Likunda (2020)

Bau von vier Klassenräumen und Toiletten

Standort:

Likunda (Kenia/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Watoto e.V.

Hintergrund:

Der Verein Watoto e.V. unterstützt seit 1996 die sechs Schulen der „Mekaela Academies“ im Distrikt Kwale.

Die Likunda Primary School liegt in Ukunda im Süden Kenias, ca. 50 Kilometer südlich von Mombasa.

Seit 2003 gibt es in Kenia keine Schulgebühren mehr für Grundschulen. Bis zur achten Klasse besteht Schulpflicht. In der Regel sind die staatlichen Schulen unterfinanziert, überlastet und es wird nicht selten veralteter Stoff in völlig überfüllten Klassenräumen unterrichtet.

Nur noch etwas mehr als die Hälfte der Jungen und Mädchen besuchen eine weiterführende Schule. Denn diese sind kostenpflichtig, und arme Familien können sich die damit verbundenen Kosten kaum leisten.

An privaten Schulen - wie den Mekaela Academies - ist die Ausbildung besser. Durch sie erhalten auch die Kinder armer Familien eine Chance auf eine gute Ausbildung und damit auf ein besseres Leben.

Rund die Hälfte der ca. 1.600 Kinder an den Mekaela Academies verfügen über ein Stipendium oder eine Patenschaft durch Watoto und anderen gemeinnützigen Einrichtungen. Dadurch sind die Schulen in die Gemeinschaft der Menschen in Ukunda integriert und nicht nur Eliteschulen für die besser Verdienenden. Alle Schüler der Mekaela Academies erhalten eine kostenlose medizinische Grundversorgung.

Die Likunda Primary School (LPS) ist die zweite Schule der Mekaela Academies. Mit dem Bau wurde 2001 begonnen, aber weil der Hauptsponsor nach dem Attentat des 11. September seine Spenden komplett einstellte, dauerte es bis 2003, bis die Schule eröffnet werden konnte. Die LPS ist ein Internat mit Grundschule für die 1. bis zur 8. Klasse und einem Kindergarten, der sich auf einem abgegrenzten Teil des über 2 Hektar großen Grundstückes befindet. Die Schule ist zweizügig und hat Kapazitäten für 530 Schüler, die Hälfte davon kann im Internat untergebracht werden. Rund 20 Mitarbeiter arbeiten im Internatsbereich: Köche, Reinigungs- und Aufsichtspersonal, Hausdamen und Sicherheitsleute. Mehr als 20 Lehrkräfte sind für die Bildung der Kinder zuständig. Es gibt derzeit 13 Klassenräume für die Grundschule plus 3 für die Vorschule.

Internats- und Tagesschüler werden von der Kantine mit Mahlzeiten versorgt. Ein Teil der Grundnahrungsmittel, z.B. Mais und Gemüse, Obst, Milch und seit neuerem auch Hühner wird von zwei schuleigenen Farmen in den nahe liegenden Shimba Hills produziert.

Im Februar 2013 wurde die LPS durch ein Feuer fast vollständig zerstört. Starke Winde hatten Funken nach einer Brandrodung auf die leicht entzündbaren Makuti-Dächer (aus Palmwedeln) getragen und in Brand gesetzt. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus und griff auf alle Gebäude über, die keine Blechdächer hatten. Zum Glück hatten die Schlafsäle des Internats - wegen der Brandgefahr - Blechdächer und überstanden das Unglück. Verletzt wurde zum Glück niemand, aber der Schaden war beträchtlich.

Die Versicherungen ersetzten nur knapp ein Drittel des Schadens, aber Dank vieler Spender konnte die Schule wiederaufgebaut werden. Beim Wiederaufbau wurde konsequent auf jegliches Makuti verzichtet und statt dessen gestanzte Blechdächer gewählt.

Aufgrund der guten Leistungen der letzten Jahre ist die Nachfrage nach Schulplätzen enorm gestiegen. Die Warteliste von Schülern, die nicht aufgenommen werden können, ist lang.

Daher soll die Zahl der verfügbaren Schulplätze um 120 bis 140 erhöht werden. Platz dafür ist auf dem Grundstück vorhanden.

Projektmaßnahmen:

Es sollen vier zusätzliche Klassenräume sowie ein neuer Toilettentrakt gebaut werden. Die Klassenräume werden für neue Schüler der Klassenstufen 1 bis 4 verwendet.

Fördervolumen: 40.900 Euro

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