Vertreten auf 3 KontinentenSüdamerika
Insgesamt 3 LänderLänder

Joa Amazonas (2026)

Bau einer Schulküche, eines Direktorenzimmer und einer Bambusmehrzweckgebäude

Standort:

Joa Amazonas (Brasilien/Südamerika)

Projektpartner vor Ort: GlobalSocial-network e.V.

Fördersumme: 20.000,00 €

Hintergrund zum Projekt und aktuelle Herausforderungen

Die Menschen, aus denen sich die ländlichen Siedlungen zusammensetzen, bringen einen Reichtum an Wissen, Kampf und Widerstand mit, der durch ihre Unsichtbarkeit und ihren mangelnden Zugang zu einer angemessenen formalen Bildung entwertet wird, wodurch sie letztendlich von ihren Rechten und Möglichkeiten ausgeschlossen werden.

Die Schule wird so zu einem Ort, der lokale Berufe und traditionelles Wissen stärkt und weiterentwickelt. Damit schafft sie Chancen, Wissenschaft und Technologie demokratisch zu gestalten und an die Besonderheiten sowie Werte der jeweiligen Gemeinschaft anzupassen.

Die Umweltbildung wird zu einem wichtigen pädagogischen Instrument für den sozialen und wirtschaftlichen Übergang einer Gemeinschaft, die große Zukunftserwartungen in Bezug auf das Überleben der Umwelt und der dort lebenden Menschen hat.

Das Projekt versteht sich nicht nur als Reaktion auf aktuelle Herausforderungen, sondern auch als Beitrag zu einer Bildung, die kritisch und verändernd wirkt. Ziel ist es, Werte und Haltungen zu fördern, die Menschen motivieren, sich aktiv an demokratischen Prozessen zur Neugestaltung des Umgangs mit natürlichen und sozialen Ressourcen zu beteiligen. Soziale Technologien spielen dabei eine wichtige Rolle, weil sie helfen, neue Gewohnheiten und Alternativen zu entwickeln, die Umweltschutz und Einkommen miteinander verbinden.

Um ein Umwelterziehungsprojekt mit bäuerlichen Familien umzusetzen, ist es notwendig, kollektive Bau- und Lernräume zu schaffen, damit das vorhandene Wissen im Kontext der lokalen Bevölkerung geteilt werden kann. Dies dient als Grundlage für den Veränderungsprozess, der vom Denken zum Handeln führt.

Daher gewinnt eine Schule, die innerhalb der Siedlung gebaut wird, noch mehr an Bedeutung, da sie für alle, die dort leben, und für alle, die die Möglichkeit haben, diesen Raum kennenzulernen, der die Praxis der Freiheit mit der Praxis einer engagierten Pädagogik ermöglicht, zu einem Umfeld der Überschreitung und Transformation wird (Hooks, 2013).

Die hohe Analphabetenrate muss weiter gesenkt werden, denn ein großer Teil der Bevölkerung in den ländlichen Siedlungen kann weder lesen noch schreiben. Der Bau einer Schule in der Siedlung João Amazonas zielt darauf ab, Kindern im schulpflichtigen Alter den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Dazu gehören die Vorschulerziehung (Gruppe 2 bis Gruppe 5), die Grundschule I (1 Jahr bis 5 Jahre), die EJA (Bildung für Jugendliche und Erwachsene), der Kultursaal und der Mata atlântica-Saal, die exklusiven Vorschläge des Projekts sind und wichtige Zwecke im Zusammenhang mit der Einkommensgenerierung innerhalb der lokalen Gemeinschaft erfüllen.

Projektmaßnahmen/Projektbeschreibung

Das Projekt soll als „Gemeinschaftszentrum“ der sich sesshaft gemachten landlosen Bevölkerung dienen und über 500 ha atlantischen Regenwald, von dem nun schon über 150 ha in ein staatlich geschütztes Reservat übergingen, erhalten. In diesem Areal leben ca. 500 ehemals land- und mittellose Einwohner.

Das Gemeinschaftszentrum soll in verschiedenen Schritten erbaut werden. Ein Teil des Zentrums bildet die Grundschule (Modul 1), die in einem ersten Projekt in den Jahren 2022/2023 errichtet wurde. Ebenfalls wurden bereits eine Bibliothek und ein kleines IT-Zentrum (Modul 2) gebaut.

In diesem Projektschritt sind geplant: 

• Bambus-Mehrzweckhaus und
• Errichtung einer Schulküche sowie
• Vorbereitung eines Büroraums in einem ehemaligen Herrenhaus.

Das Herrenhaus wird in Etappen renoviert, um immer die Menschen bei jedem Prozess „mitzunehmen“.

Das Projekt ist von heimischen Fachleuten geplant. Im Vordergrund der Planung und des Baus stehen die nachhaltige Bauweise und die Selbstbeteiligung der Bewohner an diesem Projekt.

Ein erster Schritt wurde schon getan: mithilfe der Architekten, Bauingenieure und Studenten wurde den Bewohnern die Herstellung von Bambusmöbeln aus vorhandenen Rohstoffen erläutert und eine Anleitung zum Selbstbau gegeben.

Eine staatliche Förderung für die Schulküche (Generator, Kühlschrank, Herd, Geschirr, Mixer uvm.) wurde auf der Zusage, dass wir die Restaurierung übernehmen, genehmigt!

Dazu, nach dem Bau der Bibliothek und IT-Zentrum, soll nun ein einfaches Mehrzweckhaus in Bambuskonstruktion errichtet werden. Es ist als zweiter Teil eines Bambusworkshops, der mit Möbelherstellung beginnt, geplant.

Das Modul 3 als Mehrzweckgebäude mit Bambuskonstruktion soll später in erster Linie als Workshopraum und Versammlungsraum für Bildungsmaßnahmen dienen.

Projektbauzeit

Ca. 4 Monate für die Schulküche und 14 Monate für das Modul 3

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