Kalkfeld (2022)

Bau von 3 Klassenräumen und Lager

Standort:

Kalkfeld (Namibia/Afrika)

Partnerorganisation vor Ort: Primary School Garden gemeinnützige UG

Hintergrund

Die Primary School Kalkfeld liegt in Kalkfeld, das ist eine kleine Ortschaft mit circa 4.000-5.000 Einwohnern (hauptsächlich Frauen und Kinder) zwischen Otjiwarongo und Omaruru in Namibia.

Namibia besteht zum großen Teil aus Farmflächen und Naturparks. Es ist daher nicht ganz einfach, flächendeckend für genügend Schulen zu sorgen. Das Land kann diese Leistung nicht alleine erbringen und wird dabei unterstützt durch Hilfe von außen, unter anderem aus Deutschland.

Zu den wenigen Schulen sind die Fußwege oft viel zu weit, sodass die meisten Kinder auch in der Nähe der Schule schlafen müssen. Und solange es keine zusätzlichen Schlafräume an den Schulen gibt, müssen die Kinder auf dem nackten Erdboden schlafen, zugedeckt mit Lumpen. Das bedeutet, sie sind im Sommer sämtlichen Gefahren ausgesetzt sind, wie Schlangen, Skorpionen und Ungeziefer. Im Winter herrschen Temperaturen zwischen +5 und Minusgraden. Und während der Regenzeit werden sie nass.

Seit 13 Jahren unterstützt unser Partner nun schon die Primary School in Kalkfeld in der momentan 559 Schüler unterrichtet werden. Unter anderem hat man mit den Schülern und Lehrern einen Schulgarten angelegt, in dem Agrikultur seit nunmehr 13 Jahren theoretisch und praktisch unterrichtet wird. Es wurde eine Waschstation zur Verbesserung der Hygiene gebaut und ein Regenwassertank installiert, eine Schulgartenküche errichtet und eine kleine Krankenstation für die medizinische Grundversorgung der Schüler.

Im Januar 2021 wurde die neue Schoolhall fertiggestellt und eingeweiht, in der momentan auch unter Corona-Bedingungen unterrichtet wird und Versammlungen stattfinden können.

Die Schulgartenküche ist eine feste Küchenzeile, gefliest, abgedichtet, gestrichen mit Wasser und Strom und wird für den Hauswirtschafts-Unterricht genutzt. Im Rahmen eines großen Schulgarten-Projektes wurde gejätet, gepflanzt, Bäume geschnitten, Hochbeete restauriert und diverse Workshops gehalten.

Beim Besuch unseres Partners im Februar 2020 hat die Schulleitung signalisiert und die Bitte geäußert, dass 3 neue Klassenräume sehr dringend gebraucht werden.

Bisher wurden 559 Schüler im Alter von 5 - 16 Jahren von 19 Lehrern in 15 nutzbaren Klassenräumen unterrichtet. Das waren vor den Corona-Auflagen rund 40 Kinder pro Klassenraum. Die Klasseräume sind klein und normalerweise für nur 20 Kinder ausgelegt. Darin ist es heiß, laut und überfüllt. An besonders heißen Tagen hat man unter dem Baum unterrichtet.

Mit den Corona-Auflagen ist jetzt zwar nur ein Drittel der Kinder im Klassenzimmer, dafür muss aber der Unterricht immer rotieren, damit alle jeden Tag zur Schule können. Auch im Materiallager und in den beiden baufälligen Holzcontainern muss aus Platzgründen unterrichtet werden. Das ist sehr anstrengend für Kinder und Lehrer.

Hinzu kommt, dass sich die Anzahl der Schüler allein im letzten Jahr um 10% erhöht hat und der Anstieg auch weiter prognostiziert wird. Somit fehlen der Schule jetzt schon im Normalbetrieb drei weitere Klassenräume.

Die zwei Klassenräume in den baufälligen Holzcontainern sind noch Klassen der "der ersten Stunde“. Sind nicht nur baufällig, sondern auch einsturzgefährdet, sie stehen nicht mehr fest auf der Erde. Wenn die Räume betreten werden - auch von nur einer Person, dann wackelt das ganze Gebäude. Der Boden ist so marode, dass er jeden Moment einbrechen könnte. Selbst die Nutzung als Lager birgt eine Gefahr.

Diese Holzcontainern sollen abgerissen und entsorgt werden, was in der Verantwortung des Schulministeriums liegt. Jedoch wird das Ministerium keinen Ersatz bauen, weil es kein Budget dafür hat.

In 2022/2023 möchte der Verein ein an die Schule angegliedertes Hostel für Verpflegung und Übernachtung während der Woche für die Kinder der Schule, die keine Versorgung durch ihre Eltern oder anderen Verwandten erfahren, bauen. Das betrifft ca. 10% der Schüler.

Projektmaßnahmen

Die Baumaßnahmen umfassen den Bau von drei Klassenräumen und einem Lagerraum.

Um die Menschen vor Ort in das Vorhaben zu integrieren, wird der Bauunternehmer 5 - 7 Arbeiter aus dem Township unter Vertrag nehmen.

Fördervolumen: 44.000 Euro
(+Eigenanteil 20.000 Euro von Projektpartner)
 

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