Rwintare (2016)

Bau und Ausstattung von zwei Klassenzimmern, Latrinen und zwei Zisternen

Standort:

Rwintare (Ruanda/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Koordinationsbüro Partnerschaft Rheinland-Pfalz / Ruanda

Die Ecole Primaire Rwintare liegt in der Westprovinz Ruandas, im Distrikt Nyamasheke. Von Kigali ist Nyamasheke noch schwer zu erreichen. Eine Straße führt über Kibuye am Kivu-See hinunter bis Nyamasheke und Rusizi, eine andere Strecke geht über Huye und durch das Nyungwe-Naturreservat. Die Fahrt dauert jeweils über 5 Stunden, die letzten 6 Kilometer zur Schule gehen über eine gut befahrbare Piste.

Die EP Rwintare wurde 2003 über die ADEPR (Association des Eglises Presbyteriennes Rwanda) der Pfarrei Biguti gegründet. Die Initiative kam von Anhängern der Presbyterianischen Kirche und den Eltern verschiedener Konfessionen der Region, deren Kinder bis dahin einen zu weiten Schulweg zurücklegen mussten. Andere Schulen in der Umgebung liegen 5,7, und 10 Kilometer entfernt. Der weite Schulweg erschwert den Schulbesuch besonders während der häufigen starken Regenfälle in der Westprovinz, weswegen die Kinder nicht regelmäßig am Unterricht teilnehmen oder sogar die Schule abbrechen.

Um den Kindern in der Gegend den Zugang zur Grundschulausbildung zu verbessern wurde die EP Rwintare eröffnet, die 2003 auch vom ruandischen Bildungsministerium anerkannt wurde. Das erste Schulgebäude wurde auf einem Gelände der ADEPR errichtet und in Zusammenarbeit der Kirche und der Elterngemeinschaft gebaut. Der Unterricht wurde zu Beginn von nur einem Lehrer geleistet. Mittlerweile ist die Schule gewachsen und ein weiterer Klassenblock wurde über das Engagement der Eltern errichtet, der allerdings 2008 durch das schwere Erdbeben stark beschädigt wurde. Im letzten Jahr waren 528 Schülerinnen und Schüler (273 Mädchen und 255 Jungen) an der Grundschule. Unter den Kindern sind 16 Waisen und 32 stammen aus sehr armen Verhältnissen. Der Unterricht wird von 9 Lehrkräften geleitet.

Problemstellung:

An der Ecole Primaire Rwintare stehen für die gesamte Schülerzahl 7 Klassenräume zur Verfügung, die jeweils über das Engagement der Kirche und der Elterngemeinschaft gebaut wurden. Nur vier der Klassenräume entsprechen den neuen ruandischen Schulbaustandards. Das ältere Gebäude mit drei Klassen ist mittlerweile stark renovierungsbedürftig. Eine gute Belichtung der Klassen ist nicht möglich, Wände und Böden sind in schlechtem Zustand und die Blech-Dachdeckung ist an manchen Stellen undicht.

Vor allem die hygienische Situation ist sehr schlecht. Für die Mädchen und Jungen gibt es jeweils 2 Latrinenkabinen in einem Holzverschlag. Ein Neubau von Latrinen wurde begonnen, um die Situation der Schule zu verbessern. Dieser weist allerdings starke Baumängel auf und kann von den Schülern nicht genutzt werden. An der Schule gibt es bisher keine Möglichkeit Regenwasser zu speichern.

Fördermaßnahmen:

Neubau und Ausstattung von zwei Klassenräumen und Neubau von einem Latrinenblock nach den „Child-friendly-school“-Standards. Um die Grundversorgung der Schule mit Brauchwasser zu verbessern, werden zwei Zisternen à 10m³ errichtet.

Fördervolumen: 39.006 Euro

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