Mbagala (2018)

Bau einer Mädchen-Grundschule

Standort:

Mbagala (Tansania/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Pfarrer Friedhelm Feigk und LITTLE SISTERS OF ST FRANCIS OF ASISSI

Hintergrund:

Mbagala liegt in der Küstenregion von Tansania und ist ein Stadtteil von Dar es Salaam.

Die Gegend ist von relativ armen Menschen besiedelt. Mädchen in die Schule zu schicken hatte bisher keine Priorität. Ein Grund dafür ist, dass es auf dem langen Schulweg immer wieder zu Übergriffen und Vergewaltigungen gekommen ist. Unser Projektpartner, die Ordensgemeinschaft „LITTLE SISTERS OF ST FRANCIS OF ASISSI”, kümmern sich mit rund 100 Schwestern um die Bildung der Kinder in der Region.

Viele der bestehenden staatlichen Schulen sind sehr baufällig, völlig überfüllt und die Lehrqualität ist schlecht. Es gibt kaum Lehrmaterial, Bücher, Stifte oder Papier. Daher ist die Schulabbruchquote in der Region sehr hoch.

Die Ordensschwestern betreiben in Mbagala bereits seit 2009 eine Vorschule und ihnen fehlt seitdem das Geld, um das Bildungsangebot um eine Grundschule zu erweitern. Ihnen tut es in der Seele leid, die Kinder, denen sie eine gute Vorschulausbildung gegeben haben, dann im Anschluss auf eine staatliche Schule zu schicken und zu sehen, dass sie dort die Schule wieder abbrechen aufgrund der schlechten Infrastruktur und Unterrichtsqualität.

Die Vorschule heißt “Millenium Nursery School“ und wird nach den Grundlagen von Montessori betrieben. Die spätere Grundschule soll ein spezielles Angebot für Mädchen werden.

Es ist wichtig, dass auch die Mädchen gut ausgebildet werden, weil dies zu einer stabilen und gesunden Entwicklung des Landes beiträgt. Es ist nachgewiesen, dass gebildete Frauen viel seltener bei der Geburt eines Kindes sterben, weil sie besser über die Vorgänge und Hygienebedingungen informiert sind. Außerdem kennen sie die Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung und daher ist die Sterblichkeit ihrer Kinder niedriger.

Kinder von alphabetisierten Kindern werden später auch zur Schule gehen. Wenn bereits die Eltern keine Schule besucht haben, halten sie dies oft auch für ihre Kinder für überflüssig.

Nachgewiesenermaßen entwickelt sich die Wirtschaft in den Ländern besser, in denen auch Mädchen gebildet werden. Sicher auch aus dem Grund, weil gebildete Frauen sich nicht nur durch die Anzahl der Kinder im Leben profilieren können, sondern andere Möglichkeiten in einem späteren Beruf sehen. Ein großes Problem der afrikanischen Länder ist das hohe Bevölkerungswachstum, weil immer noch viele Frauen denken, dass sie mehr Wert sind, je mehr Kinder sie bekommen.

Die Region um Dar es Salaam hat eine sehr hohe Bevölkerungsdichte und viele verschiedene Religionen, Stämme und Kulturen. Oft werden die Mädchen schon früh verheiratet und schon als Teenager schwanger. Mädchen, die unverheiratet schwanger werden, werden von der Familie verstoßen. Die Schwangerschaft wird als ihr Fehler angesehen, obwohl sie nie aufgeklärt wurden. Diese fehlende Aufklärung trägt auch dazu bei, dass viele Mädchen sich schon früh mit HIV infizieren.

Leider ist es gerade in der Küstenregion um Mbagala so, dass die Mädchen aus den armen Familien oft nie eine Schule besuchen und stattdessen daheim im Haushalt arbeiten müssen. Oder wenn sie zu einer staatlichen Schule gehen, werden sie vom Lehrer für dessen Hausarbeit benutzt. So müssen sie für ihn Wasser holen oder putzen anstatt am Unterricht teilzunehmen.

Aus diesem Grund soll die neue Grundschule speziell für Mädchen gebaut werden und die Unterrichtsinhalte werden auch an deren Bedürfnisse angepasst.

Die Ordensschwestern möchten für ein ordentliches Bildungsangebot der Mädchen sorgen, was auch dazu beitragen soll, dass sie erst später verheiratet werden.

Projektbeschreibung:

Es soll neben der bestehenden Vorschule eine Grundschule für Mädchen in Mbagala gebaut werden.

Das Gebäude soll aus 4 Klassenräumen, Büros, Toiletten und einem Aufenthaltsraum bestehen (siehe beigefügter Bauplan). Es soll voraussichtlich so gebaut werden, dass später die Aufstockung um ein weiteres Stockwerk möglich ist.

An der Schule sind alle Religionen willkommen. Auch an der Vorschule werden bereits Christen, Muslime, Hindus und Ismaeliten unterrichtet. Es wird nicht missioniert.

Fördervolumen: 67.500 Euro

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