Ogidiré (2021)

Bau von vier Klassenräumen inkl. Möbel, Bibliothek, Direktion, Solaranlage, Brunnen, Toiletten

Standort:

Ogidiré (Mali/Afrika)

Projektpartner vor Ort: KHW Dritte Welt e.V.

Hintergrund:

Ogidiré hat mehr als 3.000 Einwohner*innen. Davon besuchen etwa 138 Kinder momentan die Schule (98 Mädchen und 40 Jungen). Die Bevölkerung von Ogidiré (Dogon bilden die Mehrheit) lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft (Anbau von Zwiebeln, Knoblauch, etc.), Viehzucht und Kleinhandel. Einige legen auch Gemüsegärten an.

Die politische Lage ist sehr angespannt und es kommt beinahe täglich zu Auseinandersetzungen zwischen den beteiligten Konfliktparteien.

Die Grundschule in Ogidiré besteht aus vier Klassenräumen, die man nicht als Klassenräume bezeichnen kann. Es sind Hütten aus Zweigen und Blättern, in die Schulbänke gestellt wurden. Die Zustände in diesen Räumlichkeiten sind unzumutbar, es ist heiß und stickig oder es regnet rein.  

Sobald ein Sturm aufzieht, unterbrechen die Lehrer den Unterricht und schicken die Kinder heim. Diese gefährlichen Bedingungen sorgen dafür, dass viele Eltern ihre Kinder nicht zur Schule schicken.

Des Weiteren hat die Schule keinen Platz, um allen schulfähigen Kindern einen Sitzplatz bereitzustellen. Die vorhandenen Einrichtungsgegenstände wie Tische, Stühle und Bänke sind mangelhaft und nicht ausreichend vorhanden.

Außerdem gibt es keine Toiletten und auch keine Stromversorgung. Abendkurse und Alphabetisierungskurse müssen mit Petroleumlampen unterrichtet werden, da es kein elektrisches Licht gibt.

Zusätzlich sind die hygienischen Bedingungen mangelhaft, da es keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser zum Trinken und zum Händewaschen gibt.

Im Ort leben derzeit circa 162 weitere Kinder und Jugendliche im grundschulfähigen Alter ohne einen Schulplatz. Die Anzahl von schulreifen Kindern nimmt jährlich erheblich zu, denn die Geburtenrate ist hoch. Oft sind es Mädchen, die zu Gunsten der Jungen auf den Schulplatz verzichten müssen.

Zielgruppe des Projekts sind die etwa 138 bestehenden Schülerinnen und Schüler, sowie insgesamt etwa weitere 162 Mädchen und Jungen in Ogidiré im grundschulfähigen Alter, die durch den geplanten Schulbau eine Grundschulausbildung erhalten würden. Erweitert zählen wir auch die Familien der Kinder (Alphabetisierungskurse) zu unserer Zielgruppe. Durch den Neubau bekommen alle 300 Kinder und Jugendlichen einen Schulplatz. Sie werden in zwei Schichten unterrichtet werden.

Die Errichtung eines neuen Grundschulgebäudes in Ogidiré wird konkrete folgende Auswirkungen haben:

  1. a) Alle 300 schulpflichtigen Mädchen und Jungen in Ogidiré erhalten einen Schulplatz.
  2. b) Die bestehenden 138 Schüler*innen erhalten wieder ein verlässliches Lernumfeld.
  3. c) Unterrichts- und Lernmaterialien werden bereitgestellt.
  4. d) Eine Solaranlage wird installiert und erlaubt so das Lesen und Lernen in den Abendstunden.
  5. e) Die Toiletten und der Brunnen erlauben ein Mindestmaß an Hygiene.
  6. f) Durch das neue Angebot an Schulplätzen muss in den nächsten fünf Jahren kein grundschulfähiges Kind in Ogidiré abgewiesen werden.
  7. g) Durch die Schaffung von ausreichend Schulplätzen werden Mädchenrechte gefördert und den Eltern wird die Wichtigkeit der Schulbildung behutsam nähergebracht.

Projektmaßnahmen:

Umfang des Projekts ist der Abriss der Hütten und der Neubau eines Schulgebäudes mit vier kinderfreundlichen Klassenräumen, einer Direktion und einer Bibliothek, der Bau eines Brunnens sowie die Installation einer Solaranlage. Das Gebäude soll in ortsüblicher Bauweise aus Zementsteinen errichtet werden. Des Weiteren wird eine geschlechtergetrennte Toilette mit vier Räumen gebaut. Das Schulgelände wird mit Bäumen umzäunt.

Eine enge Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft schafft Vertrauen und hilft dabei, dass die Menschen Verantwortung für die Einrichtungen übernehmen. Diese Arbeitsweise des KHWs bewährt sich seit vielen Jahren. Es war auch die Gemeinde selbst, die das KHW in Mali um Unterstützung gebeten hat. Die Gemeinde wird sich auch an dem Bauprojekt beteiligen und sich nach Projektende um die Wartung des Gebäudes kümmern.

Fördervolumen: 58.445 Euro

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