Lindóia (2023)

Bau von 5 Klassenräumen inkl. Möbel, Bibliothek, Mehrzweckraum, Aufenthaltsraum, 2 Toiletten

Standort:

Lindóia (Brasilien/Südamerika)

Projektpartner vor Ort: Global Care Kinderhilfswerk e.V.

Land, Region

Die Schule liegt im Stadtteil Lindóia, in der Stadt Curitiba, im Bezirk Paraná im Süden Brasilien, ca. 850 km von Rio de Janeiro entfernt.

Allgemeiner Hintergrund

Durch seine Größe und Wirtschaftskraft hat Brasilien als fünftgrößtes Land weltweit hohe internationale Bedeutung. Ein Land, reich an natürlichen Ressourcen und gut ausgebildeten Arbeitskräften. Und doch brauchte es das größte Armutsbekämpfungsprogramm der Welt, um die Rate der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss, von über 20 % auf 3,4 % zu senken.

Weiterhin besteht ein erhebliches Ungleichgewicht und die Einkommensunterschiede sind sehr groß. Inzwischen sind die Wachstumsraten eingebrochen, der Staat ist hoch verschuldet.

Viele Einwohner*innen haben keine Berufsausbildung und verdienen nur einen geringen Lohn. Der Bildungsmangel hat negativen Einfluss auf das soziale Verhalten innerhalb der Gesellschaft und lässt die Arbeitslosigkeitsrate rasant ansteigen.

Um die Familie ausreichend zu versorgen und die hohen Lebenshaltungskosten bestreiten zu können, müssen oft beide Elternteile ganztägig arbeiten. Damit die Kinder nicht sich selbst überlassen und der Gewalt und Kriminalität der Straße ausgesetzt sind, erhalten sie unter dem Namen „A Mão Cooperadora“ („Die Helfende Hand“) eine neue Perspektive.

Die lokale gemeinnützige Partnerorganisation „A Mao Cooperadora“ ist bereits seit 45 Jahren mit einem umfangreichen Hilfsprogramm in Brasilien tätig. In der Region Curitiba werden vier Kindergärten, eine Vorschule und eine Schule betrieben. Im Rahmen der Ganztagsbetreuung, die von sehr vielen Familien in Anspruch genommen wird, stehen die positive Prägung der Kinder und die Stärkung ihres Selbstbewusstseins im Vordergrund. Die Eltern erhalten Beratung in Erziehungsfragen und werden motiviert, gemeinsame Zeit mit ihren Kindern zu nutzen und sich für den Zusammenhalt der Familie stark zu machen. Feiern zu Ostern und Weihnachten oder ein gemeinsamer Familientag schenken gemeinsame Momente. Die Eltern sind dankbar für den Schutz der Einrichtung, das vielfältige Programm und die gute Bildung, die ihre Kinder hier erhalten.

Hintergrund zum Projekt und aktuelle Herausforderungen

Nur 1.500 Meter entfernt von der Tagesstätte ist die Favela Parolin (siehe u. a. Fotos). Von dieser Favela und dem benachbarten ärmeren Stadtviertel Vila Guaira wurden auch Kinder betreut. Allerdings erfolgt die Zuteilung der Kinder durch die Stadt, die die Tagesstätte auf Wunsch der Eltern oft in die Nähe von deren Arbeitsstelle einteilt. Daher gibt es keine feste Zuordnung zu Armenvierteln oder bestimmten Gebieten.

Der Kindergarten in Lindoia betreut derzeit 135 Kinder aus sozial schwachen Familien im Alter von 1 bis 4 Jahren – finanziert durch die Stadtverwaltung von Curitiba. Besser gestellte Familien kommen privat für die Gebühren auf.

Bisher müssen die Kinder nach Abschluss des Kindergartens die Einrichtung verlassen, um zur Schule zu gehen. Das bringt mit sich, dass sie den Schutzraum verlieren, der für sie in ihrem sozialen Umfeld besonders wichtig ist. Es gibt zwar öffentliche Schulen in der Region, doch die qualifizierte Betreuung und wertebasierte christliche Ausrichtung des Trägers schenkt den Kindern ein gutes Fundament für ihre Zukunft und wird von den Familien sowie den Behörden sehr geschätzt.

So besteht dringende Nachfrage nach Erweiterung des Betreuungsprogramms.

Auf dem Grundstück des Kindergartens soll eine Grundschule gebaut werden. Ziel ist es, eine
kontinuierliche Betreuung der Kinder bis zum Ende der Grundschulzeit sowie eine qualitativ hochwertige Ausbildung mit geringen Gebühren oder Stipendien für Kinder aus armen Familien anzubieten.

Projektmaßnahmen / Projektbeschreibung

Geplant ist der Bau eines zweistöckigen Gebäudes für die Einrichtung von fünf Klassenzimmern, einer Bibliothek, eines Mehrzweckraums und von Sanitäranlagen mit der Option einer späteren Erweiterung.

Die Gesamtfläche wird 480 m² betragen. Es wird in Fertigbauweise gebaut, um eine schnelle Montage mit wenig Lärmbelästigung für den laufenden Kindergartenbetrieb zu gewährleisten.

Die Einführung der Klassen kann ggf. schrittweise erfolgen, beginnend mit zwei Klassenräumen für die 1. Klasse und einem Raum für die 2. Klasse. Bis Ende 2022 könnten ggf. im Erdgeschoss zwei oder drei Klassenräume eingerichtet werden, sodass der Unterricht im Februar 2023 beginnen könnte.

Es sollen dann 260 Schüler*innen (130 vormittags und 130 nachmittags) von 12 Lehrer*innen unterrichtet werden.

Fördervolumen: 136.000 Euro

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