Loongung I (2018)

Bau von zwei Klassenräumen

Standort:

Loongung I (Tansania/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Upendo

Informationen zum Ort

Loongung‘ ist ein Ort im Simanjiro Distrikt. Der Ort hat über 3.000 Einwohner. Seit der Unabhängigkeit von Tanzania hat der Ort nie soziale Unterstützung des Staates bekommen. Zweimal im Monat kommen seit 1989 die Flying Doctors von Arusha, was dazu führt, dass die Menschen dort glauben, dass ein Krankenhaus mobil ist. Es gibt keine Schule im Ort, die nächste Schule ist 21 km weg in Looltepes. Kinder können diese Schule nicht besuchen, weil sie zu weit entfernt liegt und Eltern können ihre Kinder nicht so weit entfernt bei anderen unterbringen. Das Hüten der Herden erscheint da besser für die Kinder zu sein als ein Schulbesuch.

Der Unterricht, der seit 2015 im Dorf angeboten wird, war anfangs als Kindergarten für Loongung‘ gedacht, hat sich auf eine Primarschule mit Standard 1 und 2 ausgedehnt. Seit drei Jahren ist es nun eine nicht anerkannte Mini-Grundschule. 2018 wird erwartet, dass mehr Schüler zum Unterricht kommen, was zu einer neuen Klasse von Standard 3 führen wird. Die einzige Lehrerin hat keine Ahnung, wie sie den Unterricht räumlich und zeitlich durchführen soll, um alle Schüler aufzunehmen und gleichzeitig zu unterrichten. 75 Schülerinnen und Schüler werden erwartet, 49 Jungen und 26 Mädchen.

Derzeitige Anzahl der Schüler in Loongung‘

Insgesamt besuchen nur 115 Kinder aller Kinder des Dorfes eine Schulklasse (weniger als 19%, der Rest blieb zuhause).

Die Volksschul- und Kindergartenlehrerin ist eine junge Frau mit 2 Kindern, die von der Kommune eingestellt wurde, um die Kinder in den ersten Klassen zu unterrichten. Sie lebt nun seit 3 Jahren im Ort. Sie hat sich weitergebildet und kann nun auch Grundschulunterricht direkt vor ihrem Haus geben. Sie ist sozusagen die Schule des Ortes. Ihre Schüler lernen unter dem Dornenbaum, der eigentlich dazu dienen sollte, Schatten für Ziegen zu spenden und deshalb vor ihrem Haus gepflanzt wurde, direkt bei der Einzäunung für ihre Ziegen, damit diese dort ruhen können.

Es wohnen etwa 500 Kinder im näheren Umfeld der Schulstelle. Einige sind zuhause, andere sind beschäftigt mit Hüten, Melken und sie warten darauf, erwachsen und verheiratet zu werden, ohne jede Bildung. Die Schulbildung unter einem Baum trägt nicht unbedingt zum Ansehen und zur Attraktivität der Schule für die Dörfler bei. Sie kennen die Schule im benachbarten Looltepes, die etwa 20 km entfernt liegt. Sie glauben, dass die Schule dort zu überlaufen ist, außerdem würde es bedeuten, dass die Kinder eine lange Strecke zur Schule zurücklegen müssen. Hinzu kommt, dass man jemanden kennen muss, der den Weg dafür ebnet, dass das eigene Kind aufgenommen wird. Parallel werden Verwandte in der Nähe benötigt, bei denen das Kind unterkommen kann. Kinder im Dorf Loongung‘ hören jedoch von dieser Schule und vergleichen sie mit der sogenannten "Schule" in ihrem Dorf.

Das Dorf hat ein Bohrloch, obwohl es dort keinen Vorratstank gibt. Der vorhandene Wassertank leckt, da die Wände voller Löcher sind. Außerdem fehlt es an medizinischer Versorgung und Energie im Dorf. Jedoch, wie schon erwähnt, erhalten sie manchmal Medikamente vom römisch-katholischen Flying Doctors Service.

