Himukululu (2019)

Bau einer Radioschule mit zwei Klassenräumen und Toiletten

Standort:

Himukululu (Sambia/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Kindernothilfe e.V.

  Hintergrundinformationen  

In der ländlichen Region Chikuni in Sambia sind viele Familien auf die Landwirtschaft angewiesen. Ernteausfälle und Überflutungen führen zu bitterer Armut.

Deshalb werden Wälder abgeholzt, um durch Anbauflächen und Holzkohle ihr geringes Einkommen aufzubessern. Weil die nächste Schule oft 50 Kilometer entfernt ist, haben 80 Prozent der Mädchen und Jungen in Sambia keine Möglichkeit, eine staatliche Schule zu besuchen. Die restlichen zwanzig Prozent besuchen eine von 1.600 Gemeindeschulen, bei denen die lokalen Communities für Lehrer, Gebäude und Materialien sorgen.

Obwohl der sambische Staat in den vergangenen Jahren viel Geld in Bildung und schulische Infrastruktur investiert hat, gehen immer noch viele Kinder in ländlichen Gegenden nicht zur Schule. Hier sind besonders die Mädchen auf dem Land betroffen, die seltener als Jungen einen Schulabschluss machen und häufig früh verheiratet werden.

Es wurde nun ein neues Schulkonzept eingeführt und bereits erfolgreich getestet:

Radioschulen bringen Grundbildung zu Kindern und Jugendlichen, die ansonsten wegen schlechter Infrastruktur keine Möglichkeiten hätten zur Schule zu gehen. In dem abgelegenen Gebiet etwa 45 Kilometer rund um die Stadt Chikuni gibt es kaum befahrbare Straßen und viel zu wenig Schulen. In Zusammenarbeit mit dem staatlichen Bildungsministerium wird eine intelligente Lösung angeboten: Unterricht über das Radio. Die Unterrichtseinheiten werden von einer Abteilung des Bildungsministeriums produziert und von ehrenamtlichen Helfern aus den Dörfern angeleitet, die so die fehlenden Lehrer ersetzen.

In 18 Lernzentren im Gebiet der Chikuni Mission wird dieser angeleitete Unterricht derzeit ausgestrahlt. Die Radioschulen haben einen hohen Zulauf und die engagierten Schülerinnen und Schüler gute Abschlussquoten.

Vier Komponenten gehören zum Unterricht:

  • Regulärer Schulunterricht in den Klassen eins bis sieben (Primarschule)
  • Gartenbau und Landwirtschaftsunterricht mit praktischen Beispielen
  • Kinderrechte und Etablierung eines Kindesschutzsystems
  • Engagement in Dorf und Gemeinde: Alphabetisierung für Eltern, Selbsthilfegruppen,

Aufbau von Schulen, Unterstützung in der Landwirtschaft

Die Schulkinder im Programm erhalten eine Mahlzeit, um ihre Konzentration und ihren Ernährungszustand zu verbessern. Dies dient auch als zusätzlicher Anreiz, die Schule zu besuchen.

Das Projekt  

Neun der 18 Radioschulen haben dank des Engagements von Förderern schon feste Schulgebäude mit eigenen Schulgärten erhalten. An den meisten Unterrichtsplätzen findet der Unterricht jedoch immer noch unter einem Baum, in Behelfsbaracken, oder auch in Kirchen statt.

In Himikululu ist der Bau eines Schulgebäudes mit zwei Klassenräumen und Toiletten geplant. Außerdem entsteht ein umzäunter Schulgarten, in dem der Gärtnerunterricht praktisch durchgeführt werden kann, ohne dass Tiere die Ernte vernichten. Der Garten soll auch dazu dienen, die Ernährungssituation der Familien zu verbessern.

Strom gibt es nicht. Daher soll eine Solaranlage installiert werden, damit die älteren Schüler auch noch in den Abendstunden lernen und sich auf die Examina vorbereiten können.

Zudem sollen 50 Computer, die gespendet wurden, von den Kindern benutzt werden können – und dies geht natürlich nur mit Elektrizität. Die Empfänger für den Radioschulunterricht selbst werden separat mit Solarenergie betrieben.

In den Schulbau wird die Gemeinde stark mit eingebunden sein. Alle Männer, Frauen, und die Jugendlichen helfen im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit. Sie werden zusätzlich Steine, Ziegel und Bausand mit zu den Materialien beitragen und bei den Bauarbeiten einen großen Teil beisteuern. Für einige Arbeiten werden auch Handwerker hinzugezogen.

  Zielsetzung

  In Himukulu soll eine feste Schule mit zwei Klassenräumen gebaut werden, da dieses den Unterricht erheblich einfacher und angenehmer für Lehrer und Schüler machen würde. Pulte, Tische und Tafeln ermöglichen Schulunterricht auf einem besseren Niveau. Die Lernatmosphäre würde sich enorm verbessern, und einen starken Anreiz für die Mädchen und Jungen darstellen, zum Unterricht zu erscheinen und kontinuierlich und langfristig daran teilzunehmen.  

Förderumfang

  • Bau und Ausstattung eines neuen soliden Schulgebäudes mit zwei Klassenräumen
  • Bau von Toiletten
  • Anlage eines Schulgartens
  • Bau einer Solaranlage

Fördervolumen 40.000 Euro

vorher

nachher

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