Lekimelok (2022)

Bau von 2 Klassenräumen, Büro, Möbel und Toilettenblock

Standort:

Lekimelok (Tansania/Afrika)

Partnerorganisation vor Ort: upendo e.V.

Hintergrund

Der Name der Schule ist „Lekimelok new Primary School“, benannt nach dem Unterdorf Lekimelok, in dem die Schule gebaut werden soll. Das Dorf Lemooti hat vier Unterdörfer, darunter: Lemooti, Lesidai, Olorisyo und Lekimelok. Die Einwohnerzahl des Dorfes Lemooti wird in der offiziellen Dorfstatistik derzeit auf 3.211 Personen geschätzt. Von dieser Gesamtzahl wird die Anzahl der Kinder auf 846 geschätzt. Und von diesen Kindern sind 652 im schulpflichtigen Alter.

Da Bildung ein Grundrecht aller Kinder ist, hinken die Massai hinterher, wenn es darum geht, ihren Kindern dieses Grundbedürfnis zu ermöglichen. Die Unterstützung durch die Regierung ist minimal, da die Regierung erwartet, dass jedes registrierte Dorf seine eigenen Primarschulen bauen und auch in größerem Umfang zur Bereitstellung anderer notwendiger sozialer Dienste beitragen muss, und zwar trotz der vorhandenen finanziellen Beschränkungen. Die Gemeinden sind jedoch nicht in der Lage, selbst Schulen zu errichten. Das Dorf Lemooti ist ein von der tansanischen Regierung registriertes Dorf im Distrikt Monduli in der Region Arusha. Es ist ein Dorf am äußersten Rand des Tarangire-Nationalparks. Dieses Dorf in einem abgelegenen Gebiet hat derzeit eine Primarschule, die Lemooti Primary School, mit insgesamt 470 Schülern. ECLAT hat die Lemooti Primary School im Jahr 2020 renoviert, so dass sie nun ein besseres Lernumfeld bietet. Die schulischen Leistungen der Schüler scheinen sich nach Abschluss der Renovierung der Schule in jeder Klasse bereits kurz danach verbessert zu haben. Die weiten Entfernungen von 14 km und mehr, die die Kinder von zu Hause bis zur Schule zurücklegen, veranlassten die Dorfleitung von Lemooti, die Eltern und den Sprecher der Gemeinde sowie den Ältestenrat, zur Entscheidung, eine neue Primarschule auf einer anderen Seite des Dorfes zu bauen, damit die Kinder und Schüler aus allen Winkeln des Dorfes problem- und gefahrlos zur Schule gehen können.

Das ausgewählte Gebiet für den Bau der neuen Schule liegt 14 Kilometer von der bestehenden Primarschule in Lemooti entfernt. Da das Dorf an den Tarangire-Nationalpark angrenzt, kommen viele Wildtiere in der Gegend vor, die sich gelegentlich auch im Dorfgebiet selbst aufhalten. Auf diese Weise kommt es häufig zu Konflikten zwischen Mensch und Wildtier. Immer wieder wird von Fällen berichtet, in denen Menschen durch Elefanten und andere Wildtiere getötet wurden. So wurde beispielsweise berichtet, dass jährlich etwa 12 Menschen von Elefanten getötet und eine gewisse Anzahl von ihnen verletzt werden, und dies geschah auch noch wenige Monate vor der Erstellung dieses Antrags. Um von Lekimelok das Dorf Lemooti zu erreichen, sind eine Reihe von Flüssen zu überqueren, die in der Regenzeit überschwemmt werden und die Straßen blockieren. Die Böden an den Ufern der Flüsse sind schlammig und glitschig und schwer zu überqueren. Einige Schüler versuchen, die überschwemmten Flüsse zu überqueren, um rechtzeitig zur Schule zu kommen und am Unterricht teilzunehmen. Einige von ihnen werden von den Wassermassen der Flüsse mitgerissen und kommen dabei ums Leben. Das Dorf meldete sechs Todesfälle von Kindern durch Überschwemmungen in der letzten Regenzeit, zwei davon waren Schüler, die versuchten, den Fluss auf dem Weg zur Schule zu überqueren.

