Ruanda
Reiner Meutsch besucht die Grundschule in Ruanda

FLY & HELP baut Klassenzimmer in Nyinawimana (Projekt 2010)

Ruanda ist ein ostafrikanisches Land, das unter den Folgen zahlreicher kriegerischer Auseinandersetzungen der vergangenen Jahrzehnte zu leiden hat. Viele Kinder haben ihre Eltern verloren und leben in extremer Armut. Ihr Leben wird durch Kinderarbeit und die rasante Ausbreitung von Aids zusätzlich erschwert.

Seit Jahren engagiert sich hier der Verein „Hilfe für Ruanda aus Hachenburg“, um die Lebensbedingungen der Kinder und Jugendlichen zu verbessern. Mit der Unterstützung des Bundeslandes Rheinland-Pfalz konnte der Westerwälder Verein bereits viel erreichen: Neben einem Ausbau der medizinischen Versorgung konnten dank Spendengeldern auch Schulen und Waisenheime im Süden des Landes errichtet werden.

Mit Hilfe der Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP wird im Norden des Landes in der Pfarrei Nyinawimana der Ausbau und die Ausstattung einer Grundschule sowie die Errichtung von sanitären Anlagen mit 30.000 Euro finanziert. Die Bevölkerung der Pfarrei ist sehr jung, circa 50 Prozent der Bewohner sind unter 15 Jahren. Die Betreuer des Schulzentrums erleben die Auswirkungen der Kriege und HIV- Erkrankungen hier täglich: Viele Kinder sind Waisen, traumatisiert aufgrund des Völkermordes. Die Schule ist für die Kinder und Jugendlichen ein Ort der Geborgenheit, hier nimmt man ihre Bedürfnisse ernst, sorgt für sie und hilft ihnen. Zudem können sie ihren wichtigen Primarabschluss machen, der die Grundlage zur Berufsausbildung ist.

www.ruandahilfe-hachenburg.de

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Bewegende Momente: Lesen Sie hier den Bericht von Reiner Meutsch aus Ruanda.    
     
     
Schulkinder vor der Grundschule Gitwe im Distrikt Nyaruguru (Ruanda)

FLY & HELP und Radio RPR1. unterstützen in Nyaruguru den Ausbau der Grundschule „Gitwe“ und deren Wasserversorgung (Projekt 2011)

Der Distrikt Nyaruguru liegt im südlichen Ruanda an der Grenze zu Burundi. Die Region im Sektor Busanze gilt aufgrund der schlechten Infrastruktur seit langem als eine der am geringsten entwickelten in ganz Ruanda. Eingerahmt vom Nyungwe-Urwald und einer großen Teeplantage liegt dort die Grundschule „Gitwe“. Aus einem Umkreis von sechs Kilometern kommen täglich 950 Mädchen und Jungen zum Unterricht, der in sechs Klassenzügen abgehalten wird. In der Mittagszeit erhalten viele Kinder eine Mahlzeit, da sie die Entfernungen zum Elternhaus nicht ohne Weiteres zurücklegen können. Die Schule selbst verfügt jedoch über keinen direkten Wasserzugang. Baulich sind die Gebäude auf dem Gelände in einem schlechten Zustand. Zum Teil handelt es sich um Bauten aus Holzgeflecht, die mit Lehm verputzt oder in reiner Lehmbauweise errichtet wurden. Ebenfalls dürftig sind die wenigen sanitären Anlagen. Die mangelnde Hygiene trägt nicht zu einer gesunden Lebensweise der Schülerinnen und Schüler bei.  

In Zusammenarbeit mit dem Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP den Bau und die Ausstattung von sechs Klassenzimmern sowie die Errichtung einer Regenwasserzisterne auf dem Schulgelände. Zudem wird ein Latrinenblock mit zehn Kabinen gebaut. Ziel ist es, die Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder und die Bedingungen, unter denen unterrichtet und gelernt wird, zu verbessern.

Insgesamt fördert die Stiftung das Projekt mit 30.000 Euro. Zusammengetragen wurde die Summe in einer Höreraktion des Radiosenders RPR1. Die umfangreichen Baukosten werden darüber hinaus durch das Land Rheinland-Pfalz getragen. Sobald die Landesmittel freigegeben sind, kann mit den Arbeiten begonnen werden.

Der Zustand der Gebäude noch vor wenigen Monaten    
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Die Schule im Juni 2011    
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Die Schule Save B in Gisagara (Ruanda)

In Gisagara wird die Grundschule „Save B“ durch FLY & HELP-Mittel renoviert (Projekt 2011)

Die Grundschule „Save B“ liegt ebenfalls in der Südprovinz Ruandas, im Distrikt Gisagara (Sektor Save). Über das Land Rheinland-Pfalz und die Verbandsgemeinde Hachenburg besteht bereits eine intensive Partnerschaft mit der Region. Momentan werden an der Schule 1.600 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Teilweise sind die Gebäude baufällig, besonders die Zimmerdecken bedürfen einer Renovierung. Außerdem sind die vorhandenen sanitären Anlagen veraltet und unhygienisch.

