Djamdé (2017)

Bau einer Grundschule mit drei Klassenzimmern

Standort:

Djamdé (Togo/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Aktion PIT Togohilfe e.V.

Hintergrund

Das Dorf Djamdé liegt in der Region Kara, im Norden von Togo. Von Kara aus fährt man ca. 25 km auf derzeit noch ziemlich „holpriger“ Teerstraße Richtung Westen. Das Dorf liegt im Landkreis Kozah und ist gleichzeitig Kantonssitz.

Djamdé ist der Name sowohl für das Dorf als auch für den Kanton, der sich aus mehreren Vierteln zusammensetzt. Die Bevölkerung von etwa 5.400 Menschen unter der Führung des Kantonchefs Assima (Régian) ADOM setzt sich aus mehreren Ethnien zusammen, vorwiegend Kabye, Losso und Yaka, was für vielfältiges Kultur- und Traditionsleben sorgt.

Das Dorf hat jedoch noch kaum Infrastruktur. Es gibt kein Trinkwasser und keine Energieversorgung. Die Krankenstation ist schlecht ausgestattet.

65% der Grundschulkinder besitzen keine Geburtsbescheinigung, werden also keine weiterführende Schule besuchen können. Sie haben keine Bürgerrechte – existieren offiziell nicht. Dieser hohe Anteil an fehlenden Geburtsbescheinigungen hängt nicht nur mit der großen Entfernung zum Einwohnermeldeamt zusammen, sondern sicher auch an mangelnder Einsicht der Eltern, die vielfach selbst keine Papiere besitzen.

Derzeit gibt es für die 473 Schüler (246 Jungen und 227 Mädchen) nur ein baufälliges Schulgebäude mit drei Klassenzimmern. Zusätzlich behelfsmäßig aufgestellte Strohdächer bieten kaum Schutz gegen die heftigen Regengüsse in den Monaten der Regenzeit. Es fehlt an Unterrichtsmaterial. Für den Kindergarten gibt es kein Gebäude und es fehlt an Latrinen für die Schüler. Das Schulterrain ist nicht eingezäunt und es kann derzeit noch keine Schulspeisung angeboten werden.

Dennoch weist das Dorf auch Vorzüge auf. Es verfügt über fruchtbares Ackerland und liegt am Fuße des Keleza-Gebirges. Die meisten Häuser sind in Hanglage gebaut. Für Besucher bietet sich ein wunderschöner Blick auf das Gebirge, das zum Naturschutzgebiet gehört und daher eine große Vielfalt an Fauna und Flora bietet. Der Tourismus könnte daher eine aussichtsreiche Einnahmequelle werden.

Maßnahmen, die unser Projektpartner bereits im Dorf initiiert hat und die aktuell in Planung sind:

  • Gesundheitsversorgung (Ärzteeinsatz durch Aimes Afrique)
  • Förderung der jeweils drei Schulbesten pro Schuljahr durch Patenschaften, derzeit 6 Kinder aus armen Familien
  • Bau einer Schulkantine
  • Finanzierung der Schulspeisung
  • Durchführung von Seminaren zum Thema "Unternehmertum"

(Die Bayerische Staatskanzlei finanziert die Schulkantine und einen Teil der Schulspeisung.)

Projektbeschreibung

In Djamdé soll nun ein neues Schulgebäude mit drei Klassenzimmern sowie Lehrerzimmer und Sekretariat/Lagerraum gebaut werden.

Außerdem ist es dringend notwendig, eine Latrine zu bauen, damit die hygienische Situation verbessert wird. Zusätzlich wird noch ein Tiefbohrbrunnen gebaut, von dem nicht nur die Schüler, sondern das gesamte Dorf profitiert.

Fördervolumen: 71.022 Euro

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