Bulma Gulmi (2021)

Bau von elf Klassenräumen mit Toiletten

Standort:

Bulma Gulmi (Nepal/Asien)

Projektpartner vor Ort: ConCultures e.V. in Kooperation mit UWS

Hintergrund:

Jedes Kind verdient die Chance, eine Schule zu besuchen. Leider wird über 10% der Kinder weltweit eine Grundschulausbildung verweigert. In den abgelegenen Regionen Nepals liegt diese Zahl sogar bei bis zu 90%. Ohne Bildung haben diese Kinder nur wenige Möglichkeiten, aus dem Armutszyklus auszubrechen.

Nepal liegt momentan auf Platz 149 von 189 auf dem UNO Index für menschliche Entwicklung als eines der unterentwickeltsten Länder Asiens. Große Teile des Landes sind verarmt. Vor allem die ländlichen Regionen leiden unter schlecht geförderten Gesundheits- und Bildungssystemen. Nepals Alphabetisierungsrate ist eine der niedrigsten weltweit und Mädchen gehen nur selten in die Schule.

Dies spiegelt sich im Gender Development Index wider, einem Wert, der die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern in Bezug auf Gesundheit, Bildung und Kontrolle über wirtschaftliche Ressourcen misst und bei dem Nepal auf Platz 127 von 166 steht.

Bulmas Einwohner werden als Mitglieder einer der niedrigsten Kasten Nepals diskriminiert. Obwohl in den letzten Jahren einige Fortschritte erzielt wurden, haben Dalits eine geringere Lebenserwartung und Alphabetisierungsrate als der nationale Durchschnitt und erhalten häufig keinen Zugang zu Bildung und politischer Partizipation. Aufgrund von Vorurteilen gegen Dalits in den Schulen, in der Region und potenziellen Sicherheitsrisiken zögern Familien in Bulma oder verzichten ganz darauf, ihre Kinder in Schulen zu schicken.

Das Dorf Bulma liegt im Distrikt Gulmi, eineinhalb Autostunden nördlich vom Distriktzentrum von Tamghas in einer Bergregion in Zentralnepal.

In dem Dorf Bulma leben überwiegend „Dalits“. Die 700 Bewohner gehören der niedrigsten Kaste in Indien und Nepal an. Sie leben ohne Rechte am Rande der Gesellschaft.

Die Menschen leben hauptsächlich von Subsistenzlandwirtschaft und Nebenerwerbsarbeit. Das Dorf ist für staatliche Dienstleistungen und Bildungsentwicklungsprojekte unerreichbar.

Nur 25 der Erwachsenen von Bulma können lesen, schreiben und rechnen. Die nächste staatliche Schule ist anderthalb Stunden zu Fuß entfernt, auf einer Straße, die während des Monsuns unpassierbar ist. Infolgedessen gehen 64 der 140 Kinder im Grundschulalter in dieser Gemeinde nicht zur Schule, was zu einer großen Bildungslücke der heranwachsenden Generation führt.

Projektmaßnahmen:

Dieses Projekt soll den Bau einer Vorschule im Bulma in folgendem Umfang umsetzen:

  • Bau einer erdbebensicheren Schule mit 11 Klassenzimmern. Die Schule ist ausgerichtet für acht Klassenstufen, die innerhalb von drei Jahren erreicht werden sollen. In gesonderten Kindergartenräumen wird Früherziehung für Kinder ab drei Jahren angeboten
  • Volle Ausstattung der Schule mit Tischen, Stühlen, Tafeln und Stauraum für Unterrichtsmaterial
  • Anstellung und Ausbildung für mindestens zwei Mitglieder des Dorfes als zusätzliche örtliche Lehrer
  • Weiterführendes Training der Lehrkräfte, sobald die Schule eröffnet ist
  • Bau einer Toilette mit zwei Latrinen, die jeweils mit Waschbecken ausgestattet sind

Die Schule ist als große Schule mit elf Klassenräumen konzipiert. Es ist ein Novum, da für diese Gesamtschule eine Genehmigung des Staates notwendig ist. Die Schule bietet dann Unterricht komplett von der 1. bis 8. Klassenstufe an. Die Kinder können die gesamte staatlich übliche Schulbildung in ihrer Schule vor Ort zu absolvieren. Mit dem erreichten Schulabschluss sind sie berechtigt, Berufe zu erlernen.

Bau des Gebäudes:

Die Schule wird mit örtlich verfügbarem Beton und Stahl gebaut. Das Bauwerk ist erbebensicher, insbesondere durch Armierung der Stützpfeiler auf der Vorderseite der Schule.

Das Dach ist aus Wellblech, um schwerem Monsunregen standzuhalten. Die Klassenzimmer haben hohe Decken und große Fenster, um das Tageslicht zu nutzen. Die Schule wird an eine saubere Frischwasserquelle angeschlossen.

Eine Toilette wird auf der Rückseite des Gebäudes errichtet. UWS stellt qualifizierte Arbeiter, die durch freiwillige Helfer vor Ort beim Bau unterstützt werden. Das UWS-Team kümmert sich um die Instandhaltung.

Fördervolumen: 50.700 Euro

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