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Dominica/Saint-Martin/Long Island/Fort Myers, Tage 146 bis 149

Jumbos zum Greifen nahe

29.08.2010

Ende der vierten FLY & HELP-Etappe

tl_files/fah/galleries/4. Etappe Lateinamerika/200_Tag146-149_Dominica-Saint Martin-Bahamas-Fort Myers_Die Insel Montserrat.jpg„Füge dich der Zeit, erfülle deinen Platz und räum ihn auch getrost: Es fehlt nicht an Ersatz!“ (Friedrich Rückert)

Canefield/Dominica (TDPD) – 15° 20′ 12″ N, 61° 23′ 32″ W
Saint-Martin (TNCM) – 18° 3′ 48″ N, 63° 3′ 37″ W
Long Island/Bahamas (MYLS) – 23° 15′ 55″ N, 75° 5′ 40″ W
Fort Pierce (KFPR) – 27° 29′ 42″ N, 80° 22′ 6″ W
Fort Myers (KFMY) – 26° 37′ 54″ N, 81° 51′ 26″ W
Distanz: 1.400 NM
Flugzeit: 7 Flugstunden

Tag 146, 27. August 2010
Der Abschied von Dominica fällt uns schwer: Die Menschen sind herzlich und die Natur einfach nur paradiesisch. Die Flughafenmitarbeiter erkundigen sich, ob wir wiederkommen – „Sehr gern“ antworte ich, vielleicht schon nächsten Sommer. Ohne Zoll- und Passkontrollen sind wir um 11 Uhr in der Luft.

Mit der Cheyenne fliegen wir 3.500 Fuß hoch über den Inseln Marie-Galante, Guadeloupe und Montl_files/fah/galleries/4. Etappe Lateinamerika/201_Tag146-149_Dominica-Saint Martin-Bahamas-Fort Myers_Der Vulkan Soufriere auf Montserrat ist noch aktiv.jpgtserrat. Im Abstand von 200 Metern umfliegen wir den Soufrière, einen noch aktiven Vulkan auf Montserrat. Im Juli 1995 hat ein Lavastrom eine ganze Stadt unter sich begraben, deren Ruinen wir jetzt sehen können. Betroffen war damals auch der einzige Flughafen. Heute sind zwei Drittel der Insel verwüstet, kein schöner Anblick, und der Vulkan dampft fortwährend.

Weiter geht es über Antigua sowie St. Kitts und Nevis, eine Inselgruppe der Karibik, die kaum bekannt und doch voller Schönheit ist. Nach einer Stunde Flugzeit kommt Saint-Martin in Sicht. Aus der Ferne sehen wir schon Schaulustige an der Landschwelle des Princess Juliana Airports stehen – direkt am Strand. Alle Maschinen, darunter auch Großraumflugzeuge wie die Boeing 747 oder der Airbus A 340, fliegen sehr niedrig über das Gebiet. Der Abstand zwischen den landenden Flugzeugen und dem Zaun beträgt oft nur einige Meter. tl_files/fah/galleries/4. Etappe Lateinamerika/206_Tag146-149_Dominica-Saint Martin-Bahamas-Fort Myers_Spektakulaerer Anflug ueber dem Strand von Saint-Martin.jpgViele Touristen stehen quasi unter den Flugzeugen und fotografieren begeistert.

Nach der Landung tanken wir wie gewohnt und als ob ich es geahnt hätte, wird wieder nur Bargeld akzeptiert. Meine Dollars sind nun aufgebraucht. Euros werden mit einem Umtauschkurs von 1:1 akzeptiert.

Saint-Martin ist eine zwischen Frankreich und dem Königreich der Niederlande geteilte Insel in der Karibik. Das Eiland ist nur 94 Quadratkilometer groß und vulkanischen Ursprungs. Entdeckt wurde es von Christoph Kolumbus am Namenstag des Heiligen Martin, dem 11. November 1493.

Unser 3-Sterne-Hotel Sonesta liegt am Strand von Maho Beach, unmittelbar neben der Aufsetzschwelle für die Flugzeuge. Ganz entspannt beobachten wir von einem guten Platz in der Strandbar das Geschehen. Witzigerweise ist auf einem Surfbrett der aktuelle Flugplan angeschlagen. Um 16 Uhr landet das größte Flugzeug für den heutigen Tag, eine MD11 der KLM. Beim Landeanflug stehe ich geschätzte zehn Meter unter dem riesigen Koloss. Es ist gigantisch laut. Arnim fotografiert und Jessina hält alles auf Video fest.

Tag 147, 28. August 2010
Schon am nächsten Morgen sitztl_files/fah/galleries/4. Etappe Lateinamerika/207_Tag146-149_Dominica-Saint Martin-Bahamas-Fort Myers_Eine Schoenheit aus der Karibik.jpgen wir wieder im Flieger und nehmen Kurs auf die Bahamas. Unter uns liegt Tortola, die größte Insel der Britischen Ju ngferninseln, gefolgt von Puerto Rico und der Dominikanischen Republik auf der linken Seite. Dann folgen die Turks- und Caicosinseln. Nach dreieinhalb Stunden Flug ist Long Island erreicht und wieder zeigt sich die Karibik von einer v öllig anderen Seite. Die Inseln sind flach, gesäumt von endlos weiten, weißen Stränden. Das Meer schillert türkisblau und die Sicht ist atemberaubend schön. Auf der rund 100 Kilometer langen und maximal fünf Kilometer breiten Insel leben nur 3.800 Menschen.