Die nächstgelegene Wasserquelle im Unterdorf Lekimelok befindet sich am Stausee, der 9 km vom Neubaugebiet der Schule entfernt ist. Andere Wasserquellen sind die Flüsse, aber nur während der Regenzeit. Aus diesem Grund ist der Bau eines Wasserauffangsystems für die Schule so wichtig. Auch bei der viermaligen Bohrung eines Grundwasserlochs an verschiedenen Stellen der Gegend wurde kein Grundwasser gefunden. Die Dorfbewohner müssen weit laufen, um Wasser zu holen und im Flussbett nach Wasser zu graben. Der Lemooti-Stausee, der normalerweise Menschen und Vieh mit Wasser versorgt, ist derzeit sogar ausgetrocknet, so dass die Dorfbewohner zurzeit gezwungen sind, sehr weit entfernt nach Wasser zu suchen.

Die Lemooti-Gemeinde hat sich an unseren Partner gewandt und um Unterstützung beim Bau ihrer neuen Schule in dem Unterdorf gebeten. Die Gemeinde hat die Initiative ergriffen, den Bau der Schule selbst in die Hand zu nehmen, Schüler in der neuen Schule anzumelden, einen freiwilligen Lehrer aus ihren Reihen zu finden und zugesagt, ein 4-in-1-Lehrerhaus zu bauen, sobald unser Partner mit dem Bau von den anderen Gebäuden wie Klassenzimmer und Toiletten für die Schule beginnt. Dieser Schritt der Gemeinde regte unseren Partner beim Besuch des Schulgeländes dazu an, die Notwendigkeit einer gemeinsamen Anstrengung zu erkennen, um dieser Gemeinde zum Bau der Schule zu verhelfen.

Der Bau einer neuen Primarschule im Unterdorf Lekimelok ist dringend nötig und sollte, wenn möglich, bald realisiert werden. Die Schule hat vor kurzem mit einem aus Lehm gebauten und mit Wellblech bedeckten Klassenzimmer den Betrieb aufgenommen. Der Unterricht begann mit insgesamt 89 Kindergartenkindern. Die Kinder werden von einer ehrenamtlichen Lehrerin unterrichtet, die die Tochter eines der ältesten Dorfvorsteher im Unterdorf ist. Den Vorschülern wird Lesen, Schreiben und Rechnen beigebracht.

Das Klassenzimmer aus Lehm und Wellblech wird nur für den Unterricht der jüngeren Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren genutzt; die älteren müssen - ungeachtet der gefährlichen wilden Tiere in der Gegend und der Flussüberschwemmungen während der Regenzeit - in die renovierte Lemooti-Primarschule gehen, die 14 km entfernt liegt. Die Zahl der älteren Kinder aus dem Unterdorf Lekimelok, die jeden Tag zur Lemooti-Primarschule gehen, beträgt 110. Der Dorfvorsteher von Lekimelok schätzt die Zahl der Kinder im schulpflichtigen Alter im Unterdorf, die nicht zur Schule gehen, auf etwa 400.

Projektmaßnahmen

Die Schule benötigt insgesamt in mehreren Bauphasen folgende Infrastruktur: acht Klassenzimmer, vier Lehrerzimmer, Mobiliar, d. h. Schulbänke für die Schüler und Tische und Stühle für die Lehrer, sowie den Bau von zwei Toilettenblöcken mit je 16 Grubenlatrinen. Auch ein Regenwassersammelsystem an der Schule ist unumgänglich, die Installation und Verlegung von Dachrinnen und Rohren um die Gebäude herum sowie die Installation von ausreichend Wassertanks werden diese Projektaktivitäten abrunden. Alle Infrastrukturmaßnahmen werden gemäß den technischen Empfehlungen und den Baunormen und -anforderungen der Regierung Tansanias gebaut. Der Bau der Schule soll in mehreren Phasen erfolgen.

Wir beginnen jetzt mit Phase I: Bau von zwei Klassenräumen, einem Büro, Bereitstellung von Möbeln und Bau eines Toilettenblocks mit 16 Grubenlatrinen für Mädchen, (Bau von Lehrerwohnungen)

Fördervolumen: 45.535 Euro

vorher (Fotos: Rüdiger Fessel)

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