Die Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP übernimmt die kompletten Projektkosten in Höhe von 20.000 Euro. Mit der Spende werden die Sanierungsarbeiten in den Gebäuden abgedeckt sowie der Bau eines Latrinenblocks mit je zehn Kabinen. Zudem wird eine behindertengerechte Toilette geschaffen. 

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Primarschule Gitovu

Neue Klassenzimmer, Sanitäranlagen und eine Wasserzisterne für 1109 Schüler an der Primarschule Gitovu (Projekt 2011 und 2012)

Die 1972 gegründete Primarschule Gitovu liegt rund 20 Kilometer östlich der ruandischen Stadt Nyanza im Sektor Busoro. Zurzeit unterrichten dort 18 Lehrer 1109 Schülerinnen und Schüler. Nachdem im April 2011 heftige Regenfälle einen Großteil der aus Lehm errichteten Schule beschädigten, sind die räumlichen Kapazitäten knapp und die Unterrichtssituation ist angespannt. Die Wassermassen zerstörten zwei Gebäudeblöcke mit insgesamt vier Klassenzimmern, so dass momentan nur sechs Räume für alle Kinder zur Verfügung stehen. Nicht selten müssen sich sieben Schüler eine Schulbank teilen.

Um der Überfüllung entgegenzuwirken und für mehr Unterrichtsqualität zu sorgen, unterstützt die Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP den Neubau von sechs Klassenräumen, einem Büro und Lehrerzimmer, einer Sanitäranlage mit zehn Kabinen sowie die Errichtung einer Zisterne. Die Projektkosten werden in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald, dem Steuerberater Dietmar Muß aus Asbach und dem Land Rheinland-Pfalz getragen.

Die Bauarbeiten erfolgen in zwei Phasen. Im ersten Schritt werden drei Klassenräume sowie die Sanitäreinrichtungen und eine Zisterne mit einem Fassungsvermögen von 10 m³ errichtet. Im Anschluss entstehen weitere drei Klassenräume sowie das Büro mit integriertem Lehrerzimmer.

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momentaner Zustand der Klassenräume

FLY & HELP baut neue Primarschule (Ecole Primaire, E.P.) in Nyabimata (Projekt 2012)

Die Primarschule Nyabimata liegt im Distrikt Nyaruguru, Sektor Nyabimata in der Südprovinz Ruandas. Der Weg dorthin führt von Butare (Huye) aus etwa zwei Stunden über eine zum Teil nur extrem schwer befahrbare Naturpiste und ist in der Regenzeit zeitweise nicht erreichbar.

Die EP Nyabimata ist eine sehr große Schule mit insgesamt 2250 Schülerinnen und Schülern sowie 30 Lehrkräften. Die Schule gehört zu dem Programm „nine years basic education“, d.h. dort wird der neunjährige Schulbesuch angeboten. Insgesamt gibt es derzeit 18 Klassenräume, die jedoch alle in nicht mehr akzeptablen Zustand sind. Im Rahmen der Einführung der neunjährigen Schulpflicht entstehen dort derzeit 8 weitere Klassenräume. Insgesamt sind die Schulräume bei weitem nicht ausreichend für die große Schülerzahl. Weiterhin stehen nur 16 Toilettenkabinen für die Kinder zur Verfügung.

Die vorhandenen Klassenräume sind zum großen Teil in einem extrem schlechten Zustand und die sanitären Verhältnisse schlichtweg unzumutbar. Weiterhin liegt die Schule – ähnlich wie die in 2010 mit Hilfe der Stiftung Fly & Help erweiterte Schule im benachbarten Gitwe – in einer sehr armen und unterentwickelten Gegend.

Förderungsumfang:
FLY & HELP wird in 2012 an der EP Nyabimata sechs Klassenräume (zwei Blocks à drei) inklusive Schulmöbeln sowie zwei Zisternen à 10 m³ und einen Latrinenblock mit zehn Toilettenkabinen bauen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf circa 84.900 €.

Der momentane Zustand der Gebäude:

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Rwimbogo Foto

Neue Klassenräume für Primarschule in Rwimbogo (Projekt 2012)

Diese Schule liegt im äußersten Südwesten Ruandas im Distrikt Rusizi, Sektor Nyakabuye. Diese Region, die direkt an die Nachbarländer Demokratische Republik Kongo und Republik Burundi angrenzt ist eine unterentwickelte, weit abgelegene Region Ruandas. Von Kigali aus beträgt die Fahrzeit nach Rusizi etwa fünf Stunden, was vor allem der Durchquerung des Nyungwe Bergnebelwaldes mit teilweise sehr schlechten Straßenverhältnissen geschuldet ist.

