San Francisco (USA), Tag 107
Traumhaftes San Francisco
27.06.2010
Von Cable Cars, der San Francisco Pride und der Golden Gate Bridge
„Wenn du am Morgen aufstehst, dann sage Danke für das Morgenlicht, für dein Leben und die Kraft, die du besitzt. Sag Danke für deine Nahrung und die Freude, am Leben zu sein. Wenn du keinen Grund siehst, Danke zu sagen, liegt der Fehler bei dir.“ (Ausspruch eines Tecumseh-Indianer)
Wenn ich darüber nachdenke, welche Städte mir von der Lebensart besonders gut gefallen, dann sind Sydney und San Francisco an erster Stelle zu nennen: Meine absoluten Lieblingsstädte. In San Francisco habe ich schon einige Male Station gemacht und immer wieder gibt es neue Facetten zu entdecken. Auf eine geführte Stadtrundfahrt werde ich deshalb heute verzichten und stattdessen zu Fuß vieles noch mal in Ruhe erkunden.
Gegen 6.30 Uhr ist die Nacht zu Ende, denn wir haben uns zum Fußballschauen Deutschland gegen England verabredet. Das rasante Tempo des Spiels macht mich so richtig munter – es ist eine Freude zuzuschauen.
Wir gewinnen verdient und ich werde nicht mehr über das nicht gegebene Tor von 1966 sprechen. Wir sind nun quitt.
Ein schnelles Frühstück nach dem Spiel und dann wartet San Francisco auf uns. Mit knapp 900.000 Einwohnern ist die Metropole an der Westküste die viertgrößte Stadt des Bundestaates Kalifornien. Benannt wurde sie nach dem Heiligen Franziskus.
San Francisco ist im Westen vom Pazifik, im Norden von der Meerenge Golden Gate, im Osten von einer Bucht und von Süden her durch die 300 Meter hohen Twin Peaks eingerahmt. Im Stadtgebiet selbst sorgen 42 Hügel und mitunter sehr steile Straßen für ein mächtiges Auf und Ab. Schon im Jahr 1870 schuf Andrew Smith Halli hier Abhilfe und entwickelte die sogenannten Cable Cars, ein nicht mehr wegzudenkendes Wahrzeichen der Stadt. Eine bekannte Landmarke in der Bucht von San Francisco, die man auch bei einer Fahrt mit dem Cable Car sehen kann, ist die heute nur noch als Museum dienende Gefängnisinsel Alcatraz.
Die Nähe zum Pazifik beeinflusst das mediterrane Klima der Küstenstadt, so ist es mit
25 Grad recht warm heute. Nebelschwaden ziehen vom Meer über die Hügel. Gegen 10 Uhr ist keine Wolke mehr am strahlend blauen Himmel über mir zu sehen. Perfektes Wetter für einen großartigen Tag, der mich bunt, schrill und laut in seinen Bann zieht. Denn quasi fast vor unserem Hotel führt die Strecke der San Francisco Pride vorbei und wir werden Zeugen dieser verrückten Parade. Was für Paradiesvögel – ein Spektakel für Augen und Ohren. Während Arnim im Anschluss an einer geführten Stadtrundfahrt teilnimmt, erkunde ich Chinatown, Fisherman`s Wharf, die Innenstadt, den Washington Square und laufe die blumengeschmückte Lombard Street hinunter. Sie wird als kurvenreichste Straße der Welt bezeichnet. Bei einem Gefälle von 27 Prozent war es notwendig, die Straße in Serpentinen zu führen. Auto an Auto schlängelt sich so die engen Kurven hinab.
Als ich in der Ferne die Golden Gate Bridge sehe, denke ich unwillkürlich an meinen Onkel Willi, der mit über 70 Jahren auf einem Motorrad die Brücke überquerte. Willi rief damals lauthals von der Mitte der Golden Gate Bridge: „Wir haben es geschafft“. Ein verrückter Typ!
Zu guter Letzt geht´s mit einem Cable Car zum Union Square und ich schließe meine ganz persönliche Tour am Wolkenkratzer Transam
erica Pyramid im Financial-District ab. Das Gebäude ist 260 Meter hoch und hat über 40 Stockwerke. Die Pyramide mit ihren prägnanten „Flügeln“ sticht in der Skyline San Franciscos besonders hervor. Acht Stunden Fußmarsch liegen hinter mir und ich bin richtig geschafft, aber auch freudig überwältigt von den vielen Eindrücken.
Am späteren Abend fahren Arnim und ich nach Sausalito, ein Vorort von San Francisco, zum Essen ins Restaurant Scoma`s. Von hier aus genießen wir eine Traumsicht auf die Stadt und die Golden Gate Bridge und besprechen den morgigen Flug nach Las Vegas. Hoffentlich dürfen wir vorher über der Golden Gate Bridge einen 360-Grad Kreis fliegen. Ich möchte ein Foto aus dem Cockpit meinem Onkel Willi, dem Bruder meines verstorbenen Vaters Waldemar, widmen. Auf halber Strecke in die Wüstenstadt wollen wir außerdem in der Sierra Nevada in Lone Pine Halt machen und uns die Kulissen großer Wild-West-Filme anschauen.
Alle Bilder des Blogs habe ich für Sie zusätzlich im Album zur dritten Etappe in der
FLY
&
HELP-Bildergalerie hinterlegt.
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