Die Piper Cheyenne I N191 MA
Die Piper Cheynne auf dem Flughafen Egelsbach

Eine Druckkabine, hohe Geschwindigkeit durch Turbinen-Motoren, große Zuladekapazität für Sicherheitsequipment und eine weltweit unproblematische Versorgung mit dem Treibstoff Kerosin – das sind die ausschlaggebenden Argumente für das dritte Crewmitglied: die Piper Cheyenne I N191 MA. Damit das zweimotorige Flugzeug die Mammutstrecke von 100.000 Flugkilometern bestehen konnte, wurde es noch mit weiteren Extras ausgerüstet:

  • Treibstoff-Depots
    Damit während der Weltumrundung auch längere Strecken geflogen werden konnten, verfügte die Piper Cheyenne über extra Treibstofftanks. So konnte die Crew mehr Kilometer am Stück zurücklegen.
  • Rettungsboot
    Weite Strecken führten die Piloten über das Meer und große Flüsse, wie den Amazonas. Im Falle eines Absturzes über dem Wasser hätte sich die Crew über ein Rettungsboot in Sicherheit bringen und dort bis zu drei Tage auf ihre Rettung warten können. Die knallrote Farbe des Bootes ist aus weiter Entfernung schon sichtbar.
  • GPS-Systeme
    Für die minutengenaue Ortung der Propellermaschine wurde die Piper mit einem Satelliten-Ortungsgerät ausgerüstet. So war die Crew am Boden jederzeit über die genauen Koordinaten des Flugzeuges informiert und hätte im Notfall sofort Maßnahmen zur Bergung einleiten können. Zudem konnten Interessierte live von Zuhause die Weltumrundung über die Webseite verfolgen.
  • Extra-Funksysteme
    Neben dem Flugfunk ist die Piper Cheyenne mit einem zusätzlichen Funkgerät ausgestattet. So konnten Reiner Meutsch und Arnim Stief während der Weltumrundung ständig Kontakt zu ihren Familien und Freunden halten. Das Funksystem ist anders als ein Mobiltelefon nicht an bestimmte Netze gebunden, so dass von jedem Punkt der Welt eine Verbindung in die Heimat hergestellt werden konnte.
  • Sauerstoffflaschen
    Auf der Weltumrundung überquerten die Piloten auch die Anden – ein wunderschönes Panorama in 6.500 m Höhe. Da der Sauerstoffgehalt in der Luft ab 2.500 m abnimmt und das Atmen schwerer wird, gab es an Bord Sauerstoffflaschen. Damit der Kontakt zwischen den Piloten und der Bodencrew weiter bestand, wurde in den Atemmasken ein Mirkofon integriert.
  • Ersatzteillager
    Irgendetwas ist immer. Damit die Weltumrundung nicht aufgrund von kleinen Schäden an der Piper Cheyenne vorzeitig abgebrochen werden musste, konnten die Piloten mit den verfügbaren Ersatzteilen kleine Reparaturen eigenständig durchführen.
    Das Unternehmen Piper Generalvertretung Deutschland hätte zudem bei größeren Schäden Ersatzteile kostenlos an jeden Standort der Weltumrundung gesendet.
  • Trinkwassertanks
    Trinken fördert die Konzentration und die ist während des Fluges absolut notwendig. Mit zwei Trinkwassertanks an Board war die Versorgung der Piloten mit ausreichend Flüssigkeit während langer Flugstrecken gesichert.
  • Astronautenkost
    Die Nahrung nahm im Flugzeug wenig Platz weg und versorgte die Piloten trotzdem mit allen wichtigen Vitaminen, Mineralien und Nährstoffen.
  • Spezialkleidung für die Eiszonen
    Von Oktober bis November 2010 führte die letzte Etappe der Weltumrundung über Kanada, Grönland und Island zurück nach Europa. Zu dieser Zeit kann es in einigen Regionen bereits sehr kalt sein.

Die technischen Daten der Piper Cheyenne I N191 MA:

  • Spannweite: 13,01 m
  • Länge: 10,57 m
  • Höhe: 3,89 m
  • Flügelfläche: 21,3 m²
  • Reichweite: ca. 2130 km
  • Reisegeschwindigkeit: 468 km/h