Die Primarschule Rwimbogo wurde in 2006 gegründet. An der Schule, die nur aus 2 Holzgebäuden besteht, werden derzeit ca. 600 Schülerinnen und Schüler von insgesamt 8 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet.

Die EP Rwimbogo bietet eine unzumutbare Unterrichtssituation. Auch bedingt durch die abgelegene und schwer zugängliche Lage ganz im Südwesten Ruandas an der Grenze zu Burundi, scheint die Schule mehr oder weniger vergessen zu sein. Die angrenzende Siedlung hat zwar eine Stromversorgung, aber es mangelt an den elementarsten Dingen. In den beiden bestehenden Schulgebäuden sind insgesamt 6 Klassenräume untergebraucht. Jeweils drei Stück pro Block. Beide Schulbauten sind mit einfachsten Mitteln aus Holz zusammengezimmert. Bodenbeläge sind nicht vorhanden, die Blechdachkonstruktion ist schadhaft und undicht. Fenster sind zum Teil nur kleine Schlitze in der Holzwand. Schülerinnen und Schüler sitzen an einfachen Bänken ohne Schreibpulte und zum Teil auf dem Boden. Die Standsicherheit der Gebäude ist auf Dauer nicht mehr gewährleistet.

Neben den schlechten Unterrichtsräumen verfügt die Schule weder über eine grundlegende Wasserversorgung noch über sanitäre Anlagen. Die hygienische Situation ist desolat.

Förderungsumfang:

Abriss der bestehenden Holzbauten und Neubau/Ausstattung der EP Rwimbogo.

Als Ersatz für den Abbruch werden insgesamt 6 Klassenräume (2 Blöcke à 3 Klassenräume) nach den ruandischen Schulbaurichtlinien gebaut, und zusätzlich ein Büro/Lehrerzimmer für die Verwaltung. Des Weiteren muss die Wasserversorgung der Schule gewährleistet werden. Hierzu wird an beiden neuerrichteten Schulbaublöcken je eine 10m³ Zisterne installiert, um das anfallende Regenwasser zu sammeln und den Schülerinnen und Schülern sowie der lokalen Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Durch Neubau eines Latrinenblocks à 10 Kabinen werden die ersten sanitären Einrichtungen an der EP Rwimbogo errichtet.

FLY & HELP übernimmt hierfür die Kosten in Höhe von 93.000 €.

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FLY & HELP baut neue Klassenräume für Primarschule in Gitambi (Projekt 2012)

Genau wie die Primarschule Rwimbogo liegt auch diese Schule im Distrikt Rusizi, jedoch im Nachbarsektor Gitambi. Nähere Informationen und Bildmaterial folgen nach einem Vor-Ort-Besuch unserer Partner-Organisation in Ruanda.

Förderungsumfang:
FLY & HELP wird in 2012 an der EP Gitambi drei Klassenräume inklusive Ausstattung mit Schulmöbeln bauen. Die Kosten hierfür belaufen sich ca. 34.900 €.

Zentrum für Straßenkinder in Gisagara (Projekt 2012)

Im Rahmen der Partnerschaft mit dem "Hilfe für Ruanda aus Hachenburg e.V." möchten die Schwestern Abizeramariya ein Zentrum für Straßenkinder in Gisagara gründen, um den Betroffenen ein Heim und eine gute Ausbildung zu ermöglichen.

Das geplante Zentrum liegt in Gisagara, ca. 20 Minuten von Butare entfernt. Das bereits vorhandene Grundstück wird bereits mit Landwirtschaft und Viehzucht bewirtschaftet, um den Kindern die Möglichkeit zu bieten, in einem ländlichen Umfeld mit Kontakt zur Natur und Tieren aufzuwachsen.

Die Ausbildung und Versorgung von Straßenkindern in Ruanda ist nach wie vor mangelhaft. Das hier beschriebene Centre Pour Les Entfants De La Rue in Gisagara ist in der Region einzigartig und eröffnet vielen Straßenkindern neue Perspektiven. Neben einem Dach über dem Kopf, medizinischer Versorgung und ausreichend Nahrung, stellt vor allem auch die angeschlossene Ausbildung einen weiteren positiven Aspekt für die Zukunft der Straßenkinder dar.

Das Projekt wird in drei Bauphasen aufgeteilt. FLY & HELP unterstützt in 2012 den "Hilfe für Ruanda aus Hachenburg e.V." mit 12.500 Euro in der ersten Bauphase. Es werden damit der Bau und die Ausstattung von drei Klassenräumen finanziert.

www.ruandahilfe-hachenburg.de