Bouaké / Kouakou-Kouadiokro (2022)

Bau von 3 Klassenzimmern, Büro, Lehrerzimmer, Toilette und Spielplatz

Standort:

Bouaké / Kouakou-Kouadiokro (Elfenbeinküste/Afrika)

Partnerorganisation vor Ort: NaJe e.V.

Hintergrund:

Bouaké isteine Stadt im Zentrum der Elfenbeinküste. Sie liegt in der Region Vallée du Bandama und ist nach Yopougon und Abobo die drittgrößte Gemeinde des Landes. Der Ballungsraum ist der zweitgrößte nach der ehemaligen Hauptstadt Abidjan.

Zum Einzugsgebiet gehört auch das Dorf Kouakou Kouadiokro, wo die Schule gebaut werden soll. Das Dorf liegt ca. 20 Kilometer von Bouaké entfernt und hat ca. 800 Einwohner.

Die Elfenbeinküste  ist ein Staat in Westafrika. Er grenzt an Liberia, Guinea, Mali, Burkina Faso und Ghana und im Süden an den Atlantischen Ozean.

Das Land, das am 7. August 1960 die Unabhängigkeit von Frankreich erlangte, war jahrzehntelang politisch stabil und wurde durch die Einheitspartei PDCI (Parti Démocratique de Côte d’Ivoire) des damaligen Präsidenten Houphouët-Boigny regiert. Exporterlöse aus Kakao und Kaffee garantierten einen relativen Wohlstand. Innere Spannungen führten 1990 zum Ende der PDCI-Herrschaft. Mit zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten durch den Verfall der Kakaopreise eskalierten die Konflikte und führten zu einem bürgerkriegsähnlichen Zustand, der das Land 2002 in zwei Teile zerriss. Seit dem Friedensvertrag von 2007 wird an der Versöhnung und Wiedervereinigung der Elfenbeinküste gearbeitet. Im Entwicklungsindex der Vereinten Nationen stand die Elfenbeinküste im Jahr 2019 auf Platz 165 von 189.

Bouaké lag während des Bürgerkriegs 2002 zwischen den Fronten und wurde von Rebellen und Regierungstruppen belagert. Sie geriet dann in die Gewalt der Rebellen, den Forces Nouvelles de Côte d’Ivoire und wurde deren Quasi-Hauptstadt. Am Beginn des Bürgerkriegs fand in Bouaké ein Massaker an 90 Gendarmen und ihren Familien statt.

Bouaké hat laut Zensus von 2014 536.189 Einwohner. Zusammen mit den umliegenden Gemeinden zählt die Agglomeration von Bouaké rund anderthalb Millionen Einwohner und ist somit nach der Agglomeration von Abidjan die zweitgrößte im Land.

Die aktuelle Schule hat aktuell über 60 Schüler, die von 3 Lehrer*innen unterrichtet werden.

Es gibt aktuell nur drei behelfsmäßige Hütten aus Holz, Lehm und mit Wellblech- oder Strohdach, die kurz vor dem Einsturz sind. Diese werden als Klassenräume verwendet, stellen aber eine Gefahr für die Kinder und Lehrer*innen dar.

Die Schule ist staatlich anerkannt und die laufenden Kosten des Schulbetriebes werden vom Staat übernommen.


Projektmaßnahmen:

Es soll ein neues Gebäude mit vier Klassenräumen und Toiletten gebaut werden. Das Grundstück mit 1.600 Quadratmetern Fläche steht bereits zur Verfügung. Von den vier Klassenzimmern wird aber zunächst ein Klassenzimmer als Direktorat und Lehrerzimmer verwendet. Wenn die Schüleranzahl später noch ansteigt, kann das vierte Zimmer auch als Klassenzimmer genutzt werden.

Die Räume werden mit Möbeln ausgestattet. Außerdem wird ein Spielplatz gebaut.

Die Kinder in diesem Teil der Elfenbeinküste haben am meisten durch den Krieg seit 2002 bis jetzt gelitten und benötigen Klassenräume und einen Spielplatz für die Förderung ihrer Bildung und ihre intellektuellen Entwicklung. Der Spielplatz gibt den Kindern ein wenig Leichtigkeit zurück, die ihnen durch Kinderarbeit oder den Einsatz als Kindersoldaten genommen wurde.

Fördervolumen: 53.000 Euro

vorher

nachher

Einweihung

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