Mpara II (2018)

Generalsanierung von 6 Klassenräumen mit Ausstattung und Bau einer Zisterne

Standort:

Mpara II (Ruanda/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Koordinationsbüro Partnerschaft Rheinland-Pfalz / Ruanda

Hintergrund

Die Projektschule befindet sich in der Verwaltungsregion Amhara in der Zone South Gondar in der Woreda Lay Gayint im Kebele 09 in der Gegend des Mount Guna. Die Woreda LHintergrund:

Die Ecole Primaire Mpara liegt im Sektor Ngororero, im Nordwesten Ruandas. Die Anfahrt erfolgt über Muhanga, von wo aus eine Hauptstraße Richtung Norden durch das Distrikt Ngororero führt und dauert etwa zweieinhalb Stunden. Die Schule ist gut erreichbar, nur die letzten fünf Kilometer der Strecke müssen auf einer Nebenstraße zurückgelegt werden, welche aber gut befahrbar ist.

Die Schule wurde im Jahr 1925 von der katholischen Kirche in Ruanda gegründet und ist eine reine Grundschule mit den Pflichtfächern der P1-P6. Sie wurde mit der Zeit immer wieder erweitert, um die ansteigende Schülerzahl aufnehmen zu können. Zur Zeit besuchen die Ecole Primaire Mpara 830 Schülerinnen und Schüler (415 Mädchen und 415 Jungen). Der Unterricht wird von 15 Lehrkräften geleitet und ist in zwei Schichten, jeweils eine am Vor- und eine am Nachmittag, organisiert. Der dazugehörige Kindergarten befindet sich in privater Trägerschaft und wird von 160 Kindern besucht, welche in dem ehemaligen Lehrerzimmer unterrichtet werden. Der Raum weist große Risse in den Wänden auf und da nicht genügend Schulbänke vorhanden sind, müssen die Kinder zum Teil auf Baumstämmen dem von nur einer Lehrkraft geführten Unterricht folgen.

Die Schule liegt in einer Region, die besonders in der Regenzeit heftigsten Regenfällen ausgesetzt ist. Dies erschwert die Situation drastisch, da schlechte Bausubstanz wie an dieser Schule bei starken Niederschlägen stark in Mitleidenschaft gezogen wird oder ganz versagt. Aufgrund der letzten Unwetter steht die Schule nun vor großen Herausforderungen und ist, wenn nicht bald etwas getan wird, vom Einsturz bedroht. In dieser Region leben viele Kinder und es hätte schwerwiegende Folgen, wenn diese Schule aufgrund widriger Bedingungen geschlossen werden müsste. Die Region ist sehr arm, weshalb eine Initiative der Eltern oder des Distrikts nicht erwartet werden kann. Die Unterstützung dieses Projekts geht mit den Zielen der SDG (Sustainable Development Goals) überein.

Problemstellung:

Der Schule stehen 14 Klassenräume zur Verfügung, jedoch sind alle Schulgebäude bis auf das kürzlich neu gebaute sehr renovierungsbedürftig bzw. ganz zu ersetzen. Zwei Klassenräume sind noch in Lehmbauweise errichtet. Die Bausubstanz ist aufgrund ihres Alters und der Bauweise in einem sehr schlechten Zustand und müsste durch neue Klassenräume ersetzt werden.

Selbst in den besseren Klassenräumen gibt es keinen befestigten Fußboden. Die Dachträger sind aus unbearbeitetem Holz und die Dacheindeckung aus einfachem Wellblech. Des Weiteren sind Fenster und Türen zumeist in sehr schlechtem Zustand und nicht fest verankert.

Drei dieser Räume sind nun aufgrund von Unwettern nicht mehr nutzbar, da bei zweien das Dach zum großen Teil eingestürzt ist und der daneben liegende Raum bereits starke Schäden am Dach vorweist und droht, weiter einzufallen. Generell sind Anzahl und Größe der Klassen nicht ausreichend für die 830 SchülerInnen. Da es keine ausreichende Anzahl an Schulbänken gibt, sitzen die Kinder zu viert an einer Schulbank. Vor allem in dem Kindergarten fehlt es an Schulbänken, sodass ein paar Kinder auf Baumstämmen sitzen. Das ehemalige Lehrerzimmer wird nun als Räumlichkeit für den Kindergarten genutzt. Die Bausubstanz des Gebäudes ist jedoch aufgrund ihres Alters und der Bauweise in einem sehr schlechten Zustand und weist große Risse in den Wänden auf. Es fehlt an Schul- und Labormaterialien, Karten und Lehrbüchern.

Die zwei errichteten Regenwasserzisternen sind für die Schule eine enorme Hilfe, jedoch reichen sie noch nicht aus, um die ganze Schule in der Trockenzeit mit genügend Brauchwasser zu versorgen. An der Schule sind nun, dank der letzten Investition, einige Toiletten in gutem Zustand vorhanden. Es gibt einen Anschluss an die öffentliche Stromversorgung.

Lösungsvorschlag:

Renovierung der durch das Unwetter eingestürzten Dächer am Gebäude mit den sechs Klassenräumen und Ausbesserung der Fenster und Türen. Zusätzlich werden 3 Klassenräume mit Möbeln ausgestattet. Um die Versorgung der Ecole Primaire Mpara mit Brauchwasser zu verbessern, wird eine Zisterne von 10m³ installiert. Zusätzlich wird dadurch verhindert, dass Regenwasser unkontrolliert von den Dachflächen abfließt und Schäden an umliegenden Alt- und Neubauten anrichtet.

Fördervolumen: 31.016 Euro

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Bau von zwei Klassenräumen, Zisterne und Büro sowie Sanierung restlicher Klassenräume

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