Gitwe II (2018)

Bau und Ausstattung von drei Klassenräumen und einer Zisterne

Standort:

Gitwe II (Ruanda/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Koordinationsbüro Partnerschaft Rheinland-Pfalz / Ruanda

Hintergrund:

Die Ecole Primaire Gitwe liegt im Süden Ruandas, im Distrikt Nyaruguru. Die Anfahrt von Kigali über Muhanga und Huye dauert über 4,5 Stunden. Der Sektor Busanze liegt weit entfernt an der Grenze zu Burundi, die Schule ist ca. 60 Kilometer abseits einer asphaltierten Straße, die Pisten sind schlecht ausgebaut und schwer passierbar.

In 1998 haben sich die Eltern in der Region zusammengetan, um eine Schule zu gründen, da andere Schulen in der Umgebung zu weit entfernt lagen. Der weite Schulweg erschwerte den Schulbesuch und viele Kinder konnten dadurch nicht regelmäßig am Unterricht teilnehmen. Um den Kindern den Zugang zur Grundschulausbildung zu verbessern wurde die EP Gitwe eröffnet, die im gleichen Jahr der Gründung auch vom ruandischen Bildungsministerium MINEDUC anerkannt wurde.

Die ersten Schulgebäude wurden über die Elterngemeinschaft in einfacher Lehmziegelbauweise errichtet. In 2011 konnte über die Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP der Bau von sechs Klassen für die Schule ermöglicht werden. Da die Schülerzahl seitdem zugenommen hat und immer noch ein Teil der SchülerInnen in den alten Gebäuden unterrichtet werden müssen, hat die Schule eine neue Anfrage zum Bau von Klassenräumen eingereicht.

Derzeit besuchen 802 Schülerinnen und Schüler die Ecole Primaire. Sie werden von 14 Lehrkräften unterrichtet. Über den Partnerschaftsverein hat die EP Gitwe eine Partnerschule in Rheinland-Pfalz, die Grundschule Reifferscheid (S306), mit der ein regelmäßiger Austausch von Briefen und Bildern besteht. Die SchülerInnen und Lehrer gestalten die Partnerschaft über einen Jumelage-Club an der Schule aktiv mit.

Problemstellung:

Die Grundschule in Gitwe verfügt über 8 gute Klassenräume für die 802 SchülerInnen in den sechs Klassenstufen der Grundschule, darunter die sechs Räume, die in 2011 gebaut wurden.

Da die Klassen nicht ausreichen, werden die älteren Gebäude in Lehmziegelbauweise weiter für den Unterricht genutzt. Die Bausubstanz ist marode, die Böden und Wände sind löchrig, die Fenster sind klein und lassen zu wenig Licht einfallen. Sie haben keine Verglasungen und sind nur über Holzläden zu schließen, die den Raum komplett verdunkeln. Die Dachkonstruktion ist aus unbearbeiteten Rundhölzern und die Dachdeckung, teils in Lehmziegeln und teils in einfacher Blechdeckung, ist an vielen Stellen undicht, was die Nutzung der Räume bei Regen unmöglich macht. Die Gebäude sind baufällig und können nicht mehr lange genutzt werden.

Für die gesamte Schülerzahl stehen 14 Latrinenkabinen zur Verfügung, die zusammen mit den Klassenräumen in 2011 errichtet wurden. Es gibt drei Zisternen, die Regenwasser auffangen. Die Versorgung mit Frischwasser funktioniert über eine nahe gelegene Quelle. Es gibt keine Stromversorgung.

Lösungsvorschlag:

Abriss eines alten Lehmziegel-Gebäudes und Neubau und Ausstattung von drei Klassenräumen. Die neuen Klassen werden gemäß der „Child Friendly School Standards“ gebaut, die Raummaße und Fenstergrößen festlegen.

Mit dem Gebäude wird eine Zisterne à 10m³ errichtet, die Regenwasser der Dachflächen auffängt. Die Zisterne verhindert auch, dass Regenwasser unkontrolliert von den Dachflächen abfließt, wodurch Schäden an Alt- und Neubauten entstehen können.

Fördervolumen: 35.293 Euro

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Nkelima

Bau und Ausstattung von zwei Klassenzimmern, Büro, Toiletten und zwei Zisternen

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Bau und Ausstattung von sechs Klassenzimmern und zwei Zisternen

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