Ausbau der Vorschule Canta Sabiá in Maceió (Projekt seit 2010)
Brasilien ist ein Land der Gegensätze: Paradiesische Urlaubsorte auf der einen Seite, Verwahrlosung und Armut unter den Straßenkindern auf der anderen Seite. Im Norden des Landes, in Maceió, setzen sich menino e.V. und die Kirchengemeinde Halstenbek für die Förderung und Unterstützung von Straßenkindern ein.
Das Projekt Erê begleitet ungefähr 150 Kinder therapeutisch und kulturell. Zudem erhalten die Kinder und Jugendlichen eine Ausbildung, die ihnen ein gesichertes Leben jenseits der Straße ermöglicht. FLY & HELP unterstützte das Projekt schon in 2010 mit 15.000 Euro. Mit den Spendengeldern wurde der Ausbau der Vorschule Canta Sabiá im Armenviertel der Stadt begleitet. Momentan werden in der Einrichtung 40 Mädchen und Jungen im Alter von vier bis fünf Jahren pädagogisch betreut.
FLY & HELP unterstützte auch in 2011 die Ausstattung der Schule und Finanzierung zusätzlicher Lehrerstellen.
Aktuell ist die Erweiterung der Vorschule geplant. Mit dem Erweiterungsbau könnten insgesamt 120 Vorschulkinder in zwei Schichten betreut werden. Nähere Informationen dazu folgen in Kürze.
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| Besuch in Maceió: Lesen Sie hier
den Bericht von Reiner Meutsch aus Brasilien |
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Zwei neue Schulräume für die Waldorfschule in Várzea da Roça (Projekt 2011)
Die brasilianische Kleinstadt Várzea da Roça liegt im Hinterland des Bundesstaats Bahia. Wirtschaftlich und kulturell hat die Region Sertão, rund 300 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Salvador da Bahia gelegen, nur wenig zu bieten. Aufgrund mangelnder Verdienst- und Qualifikationsmöglichkeiten zieht es immer mehr Menschen aus dem 20.000 Einwohner zählenden Ort in die Großstadt, deren Armenviertel (Favelas) daraufhin zusehends anschwellen.
Die in Várzea da Roça zurückbleibenden Familienangehörigen führen nicht selten ein Leben, das geprägt ist von Armut, Gewalt, Drogenkonsum und Prostitution. Leidtragende sind besonders die Kinder und Jugendlichen. Schon in der Grundschule ist die Quote derer hoch, die das Klassenziel nicht schaffen und mehrere Anläufe benötigen, um versetzt zu werden. Weil die Kinder oft unregelmäßig und desinteressiert zum Unterricht kommen, suchten die Lehrerkräfte nach Möglichkeiten, wie sie die Schüler neu motivieren und ihnen Perspektiven aufzeigen können.
Um eine Waldorfschule mit Werkstätten und einer Gärtnerei aufzubauen, gründeten sie 2007 den Schulverein Associação Pedagógica Waldorf Várzea da Roça. Im September 2009 wurde zunächst ein Kindergarten eröffnet, den momentan 15 Kleinkinder halbtags und 35 Kinder schulergänzend besuchen. Darüber hinaus engagieren sich die Mitglieder im Bereich der Erwachsenenbildung und vermitteln pädagogisches Basiswissen.
Nun wird auch die Waldorfschule gebaut: Die Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP unterstützt das Vorhaben mit insgesamt 12.000 Euro für die Errichtung von zwei Klassenzimmern. Den Kontakt nach Brasilien hat der deutsche Verein Pro Juventute – Bahia mit Sitz in Vaihingen hergestellt. Der Verein ist seit 2007 in Várzea da Roça aktiv.
Auch die örtliche Präfektur wird mit Arbeitern und Material vom städtischen Bauhof aushelfen und hat zugesagt, sich am Unterhalt der Schule in Form von Schulmaterial und Schulspeisung zu beteiligen. Die Baupläne der zunächst auf fünf Klassen beschränkten Schule sind bereits ausgearbeitet. Bis zur Eröffnung der Schule liegen vor den Vereinsmitgliedern jedoch noch viele weitere Aufgaben wie die Aus- und Weiterbildung der Lehrer und die Bewusstseinsbildung bei den Eltern, dass sie die Verantwortung für die Zukunft ihrer Kinder tragen.
Grüße aus Brasilien und einen kurzen Baubericht finden Sie hier.
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