Ombaka II (2019)

Erweiterung der Schule um ein Hostel

Standort:

Ombaka II (Namibia/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Kaokoland e.V.

Hintergrund: 

Das Projekt befindet sich am Dorf Ombaka in der Kunene-Region. Hier ist eines der letzten frei und traditionell lebenden Völker angesiedelt, die Ovahimba, zu den Herero gehörend. Die Entfernung von Windhoek beträgt ca. 900 km. 

Bei den Ovahimba besteht zunehmend der Wunsch, ihre Kinder zur Schule zu schicken und auch die Kinder selbst möchten gerne zur Schule gehen. Ebenso legt die Regierung Wert darauf, die Ovahimba als archaisch lebende Gemeinschaft in die Sozialgemeinschaft einzugliedern, zu fördern und zu bilden. 

Die Himba und auch einige Zemba-Kinder haben Schulwege von bis zu 20 Kilometern, so dass sie an der Schule schlafen müssen. Es wäre zu weit, den Weg jeden Tag zu laufen. Die Kinder schlafen derzeit auf dem nackten Erdboden, zugedeckt mit Lumpen, d.h. im Sommer sämtlichen Gefahren ausgesetzt, wie Schlangen, Skorpionen und Ungeziefer, im Winter bei Temperaturen zwischen +5 Grad und Minusgraden oder bei Regen. 

Derzeit gibt es für die 128 Schüler in Ombaka in den Klassenstufen 0 (Vorschule) bis 3 nur einen einzigen Klassenraum. Somit sind die Kinder auch beim Lernen derzeit unter freiem Himmel. Man hat sich noch notdürftige Hütten aus Ästen gebaut als Sonnenschutz. Die Kinder werden von 5 Lehrern betreut. 

Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung ist abzusehen, dass sich die Schüleranzahl in Ombaka in den kommenden Jahren noch weiter erhöhen wird. 

Die namibianische Regierung ist derzeit finanziell nicht in der Lage, Schulneubauten durchzuführen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich dieses Projekt in einer der unterentwickeltsten Regionen Namibias befindet, wo hauptsächlich die bis vor kurzem noch nomadisierenden Ovahimba ansässig sind. 

Falls in Zukunft wieder Investitionen des Staates im Schulsektor geleistet werden können, werden diese mit höchster Wahrscheinlichkeit im Ovamboland erfolgen (Ovambo = staatstragendes Volk in Namibia, höchster Bevölkerungsanteil). 

Fördermaßnahmen: 

Für die derzeit 128 Kinder im Ombaka soll eine neue Schule errichtet werden. 

Es soll für alle Schüler und die Lehrer ein Hostel mit Sanitärtrakt errichtet werden, in dem die Kinder übernachten können und unter hygienischen Bedingungen aufwachsen können. 

In Namibia ist es so, dass eine Primary School über Klassenräume, Küche, Speisesaal sowie ein Hostel verfügen muss, um vom Staat die Verpflegung für die Kinder gestellt zu bekommen. Bis dahin trägt unsere Partnerorganisation die Verpflegungskosten der Kinder, was aber mit der steigenden Anzahl der Kinder immer schwieriger wird. 

Hervorzuheben ist auch, dass die Kinder an dieser Schule ihre traditionelle Kleidung tragen dürfen und dafür nicht gemobbt werden wie in anderen Schulen. Sie lernen auch ihre traditionellen Tänze und Lieder.

Fördervolumen: 33.000 Euro

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