Gagnoa (2021)

Bau von drei Klassenzimmern, Toilette, Küche, Speisesaal, Brunnen

Standort:

Gagnoa (Elfenbeinküste/Afrika)

Projektpartner vor Ort: NaJe e.V.

Hintergrund:

Die Elfenbeinküste ist ein Staat in Westafrika. Er grenzt an Liberia, Guinea, Mali, Burkina Faso und Ghana und im Süden an den Atlantischen Ozean.

Das Land, das am 7. August 1960 die Unabhängigkeit von Frankreich erlangte, war jahrzehntelang politisch stabil und wurde durch die Einheitspartei PDCI (Parti Démocratique de Côte d’Ivoire) des damaligen Präsidenten Houphouët-Boigny regiert. Exporterlöse aus Kakao und Kaffee garantierten einen relativen Wohlstand. Innere Spannungen führten 1990 zum Ende der PDCI-Herrschaft. Mit zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten durch den Verfall der Kakaopreise eskalierten die Konflikte und führten zu einem bürgerkriegsähnlichen Zustand, der das Land 2002 in zwei Teile zerriss.

Seit dem Friedensvertrag von 2007 wird an der Versöhnung und Wiedervereinigung der Elfenbeinküste gearbeitet. Im Entwicklungsindex der Vereinten Nationen stand die Elfenbeinküste im Jahr 2019 auf Platz 165 von 189.

Die Schule „Queisha kawas Campement“ (das ist gleichzeitig auch der Dorfname) liegt in einem Dorf in der Nähe der Stadt Gagnoa. Das Projekt ist ein großer Wunsch des Chefs, der 1500 Quadratmeter Grundstücks-Fläche dafür zur Verfügung gestellt hat.

Die aktuelle Schule „Queisha kawas Campement“ ist in einem alten Gebäude aus Holz und in einem provisorischen, offenen Verschlag ohne Wände untergebracht. Das Holzgebäude ist aus den 90ern und mittlerweile sehr baufällig. Die Holzwände sind beschädigt und das Dach undicht. Es ist dunkel innen und bei Regen nass.

Das Provisorium im Freien ist ebenfalls unzumutbar, weil Staub, Hitze und Regen den Unterricht unmöglich machen.

Zurzeit besuchen 173 Schüler die Schule und erfahrungsgemäß steigt die Anzahl der Schüler schnell an, wenn es neue Schulgebäude gibt.

Projektmaßnahmen:

Es sollen zwei Gebäude errichtet werden. Eins beinhaltet drei Klassenräume, ein Büro für Lehrer und den Direktor und einen Sanitärtrakt. Die Klassenräume werden mit Schulmöbeln ausgestattet.

Das zwei Gebäude beinhaltet die Küche, den Speisesaal und einen Vorratsraum. Für die Trinkwasserversorgung der Schule und des Dorfes wird ein Brunnen errichtet.

Die Dorfbewohner unterstützen den Bau und erbringen folgende Leistungen: Sie werden die Fundamente graben und Wasser und Kies auf die Baustelle schaffen. Männer werden die Bauarbeiter beim Mauern unterstützen und Frauen für die Verpflegung sorgen.

Weiter wird jede der 70 Familien eine Schulbank finanzieren.

Fördervolumen: 50.000 Euro

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