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Diyun (2019)

Bau einer Grundschule mit 4 Klassenräumen

Standort:

Diyun (Indien/Asien)

Projektpartner: Don Bosco Mondo e.V.

Hintergrund:

Die Salesianerinnen und Salesianer Don Boscos arbeiten dort, wo der Staat versagt; Gemeinsam mit der Diözese Miao unterhält die Salesianische Familie in der Region (Anjaw, Changlang, Dibang Valley, Longding, Lower Dibang Valley, Lohit, Namsai und Tirap) immer mehr Einrichtungen, darunter 37 Grundschulen, ein College, ein Krankenhaus sowie 15 kleine Gesundheitszentren. Die Arbeit der Salesianerinnen und Salesianer und der Diözese erreichten etwa 480.000 Menschen.

Der Bundesstaat Arunachal Pradesh ist eine der so genannten Sieben Schwestern in Nordostindien. Arunachal Pradesh hat eine Fläche von 83.743 km² und 1,4 Millionen Einwohnern (2011). Die Hauptstadt ist Itanagar. Der Bundesstaat erstreckt sich über ein größtenteils umstrittenes Territorium; das Gebiet wird von China beansprucht. Die Bevölkerung besteht aus vielen ethnischen Gruppierungen und indigenen Völkern. Die Mehrheit der Menschen gehört zu 32 größeren Stammesgruppen, die jeweils eigene Sprachen und Kulturen pflegen.

 Da die Region sehr entlegen und teilweise schwer zugänglich ist, leben die meisten Menschen in vereinzelten Siedlungen, es gibt wenige ausgebaute Straßen und nur sehr eingeschränkten Zugang zu Gesundheitsversorgung oder Bildungseinrichtungen. Entwicklungsprogramme, die von der indischen Regierung gesteuert werden, erreichen die Provinz nur sehr eingeschränkt. In der Region leben verschiedene ethnische Minderheiten (u.a. Tangsa, Lizu, Singpho, Tutsa, Hajongs, Adivasi, Ponthais). Die Mehrheit der Bevölkerung sind Angehörige des Chatma-Stammes, die vormals aus Bangladesch immigriert sind. Die Familien leben hauptsächlich von der Landwirtschaft (v.a. Anbau von Reis, Hirse und Linsen). Allerdings verfügt nur eine Minderheit der Menschen über eigenes Land und daher arbeiten viele als Tagelöhner auf Feldern von Großgrundbesitzern oder nehmen Gelegenheitsjobs im Baugewerbe wahr. Fast 85% der Menschen leben unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Die Dörfer in dieser Region sind schließlich oft nur zur zu Fuß erreichbar; staatliche Unterstützung bleibt aus.

Entsprechend hat zuletzt auch eine Erhebung in der Projektregion ergeben, das 42% der Kinder keine Schule besuchen, 31% brechen die Schule ab und nur 27% besuchen regelmäßig den Unterricht. Dies hat zum einen mit der fragilen Einkommenssituation und der Armut der Familien zu tun; die Eltern sind häufig gezwungen, dass ihre Kinder mit auf dem Feld mitarbeiten müssen, zum anderen gibt es kein adäquates Angebot von guten Grundschulen in der Region: Die staatlichen Grundschulen sind zum Teil völlig überlaufen, die Infrastruktur ist schlecht, Lehrkräfte sind überfordert oder erscheinen erst gar nicht zum Unterricht.

Indessen tut die gesundheitliche Unterversorgung vieler Kinder, gerade Mitglieder der ethnischen Minderheiten, ihr übriges und viele sind stark unter- und mangelernährt.

Folglich gehen sie seltener zur Schule, haben Konzentrations- und Aufmerksamkeitsdefizite und können dem Unterricht nicht richtig folgen. Vor diesem Hintergrund bildet die St. Jude School eine absolute Ausnahme und ist ein großer Hoffnungsschimmer besonders für die Kinder der Tribal Familien in der Region Changlang.

Die im Jahr 2006 eröffnete St. Jude School (English Medium School) liegt im Norden des Changlang Distriktes in Arunachal Pradesh und wird derzeit von 464 Kindern besucht (Kindergarten bis Klasse 10). Um besonders die Kinder aus einkommensschwachen Familien zu fördern, bietet unser Projektpartner ebenso die Aufnahme in ein eigenes Internat an. 

Beim Bau der Schule wurden zunächst 10 Klassenräume errichtet. Anfänglich ging die Schule bis Klasse 7. Derzeit erfolgt die Erweiterung bis Klasse 10. Aufgrund von fehlenden Räumlichkeiten findet der Unterricht für einige Klassen in vorrübergehend errichteten Klassenzimmern aus Bambus und in einer Kapelle statt. Es fehlt an Platz für eine Bibliothek, ein Science Lab und einen Computerraum. Zudem werden dringend mehr Klassenräume benötigt, um auch weiterhin Unterricht in guter Qualität und in der notwendigen Umgebung durchzuführen.

Die St. Jude Grundschule gilt als eine der besten Schulen im Distrikt und steht für qualitativ gute Grundschulbildung. Durch die Schule steigt die Alphabetisierungsquote der Region.

Das Qualitätskonzept der Schule sieht vor, die Kinder liebevoll und professionell zu begleiten. Dies erfordert eine ganzheitliche Fürsorge, die auf zentrale Kompetenzen in den Bereichen Wissen, Können und Orientierung absieht. Im Schulalltag steht neben grundlegender Kompetenzvermittlung und lebenslangen Lernen auch die Förderung der Gemeinschaft im Fokus sowie entsprechende Sport- und Freizeitangebote. Die St. Jude Grundschule leistet somit auch einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Bildungslandschaft im Bundesstaat Arunachal Pradesh.

Die Bevölkerung ist entsprechend sehr froh und dankbar über das Bestehen der Schule, gibt sie allen in der Region neue Perspektiven für die Zukunft. 

Projektmaßnahmen:

Die temporären Bambushütten werden momentan für die Klassen UKG (Upper Kindergarten) und die Klassen I und II genutzt. In der Kirche findet die Betreuung der Kinder des LKG (Lower Kindergarten) statt. Derzeit sind 27 Kinder in der LKG, 35 Kinder in der UKG, 47 Kinder in Klasse I und 24 Kinder in Klasse II.

Die Schule benötigt dringend 8 neue Klassenzimmer (zwei Stockwerke à 4 Klassenräumen).  Die erste Bauphase im Erdgeschoss beinhaltet den Bau von 4 Klassenräumen für die LKG, UKG sowie Klassen I und II.  Im Obergeschoss sollen weitere 4 Klassenräume entstehen für weitere Klassenräume, Computerraum und Bibliothek.

Fördervolumen: 64.259 Euro

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