Barmwony (2021)

Bau von vier Klassenräumen, zwei Büros und einem Wassertank

Standort:

Barmwony (Uganda/Afrika)

Projektpartner vor Ort: Visions for Children e.V.

Hintergrund:

Die Barmwony Grundschule liegt im Oyam Distrikt, ca. 300 km von der Hauptstadt Kampala entfernt.

Die Schule befindet sich in einer wirtschaftlich schwachen Gegend und die meisten Schüler*innen kommen aus sozial unterprivilegierten Familien. Die Umgebung verfügt über keine Strom- und Wasserversorgung. Die Bewohner*innen des Dorfs stammen mehrheitlich aus wirtschaftlich schwachen Verhältnissen mit einem geringen Bildungsstand. Die Arbeitslosenquote beträgt 93 %. Sofern die Menschen einer geregelten Tätigkeit nachgehen können, sind sie überwiegend als Bauern tätig. Wie in anderen Teilen Ugandas gehört Kinderarbeit auch in diesem Distrikt zum Alltag.

Es sind ca. 525 Mädchen und 728 Jungen, insgesamt ca. 1253 Schüler*innen im Alter von 6-13 Jahren an der Barmwony Schule registriert. Außerdem beschäftigt die Schule 13 Lehrer*innen, sowie einen Schulleiter und eine Köchin.

Es gibt dort ein Schulgebäude mit 7 Klassenzimmern, das 2002 von der ugandischen Regierung finanziert wurde, einen Bücherladen und drei Wohngebäude für die Lehrkräfte. Da diese nicht ausreichten, wurden zusätzlich von Eltern zwei weitere Lehrer/-innen-Schlafräume provisorisch erbaut. In ländlichen Regionen Ugandas sind Lehrer-Unterkünfte an Schulen üblich, da die Lehrkräfte sonst aufgrund zu weiter und oft schlecht ausgebauter Dienstwege den Unterricht ausfallen lassen müssen.

Ein massiver Missstand an der Barmwony Grundschule ist der Mangel an Klassenräumen. Insgesamt gibt es für 1.253 Schüler/-innen derzeit nur sieben Klassenräume. Folglich werden die Kinder in Klassengruppen von durchschnittlich 180 Schülern unterrichtet. Dies führt nicht nur zwangsläufig zu einem enormen Konzentrationsverlust, sondern macht es unmöglich, die Schüler effizient zu unterrichten. Die Kinder lernen die nötigen Grundfähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen nur sehr langsam und schlecht. Aus diesem Grund sinkt in weiterer Folge die Wertschätzung der Schule und somit auch das Bewusstsein für den Wert von Bildung – ein Teufelskreis entsteht.

Des Weiteren haben die Lehrer keinen Raum für die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts. Zusätzlich fehlt es an Räumlichkeiten, um Eltern-Lehrer-Gespräche führen zu können. Das Anliegen der Schüler und Eltern bleibt daher oft auf der Strecke, da eine geeignete Organisationsstruktur außerhalb eines dafür designierten Raumes nur schwer zu schaffen ist.

Projektmaßnahmen:

Bau eines Gebäudes mit vier Klassenräumen und zwei kleinen Büros sowie Erstellung einer Wasserversorgung mit Regenrinnen und Wassertank. Die Klassenräume werden jeweils 48m² groß sein und über eine Tafel auf der einen Seite und eine Pinnwand auf der anderen Seite verfügen. Außerdem wird jeder Klassenraum mit fünf Fenstern und einer Tür ausgestattet werden. Zwischen den beiden Blöcken von jeweils zwei Klassenräumen wird auf ca. 22 qm ein kleines Büro eingerichtet. Hinter dem mit Regenrinnen ausgestatteten Gebäude wird ein Wassertank aufgestellt werden, der das Regenwasser auffangen kann.

Durch die neuen Klassenräume sinkt die Anzahl an Schülern pro Klasse, somit wird die Unterrichtsqualität und Konzentration der Schüler begünstigt und ein angemesseneres Lernumfeld geschaffen. Den Kindern wird es so leichter fallen, Grundfähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen zu erlernen.

In einer nächsten Phase ist die Renovierung der bestehenden Klassenräume und ein weiterer Neubau, um den Bedarf der Schule langfristig zu decken, geplant. So kann die Anzahl an Schülern pro Klasse weiter reduziert werden.

In einem Vertrag mit der Bildungsbehörde wird festgehalten, dass die Schule offiziell anerkannt ist und sie die Verantwortung für die zukünftige Instandhaltung übernehmen. Im Rahmen eines weiteren Projekts mit dieser Schule fördert unser Projektpartner außerdem das Eltern-Lehrer-Komitee und das Schulentwicklungskomitee, damit diese ebenfalls Verantwortung für die Instandhaltung des Gebäudes übernehmen.

Fördervolumen: 57.590 Euro

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