Touristisch interessant ist Long Island vor allem aufgrund der angebotenen Hai-Tauchtouren. Unser Bungalow ist einer von insgesamt 20 der Hotelanlage Cape Santa Maria und liegt an einem der besten Strände der Welt: feinsandig, abs olut ruhig, glasklares Wasser und menschenleer. Wir entspannen nach einem langen Flug und blicken in den Sonnenuntergang.

Tag 148, 2tl_files/fah/galleries/4. Etappe Lateinamerika/210_Tag146-149_Dominica-Saint Martin-Bahamas-Fort Myers_Der Strand von Long Island auf den Bahamas.jpg9. August 2010
Heute Morgen heben wir zu m letzten Mal für diese Etappe mit der Piper Cheyenne ab. Es geht über Nassau, die Hauptstadt der Bahamas und Paradise Island. Ich fliege tief und werde diesen spektakulären Anblick wohl niemals vergessen. Zu unserer Überraschung sehen wir unter uns auch ein im Meer versunkenes Flugzeugwrack. Vor 20 Jahren war ich zuletzt mit m einer Familie auf Paradise Island. Mit dabei war damals ebenfalls mein guter Freund Paul, der in diesem Jahr auch auf der dritten Etappe der FLY & HELP-Weltumrundung an Bord war.
 
Nach zwei Stunden Flug erreichen witl_files/fah/galleries/4. Etappe Lateinamerika/208_Tag146-149_Dominica-Saint Martin-Bahamas-Fort Myers_Die Bahamas Insel Long Island.jpgr Fort Pierce und erledigen unsere Einreiseformalitäten. Dann geht es schnell weiter zum Flugplatz Page Field in Fort Myers an den Golf von Mexiko. Hier wartet schon mein Freund Thomas Hopf, Chef des Im mobilienbüros Engel & Völkers in Cape Coral und Sanibel Island, auf uns. Den letzten Abend dieser Etappe verbringen wir alle gemeinsam in meinem Lieblingsrestaurant „Rum Runners“.

Während unserer Mittel- und Lateinamerika-Etappe haben wir 23.000 Kilometer zurückgelegt, unglaublich interessante Menschen getroffen und tausende Eindrücke gesammelt. Besonders schön für mich war, dass ich dies alles zusammen mit meiner Tochter Jessina erleben durfte.

Am Montag fährt uns Thomas nach Miami. Von hier aus fliegen wir vorerst zurück nach Deutschland. Währenddessen wird die Cheyenne in einer Flugzeugwerft in Melbourne, an der Ostküste Floridas, fit für die letzte FLY & HELP-Etappe gemacht. Ich nutze die Zeit bis zum Start unter anderem zum Ablegen einer Englischprüfung, die ab dem 1. Januar 2011 für Piloten mit BZF 1 und AZF-Lizenz vorgeschrieben ist. Die Prüfung absolviere ich bei N-Flight am Flugplatz Egelsbach.

Ab dem 10. Oktober geht es für uns entlang des Mississippi in die USA und weiter an die kanadische Ostküste, gefolgt von Neufundland, Grönland und Island. Wir planen, am 6. November 2010 pünktlich um 14 Uhr auf dem Siegerlandflughafen zu landen.

Alle Bilder des Blogs habe ich für Sie zusätzlich im Album zur vierten Etappe in der FLY & HELP-Bildergalerie hinterlegt.

tl_files/fah/galleries/4. Etappe Lateinamerika/202_Tag146-149_Dominica-Saint Martin-Bahamas-Fort Myers_Der Vulkan Soufriere hat eine Stadt unter sich begraben.jpg   tl_files/fah/galleries/4. Etappe Lateinamerika/203_Tag146-149_Dominica-Saint Martin-Bahamas-Fort Myers_Anflug auf Saint-Martin.jpg
tl_files/fah/galleries/4. Etappe Lateinamerika/204_Tag146-149_Dominica-Saint Martin-Bahamas-Fort Myers_Menschen stehen am Princess Juliana Airport auf Saint-Martin.jpg   tl_files/fah/galleries/4. Etappe Lateinamerika/205_Tag146-149_Dominica-Saint Martin-Bahamas-Fort Myers_Jessina filmt am Flughafen Princess Juliana Airport auf Saint-Martin.jpg
tl_files/fah/galleries/4. Etappe Lateinamerika/209_Tag146-149_Dominica-Saint Martin-Bahamas-Fort Myers_Die Bungalow-Anlage Cape Santa Maria auf Long Island.jpg   tl_files/fah/galleries/4. Etappe Lateinamerika/211_Tag146-149_Dominica-Saint Martin-Bahamas-Fort Myers_Wunderschoene Karibik.jpg