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Ombandaondu (2017)

Bau von drei Klassenräumen und Hostel

Standort:

Ombandaondu (Namibia/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Kaokoland e.V.

Hintergrund

In Namibia leben rund ein Dutzend Volksgruppen, denen die namibische Verfassung kulturelle Eigenständigkeit zusichert: Ovambo, Herero, Nama, Damara ebenso wie Afrikaaner. Viele Völker Namibias sind Nomaden, die ihre Viehherden begleiten oder als Jäger und Sammler umherziehen.

Namibia besteht zum großen Teil aus Farmflächen und Naturparks. Es ist daher nicht ganz einfach, flächendeckend für genügend Schulen zu sorgen. Das Land kann diese Leistung nicht alleine bringen und wird dabei unterstützt durch Hilfe von außen, unter anderem aus Deutschland.

Die meisten Kinder schlafen auch in der Nähe der Schule, weil die Fußwege dorthin so lang sind. Solange keine zusätzlichen Schlafräume geschaffen werden können, müssen die Kinder auf dem nackten Erdboden schlafen, zugedeckt mit Lumpen. Das bedeutet, sie sind im Sommer sämtlichen Gefahren ausgesetzt sind, wie Schlangen, Skorpionen und Ungeziefer. Im Winter herrschen Temperaturen zwischen +5 und Minusgraden. Und während der Regenzeit werden sie nass.

Die Schulbehörde zahlt an fast allen Schulen nur eine Mahlzeit am Tag – pures Maismehl. Diese „Lebensmittelzuteilung“ ist für die Kinder nicht ausreichend. Ein vernünftiger Lernprozess ist bei dieser Versorgung unmöglich. Abgesehen von dem Hungergefühl wären die Kinder damit eindeutig mangelernährt, was die geistige und körperliche Entwicklung der Kinder stark beeinträchtigt. Unser Projektpartner vor Ort muss daher unterstützend eingreifen und versucht, an einigen Schulen die zusätzlichen Mahlzeiten zu finanzieren.

Voraussetzung dafür, dass eine Vollversorgung mit Lebensmitteln (4 Mahlzeiten am Tag, ausgewogene Kost) vom Staat bezahlt wird, ist, dass die Schulen über ein Hostel mit Sanitärtrakt, eine Küche mit Speiseraum und Betreuerunterkünfte verfügen.

Neben den Gebäuden fehlt es auch an geeigneten Lehrmaterialen. Das beginnt bei den Wörterbüchern für alle offiziellen Sprachen Namibias. Für einige der Minderheiten-Sprachen, wie die Sprache der Himba oder der San, gab es bisher keine gültigen Wörterbücher. Das Institut für Bildung und Entwicklung ist dabei, diese Lücke zu füllen. Denn ohne Wörterbücher gibt es keine verlässliche Schriftsprache und das macht den Unterricht an Schulen in diesen Sprachen fast unmöglich, zum Leidwesen der Kinder.

Es ist sehr schwierig für ein Kind, das vielleicht nur Ochi-Herero spricht, in der Schule plötzlich auf Englisch oder Afrikaans unterrichtet zu werden. Die GTZ entwickelt deshalb in Namibia Grundschulbücher in allen Minderheits-Sprachen, mit Geschichten, die in einer Welt spielen, die den Kindern vertraut ist.

Die Welt, die den Kindern vertraut ist, ist sandig und trocken. Die Hitze flimmert, es gibt kaum Wasser. Die Eltern haben Angst, ihren Nachwuchs allein auf stundenlange Fußmärsche zur nächsten Schule zu schicken, zu Recht. So bleiben viele Kinder der Schule fern.

Projektinformationen

Das Dorf Ombandaondu befindet sich ca. 30 km von Okanguati entfernt im Norden Namibias. Hier ist eines der letzten frei und traditionell lebenden Völker angesiedelt, die Ovahimba, zu den Herero gehörend. Die Entfernung von Windhoek beträgt ca. 900 km.

Die Buschschule unterrichtet momentan die Klassenstufen 1 bis 3 in kleinen Hütten aus Lehm (siehe Fotos). Es gibt für die Kinder keinen Schlafraum, sondern nur einen mit Holz umzäunten Bereich, und die Lehrer übernachten im Lagerraum.

Die Kinder werden auch unter Bäumen oder in provisorischen Zelten unterrichtet. Momentan gibt es 55 Schüler an der Schule, aber für das kommende Schuljahr sind bereits 96 Kinder angemeldet. Derzeit unterrichten dort drei Lehrer. Ein weiterer ist bereits für das nächste Jahr unter Vertrag genommen.

Die Anzahl der Schüler steigt jährlich enorm an und es werden dringend richtige Klassenräume benötigt, um alle Kinder aufnehmen und gut betreuen zu können.

Erfahrungsgemäß steigt die Anzahl der Schüler nochmal stärker, wenn bessere Bedingungen an der Schule herrschen und dann wird das Government die Schule auch „upgraden“, d.h. die Anzahl der Klassenstufen, die dort unterrichtet werden können, erhöhen.

Den Schülern werden die wichtigsten Grundkenntnisse im Rechnen, Schreiben und Lesen in Otjiherero (ihrer Muttersprache) und Englisch vermittelt. Hervorzuheben ist auch, dass die Kinder ihre traditionelle Kleidung tragen dürfen und dafür nicht gemobbt werden wie in anderen Schulen. Sie lernen auch ihre traditionellen Tänze und Lieder.

Insgesamt benötigt die Schule folgende Fördermaßnahmen:

  • 3 neue Klassenräume
  • Küche mit Speisesaal
  • Hostel mit Sanitäranlagen
  • Unterkünfte für die Lehrer
  • in 2019 wurden noch zusätzlich gefördert : ein Bohloch, eine Salaranlage und Betten fürs Hostel

Förderumfang: 106.000 Euro

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Katutura

Sanierung eines Schulgebäudes

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Bau zwei neuer Klassenräume

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