Tchaloudè Staatliche Schule (2022)

Bau von 4 Klassenräumen, Büro, Lager und Spielplatz

Standort:

Tchaloudè Staatliche Schule (Togo/Afrika)

Partnerorganisation vor Ort: Ossara e.V.

Hintergrund

Tchaloudè ist ein Vorort von Kara, der zweitgrößten Stadt im Norden Togos. Die Region von Kara ist berühmt für die jährlichen traditionellen Zweikämpfe bzw. Ringen „Evala“. Der Stadtteil Tchaloudè soll laut Erzählungen der Ältesten um die Jahre 1883 entstanden sein. Auf der Suche nach fruchtbaren Böden haben sich die Menschen aus angrenzenden Dörfern hier niedergelassen. Bei der jüngsten Volkszählung im Jahr 2017 wurden 11.200 Einwohner*innen gezählt.

Neben der überwiegenden ethnischen Gruppe Kabyè leben in Tchaloudè auch Lamba und Nawdeba. Die Menschen auf diesem ländlichen Gebiet leben hauptsächlich von der Landwirtschaft, Vieh- und Ziegenzucht. Angebaut werden auf den Feldern Mais, Hirse und Soja für den eigenen Bedarf. Der noch traditionell betriebene Ackerbau wird beeinflusst durch das Tropenklima, bestehend aus einer Regenzeit (von Mai bis Oktober) und einer Trockenzeit (von November bis März). Der Ackerbau kann daher nur in der Regenzeit betrieben werden.

Die staatliche Grundschule von Tchaloudè wurde im September 1993 gegründet und zählte im vergangenen Schuljahr ca. 535 Schüler*innen, die von 10 Lehrer*innen unterrichtet werden. Der Staat trägt die Gehälter von 9 Lehrer*innen. 122 der Kinder besuchten die Vorschule.
Die Schüler werden aufgrund der fehlenden Klassenräume in den vom Elternrat aus Holzpfählen und Stroh gebauten Schuppen/Hallen untergebracht. Diese provisorischen Bauten bieten kaum Schutz vor der tropischen Sonnenhitze und vor allem vor dem stürmischen Regen. In der Regenzeit fällt der Unterricht oft aus. Zudem haben Kinder und Lehrkräfte keine adäquaten Sitzmöglichkeiten – die Schüler sitzen aktuell auf Holzbrettern oder mitgebrachten Steinen und Hockern – und sind Stichen bzw. Bissen von Insekten und Reptilien ausgesetzt. Die prekären Verhältnisse erschweren erheblich die Lernqualität und beeinträchtigen folglich den Schulbesuch der Kinder.

Die Schule verfügt bereits über eine Sanitäranlage. Ein Pumpbrunnen liegt in der Nähe der Schule und dient als Wasserquelle für die Schule und den ganzen Stadtteil.

Projektmaßnahmen

Zu den Projektmaßnahmen zählen der Bau eines komplett ausgestatteten Schulgebäudes mit 4 Klassenräumen und Büro- und Lagerraum sowie der Bau eines Spielplatzes, damit Schüler an dieser Schule bessere, sichere und kindgerechte Lernbedingungen haben.

Fördervolumen: 50.757 Euro

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