Lassa-Elimde (2021)

Bau von vier Klassenräumen, Möbel, Büro, Lagerraum, Toiletten

Standort:

Lassa-Elimde (Togo/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Ossara e.V.

Hintergrund:

Der Stadtteil Lassa-Elimdè zählt heute ca. 3.500 Einwohner*innen und liegt zwischen Tchola im Norden, Abouda im Süden, Lama im Westen und Sirka im Osten. Ca. 6 Km trennen dieser Stadtteil vom Stadtzentrum. Neben der überwiegenden ethnischen Gruppe Kabyè leben dort auch die Losso, Ewe, Nago und Ibo.

Die Region von Kara und Umgebung ist berühmt für die traditionellen Zweikämpfe bzw. Ringen „Evala“. Der Name „Elimdè“ stammt aus der hier meistgesprochenen Sprache Kabye und bedeutet „Sonne“. So soll auch, laut der Überlieferung, der erste Bewohner dieser Gegend um die Jahre 1800 geheißen haben.

Die Menschen leben hauptsächlich von der Landwirtschaft, Vieh- und Ziegenzucht. Mais, Hirse und Jams werden auf den Feldern für den eigenen Bedarf angebaut. Der traditionell betriebene Ackerbau wird stark beeinflusst durch das Tropenklima, bestehend aus einer Regenzeit (von Mai bis Oktober) und einer Trockenzeit (von November bis März). Ackerbau wird nur in der Regenzeit betrieben.

Die Grundschule von Lassa-Elimdè wurde im September 2019 gegründet und zählte bereits im ersten Schuljahr 2019/2020 ca. 173 Schüler*innen, die von 5 Lehrer*innen unterrichtet werden.

Der Staat trägt die Gehälter von 3 Lehrer*innen, die 2 anderen werden noch über Elternbeiträge finanziert. 48 Kinder besuchen die Vorschule.

Die Schüler*innen werden aufgrund der fehlenden Klassenräume in den vom Elternrat aus Holzpfählen und Stroh gebauten Schuppen unterrichtet. Diese provisorischen Bauten bieten kaum Schutz vor der tropischen Sonnenhitze und vor allem vor dem stürmischen Regen. In der Regenzeit fällt der Unterricht für Schüler*innen immer aus. Zudem haben Kinder und Lehrkräfte keine adäquaten Sitzmöglichkeiten – Schüler*innen sitzen aktuell auf Holzbrettern oder mitgebrachten Steinen und Hockern – und sind Stichen bzw. Bissen von Insekten und Reptilien ausgesetzt.

Die Schule verfügt nicht über Sanitäranlagen. Ein Pumpbrunnen liegt aber in der Nähe der Schule und dient als Wasserquelle für die Schule und den ganzen Stadtteil.

Projektmaßnahmen:

An der Grundschule Lassa-Elimdè soll ein Schulgebäude mit 4 Klassenräumen, Büro- und Lagerraum und einer Sanitäranlage gebaut werden.

Der Stadtteil erklärt sich bereit, durch die Bereitstellung des Grundstückes (aktueller Schulstandort), Kies, Wasser und ungelernte Arbeitskraft mitzuwirken. Auch die Unterbringung und Verpflegung der Mitarbeiter der Baufirma übernimmt die Gemeinde.

Dieses Projekt würde zur Verbesserung der Lernbedingungen an der Grundschule Lassa-Elimdè enorm und wesentlich beitragen, indem die Schüler*innen und das Lehrpersonal adäquate Schulklassen mit Sitzmöglichkeiten bekommen.

Fördervolumen: 50.444 Euro

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