Omangete II (2018)

Bau eines Hostels für die Primary School

Standort:

Omangete II (Namibia/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Kaokoland e.V.

Hintergrund:

Das Projekt befindet sich am Dorf Omangete in der Kunene-Region. Hier ist eines der letzten frei und traditionell lebenden Völker angesiedelt, die Ovahimba, zu den Herero gehörend. Die Entfernung von Windhoek beträgt ca. 900 km.

Bei den Ovahimba besteht zunehmend der Wunsch, ihre Kinder zur Schule zu schicken und auch die Kinder selbst möchten gerne zur Schule gehen. Ebenso legt die Regierung Wert darauf, die Ovahimba als archaisch lebende Gemeinschaft in die Sozialgemeinschaft einzugliedern, zu fördern und zu bilden.

Das Gebiet, in der die Schule liegt, ist semiarid und gehört noch zur Mopane-Savanne. Im Umkreis befinden sich viele Himba-Siedlungen (Kraals), was auch aus der Verfügbarkeit von Wasser resultiert.

Die Kinder haben Schulwege von bis zu 20 Kilometern, so dass sie an der Schule schlafen müssen. Es wäre zu weit, den Weg jeden Tag zu laufen. Die Kinder schlafen derzeit auf dem nackten Erdboden, zugedeckt mit Lumpen, d.h. im Sommer sämtlichen Gefahren ausgesetzt, wie Schlangen, Skorpionen und Ungeziefer, im Winter bei Temperaturen zwischen +5 Grad und Minusgraden oder bei Regen.

Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung ist abzusehen, dass sich die Schüleranzahl in Omangete in den kommenden Jahren noch weiter erhöhen wird.

Die namibische Regierung ist derzeit finanziell nicht in der Lage, Schulneubauten durchzuführen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich dieses Projekt in einer der unterentwickeltsten Regionen Namibias befindet, wo hauptsächlich die bis vor kurzem noch nomadisierenden Ovahimba ansässig sind.

FLY & HELP baute in 2017 an dieser Schule drei Klassenräume und eine Küche.

Förderumfang:

Es soll für die derzeit 165 Schüler und die Lehrer ein Hostel mit Sanitärtrakt errichtet werden, in dem die Kinder übernachten können und unter hygienischen Bedingungen aufwachsen können.

In Namibia ist es so, dass eine Primary School über Klassenräume, Küche, Speisesaal sowie ein Hostel verfügen muss, um vom Staat die Verpflegung für die Kinder gestellt zu bekommen.

Bis dahin trägt unsere Partnerorganisation die Verpflegungskosten der Kinder, was aber mit der steigenden Anzahl der Kinder immer schwieriger wird.

Hervorzuheben ist auch, dass die Kinder an dieser Schule ihre traditionelle Kleidung tragen dürfen und dafür nicht gemobbt werden wie in anderen Schulen. Sie lernen auch ihre traditionellen Tänze und Lieder.

Förderumfang: 75.000 Euro

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Otjimuhiki I

Bau und Ausstattung eines Schulgebäudes mit drei Klassenräumen

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