiegel.

Das County ist aktuell in neun Sub Countys und 25 Divisionen unterteilt. Die Sub Countys sind Makueni, Kilungu, Mukaa, Kibwezi, Kathonzweni, Makindu, Mbooni East, Mbooni West und Nzaui. Es gibt sechs Wahlkreise: Kaiti, Makueni, Kibwezi East, Kibwezi West, Mbooni und Kilome. Es gibt 30 County Assembly Wards (Verwaltungseinheit unterhalb der Sub Countys). Im Jahr 2012 (Stand der letzten Erhebung) waren von 922.183 Einwohnern in Makueni 449.036 männlich und 473.147 weiblich.

Das County erlebt zwei Regenzeiten: länger andauernde Niederschläge im März/April und kürzere Regenfälle im November/Dezember. Leider blieben die Regenzeiten in den letzten drei Jahren weitgehend aus. Dies führt zu einer momentan sehr unsicheren Ernährungssituation. Die hügeligen Gebiete in Mbooni und Kilungu verzeichnen normalerweise eine jährliche Niederschlagsmenge von 800-1200 mm. Die tief liegenden Gebiete erleben ganzjährig hohe Temperaturen von durchschnittlich 35,8 Grad C, was zu einer hohen Verdunstung führt und die Dürre noch verschlimmert. Vor allem in den tief liegenden Teilen von Makueni, etwa im Süden, wo es üblicherweise heiß ist, kommen Klimaschwankungen und extreme Temperaturunterschiede vor. Im Allgemeinen sind in diesem County die Tage sehr heiß und die Nächte sehr kalt. Während der Trockenzeit zwischen Mai und Oktober herrscht in den tiefer gelegenen Teilen des County große Hitze.

Die Entfernung zur nächsten Wasserentnahmestelle beträgt im Durchschnitt acht Kilometer: ein Indiz dafür, dass mehr Wasserprojekte nötig sind. Durch das County fließt der Athi-Fluss, der das ganze Jahr über Wasser führt und zur Entwicklung groß angelegter Wasserversorgungsprogramme genutzt werden kann. Dämme aus Sand und Erde werden genutzt, um Wasser zu sammeln. Aufgrund der ständigen Wasserknappheit hat die lokale Gemeinschaft die Methode übernommen, Regenauffang-Anlagen auf den Dächern zu installieren und Speicherbehälter anzubringen, um Regenwasser zu sammeln.

Sanitärversorgung

In allen großen Städten fehlen Kanalisationssysteme. Dadurch und durch die Wasserknappheit sind die Lebensbedingungen der Menschen im Hinblick auf sanitäre Anlagen, Hygiene und Krankheiten sehr schlecht. An diesem Problem haben die Kommunen intensiv gearbeitet und immerhin haben mittlerweile 80 Prozent der Haushalte Zugang zu Grubenlatrinen. Die Kaasya-Grundschule verfügt über zwei Grubenlatrinen, eine für weibliche Lehrkräfte und Mädchen und eine für männliche Lehrkräfte und Jungen; beide sind aber leider baufällig.

Hintergrundinformationen zur Schule

Die Kaasya-Grundschule ist eine Bildungseinrichtung mit Tagesbetrieb. Ihr Einzugsgebiet umfasst einen Radius von fünf Kilometern, die nächsten Schulen sind in den Dörfern Mweini und Yi-kivumbu. Die Schule macht momentan Fortschritte, was die Anmeldungen betrifft, und hat Lernende bis zur achten Klasse, die dieses Jahr zum ersten Mal die landesweite Prüfung (Kenya National Examination) ablegen werden. Bei den aktuellen County-Prüfungen hat die Schule einen guten Mittelwert erreicht, der sich durchaus an den Ergebnissen von alteingeführten Schulen messen kann. Die Schule verfügt über sechs fertiggestellte Klassenräume (4 davon sind sanierungsbedürftig) und ein Verwaltungsbüro, das saniert werden muss. Auch der Zustand des Schulmobiliars ist unzreichend. Die Familien, die ihre Kinder in die Kaasya-Grundschule schicken, sind arm und bestreiten ihren Lebensunterhalt großteils durch eine Mischung aus Ackerbau und Viehzucht in kleinem Maßstab (für die Selbstversorgung). Die ECD-Lernenden (Vorschulklasse) verbringen ihren Unterricht in einer Kirche neben dem Schulgelände.

Die Kinder müssen jeden Morgen mindestens fünf Liter Wasser zur Schule mitnehmen, für die Handwäsche, das Kochen und als Trinkwasser. Diese Praxis hat zu einem niedrigen Bildungsniveau und schlechten Hygienebedingungen an der Schule geführt. Es treten häufig wasserbedingte Krankheiten auf, die dazu führen, dass vor allem Lernende der unteren Klassen der Schule fernbleiben.

Die Schule hat 149 Schüler/innen (70 Mädchen, 79 Jungen) und 9 Lehrkräfte (4 weibliche, 5 männliche). Drei Lehrkräfte werden von den Eltern der Schulkinder bezahlt.

Projektmaßnahmen:

  • Bau von 1 Klassenraum für die Vorschule und 1 Klassenraum für die die Grundschule
  • Ausstattung der Klassenräume
  • Bodensanierung von 4 weiteren Klassenräumen
  • Bau der Latrinen
  • Bau eines Wassertanks

Förderumfang: 53.500 Euro

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Einweihung

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Bau einer neuen Schule mit 4 Klassenräumen, Küche, Wassertank etc.

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