Gegenwärtig versuchen die Dorfbewohner, ein Lehrerhaus im Dorf zu errichten, damit sie einen neuen Lehrer aufnehmen können, der Lilian helfen kann, und auch als Vorgriff zum Aufbau einer neuen Primarschule. Das Dorf hat auch einen Wasserpumpengenerator, von dem sie sagen, dass er zu teuer im Betrieb sei. Es ist ein riesiger Dieselgenerator. Die Schule, wenn sie gebaut würde, könnte Wasser aus dem Dorfbohrloch beziehen. Das Dorf steht vor einer Reihe von Herausforderungen, wie vor allem am Mangel an notwendigen sozialen Diensten. Unsere Partnerorganisation sucht nun nach einer Möglichkeit, dem Dorf zu helfen, braucht dafür aber Unterstützung.

Problembeschreibung

Die einzige Möglichkeit zur Bekämpfung von Armut ist eine qualitativ hochwertige Bildung, um das Bewusstsein zu schaffen, die Analphabetenrate zu senken. Dieses Dorf benötigt eine komplett neue Grundschule, die mit hochwertigen Klassenzimmern, Toiletten, Personalbüros, Lehrerwohnungen, Dormitorien und einem Sportplatz ausgestattet ist. Die beiden Klassen, die in einer ersten Phase gebaut werden sollen, sollen vor allem von kleinen Kindern im schulpflichtigen Alter genutzt werden. Die Kinder teilen sich die beiden Klassenzimmer im Schichtbetrieb, eine am Morgen und die andere am Nachmittag, bis hoffentlich mehr Klassenzimmer zur Verfügung stehen. Der Bau der Schule wird großen Einfluss auf das Lern- und Lehrumfeld haben, das für die Leistung einer Schule notwendig ist.

Eine gute Lernumgebung wird viel akademische und soziale Stabilität erzeugen und den Wunsch nach Lesen, Schreiben und Rechnen für Kinder wecken. Die Fähigkeit, diese grundlegenden Dinge zu erlernen, wird den Analphabetismus besiegen, der die Armut begründet. Unzureichende Voraussetzungen nehmen den Kindern das Grundrecht auf Bildung.

Projektziele

Das Ziel dieses Projekts ist es, eine ausreichende, verbesserte und dauerhafte Schule mit ausreichenden Toiletten und Klassenzimmern, die den Bildungsnormen und -standards entsprechen, für eine Zahl von mindestens 567 Schülern und ihren Lehrern in Form einer Primarschule in Loongung‘ zur Verfügung zu stellen. Die Verbesserung durch Schultoiletten und Schulgebäude gewährt ein sicheres und gesundes Schulumfeld.

  • Verbesserung der Lern- und Lehrbedingungen in der Schule
  • Angebot einer qualitativ hochwertigen Bildung
  • Bewusstseinsbildung für Analphabeten
  • Erhöhung der Schülerzahlen
  • Unterstützung der Dorfgemeinschaft, um notwendige sozialen Dienste zu erhalten.
  • Unterstützung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung
  • Reduktion der Armut
  • Anerkennung der Bedürfnisse des Dorfes durch andere Institutionen und auch die Regierung
  • Weniger Isolation durch Förderung der Interaktion
  • Schaffung von Einkommensmöglichkeiten für Dorfbewohner/Innen
  • Stärkung der Gemeinschaft zwischen den Dorfbewohnern
  • Verbesserung des Lebensumfeldes
  • Erhöhung der Lebensqualität
  • Schaffung von mehr Zuversicht und Glück für Dorfbewohner
  • Mehr psychologische Stabilität durch weniger Stress bedingte Armut
  • Bessere Zukunft für die Loongung‘ Dorfbewohner, ihre Kinder und Nachbarn

Projektaktivitäten

Die wichtigsten Aktivitäten sind Folgende:

  • Bau von 2 Klassenräumen als Beginn,
  • Kauf von 46 Schultischen für die beiden Räume,
  • Bau von 16 Toiletten für Jungen und Mädchen

Fördervolumen: 36.668 Euro

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